Kurt Agricola wurde am 15.08.1889 in Döbeln geboren und trat am 01.04.1908,
als Fahnenjunker, dem 12. Sächsischen Infanterie-Regiment 177 bei, wo er am
19.08.1909 zum Leutnant befördert wurde und ab dem 01.10.1911 als
Regimentsadjutant und Gerichtsoffizier Dienst tat. Außerdem befindet er sich
vom 10.11.1913 bis zum 29.11.1913 auf einem Waffeninstandsetzunglehrgang.
Mit Kriegsbeginn, am 02.08.1914, ist er Bataillonsadjutant in seinem Regiment
und wird als solcher am 01.12.1914 zum Oberleutnant befördert. Am 05.01.1915
ist er wieder Regimentsadjutant, bzw. ab dem 10.08.1916 Stellvertretender
Brigade-Adjutant.
Am 09.01.1917 wechselt er in den Stab der 219. Infanterie-Division, bzw. am
25.05.1917 in das Generalkommando des XII. Armeekorps, zugleich nimmt er vom
10.01.1918 bis zum 08.02.1918 an einem Generalstabslehrgang teil. Zuvor war er
am 27.01.1917 zum Hauptmann befördert worden.
Mit Kriegsende wird er am 01.10.1919 Kompaniechef im Infanterie-Regiment 24,
bzw. am 16.05.1920 im Infanterie-Regiment 10.
Am 01.10.1921 wechselt er in den Stab der 4. Division, bzw. am 01.10.1923 in
den Stab des Gruppenkommandos I. Von dort erhält er am 01.10.1927 die
Versetzung als Kompaniechef zurück zum Infanterie-Regiment 10, wo er am
01.05.1928 zum Major befördert wurde. Zu jener Zeit nimmt er vom 11.10.1927
bis zum 08.11.1927 an einem Lehrgang für schwere MG`s teil.
Am 01.02.1930 in den Stab des Gruppenkommandos I versetzt, kehrt er am
01.10.1931 zurück in den Stab der 4. Division, wo er am 01.04.1932 zum
Oberstleutnant und am 01.07.1934 zum Oberst befördert wird.
Am 01.10.1934 kommt Agricola zum Wehrkreiskommando IV und wird dann am
01.12.1934 zum Kommandeur des Infanterie-Regiments "Breslau", dem
späteren Infanterie-Regiment 49, ernannt.
Nach dem Wechsel ins Heeresamt 3, am 12.10.1937, wird er am 01.01.1938 zum
Generalmajor befördert und am 10.10.1938 zum Landwehr-Kommandeur in Oppeln
sowie zum Kommandanten der Befestigungen bei Oppeln ernannt, bis er am
31.01.1939 verabschiedet wird.
Mit Kriegsbeginn, am 01.09.1939, reaktiviert, wird er zum Kommandanten von
Oppeln, bzw. am 19.12.1941 zum Kommandanten des Rückwärtigen Gebietes und
Feldkommandanten 580 ernannt, wo er am 01.08.1943, unter gleichzeitiger
Ernennung zum Gouverneur von Kursk, zum Generalleutnant befördert wurde.
Am 18.04.1945 in die Führer-Reserve versetzt, gerät er im Juni 1945 in
sowjetische Gefangenschaft, aus der er am 08.10.1955 zurückkehrt.
Kurt Agricola verstarb am 27.12.1955 in Bad Godesberg.