diesem Frontbann gehörten viele ehemalige Freikorpsleute
an und drückten ihm somit den Stempel erbarmungsloser Brutalität auf, die
Mitgliederzahl nahm zu, bei der Haftentlassung Hitlers
zählte man bereits mehr als 30.000 Mann (während des Putsches waren es
"nur" 2.000), dieser rasante Machtanstieg beunruhigte Hitler
der nach Meinungsverschiedenheiten Röhm seines
Postens enthob, wenig später, April 1925, verließ Röhm die "SA"
Hitler war vom Verhalten
seiner Leibwächter während des Putsches derart beeindruckt, das er beschloss
eine eigene, persönliche Leibwache zu schaffen, er beauftragte seinen
persönlichen Fahrer und alten Kameraden Julius Schreck
mit der Aufgabe eine Elitetruppe von loyalen Kameraden zu formen, anfänglich
wurden nur 8 Mann ausgewählt, um den Kern dieser Prätorianergarde zu bilden,
sie waren alle Mitglieder des "Stoßtrupps Hitler" gewesen, Göring
gilt heute als der Namensgeber der Schutzstaffel, dieser Name war als Reverenz
an jene Flugzeuge gedacht, die im Richthofengeschwader den Geleitschutz flogen, Schreck
erarbeitete die Richtlinien, die den Elitestatus dieser Truppe noch verstärken
sollten, pro Gau sollte die Schutzstaffel (SS) höchstens 10 Mann und einen
Offizier stark sein, Ausnahme war Berlin dort sollte die SS-Einheit doppelt so
stark sein, die Männer wurden in einem speziellen Auswahlverfahren
ausgewählt, gutes Benehmen, Alter zwischen 25 und 35, keine kriminelle
Vergangenheit, sowie gute Gesundheit und kräftiger Körperbau, vor allem
zählte jedoch die unbedingte Loyalität gegenüber Hitler
und nicht der Partei
im April 1926 übernahm Joseph
Berchtold von Julius Schreck die Führung
der SS, Hitler unterstrich die Stellung der SS
indem er ihr die Blutfahne übertrug, was starken Missfallen der SA hervorrief,
der neue Träger der Blutfahne wurde Jakob Grimminger,
Mitglied der Münchener SS
nach Abgang Röhms ernannte Hitler den Hauptmann
Franz Pfeffer von Salomon zum Obersten Führer der SA, er ließ ihm große
Freiheiten, um die SA nach seinen eigenen Vorstellungen zu entwickeln, als ein
deutliches Zeichen unterstellte Hitler die SS der Obersten SA-Führung, damit
versuchte er womöglich die SA-Einheiten im Norden (weit weg von München) zu
beruhigen, er wollte damit aber auch oppositionelle Fraktionen gegeneinander
ausspielen
die SA-Männer verspürten gegenüber der SS ein starke
Abneigung, die SS beschwerte sich über die arrogante Behandlung durch die
SA-Führung, 1927 tritt
Berchtold aufgrund des rasanten Wachstums der SA zurück, da die SS höchstens
10% der Stärke der SA im jeweiligen Gebiet erreichen durfte, weiterhin war es
der SS erst erlaubt eigene Einheiten aufzustellen nachdem die SA-Einheiten ihre
volle Stärke erreicht hatten, durch diese Regelung konnte die SA das Wachstum
der SS niedrig halten, indem sie ihre Stärke beeinflusste, auch die Moral der
SS ließ nach, da die SA höchst niedrige Aufgaben gern durch die SS erfüllen
ließ
nach Berchtold
Rücktritt ging die Führung an den Stellvertreter über Erhardt Heiden, dessen
Stellvertreter war ein Teilnehmer des Putschen von 1923, sein Name Heinrich
Himmler, Heiden konnte die Probleme mit der SA auch
nicht lösen und somit sank die Moral der SS weiter, als auch er aufgab wurde
Heinrich Himmler Chef der SS, die SA wollte nun auch mit diesem neuen Führer
der SS leichtherzig und rücksichtslos herumspringen, sie sollte sich jedoch
irren