Generalleutnant Moritz Andreas




Moritz Andreas wurde am
16. April 1884 im Londoner Stadtteil Ealing in Großbritannien geboren.
Am 15. September 1904 trat er in das Infanterie-Regiment Nr. 83 ein und wurde
am 27. Januar 1905 zum Fahnenjunker-Unteroffizier ernannt, am 18. Mai 1905
erfolgte die Beförderung zum Fähnrich. Bereits am 27. Januar 1906 wurde er zum
Leutnant ernannt und dann bis 13. September 1913 in unterschiedlichen
Positionen, z.B. als Adjutant des III. Bataillons, im Regiment eingesetzt. In
dieser Zeit erfolgte am 13. Juli 1913 die Beförderung zum Oberleutnant.
Mit dem ausbrechenden Ersten Weltkrieg war er vom 2. bis 28. August 1914
Adjutant des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 83 und dann bis 1. April 1915
hier auch Kompanieführer. In dieser Stellung wurde er am 27. Januar 1915 zum
Hauptmann ernannt. Bis 1. Juni 1916 war er Adjutant der 49.
Reserve-Infanterie-Brigade und hierauf bis 1. Juli 1918 Adjutant der 103.
Infanterie-Division in Frankreich. Dann ist er bis 26. September 1918
Kommandeur des III./IR 71 und erhält hier am 29. August das Ritterkreuz des
königlich Preußischen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern, nachdem er
bereits vorher das EK II und EK I 1914 erhalten hatte.
Weiterhin wurde er zwischen 1914 und 1918 mit dem Verwundetenzeichen in
Schwarz, der Großherzoglich Hessischen Tapferkeitsmedaille, dem Hamburgischen
Hanseatenkreuz, dem Braunschweiger Heinrich des Löwen-Orden IV. Klasse, dem
Ritterkreuz II. Klasse des Sachsen-Ernestinischen Hausordens, dem
Sachsen-Meiningischen Ehrenkreuz für Verdienste im Kriege, dem Waldeckschen
Verdienstkreuz IV. Klasse mit Schwertern und mit dem K. u. K. Österreichischen
Militär-Verdienstkreuz III. Klasse mit Kriegsdekoration und goldener Spange
ausgezeichnet.
Vom 26. September 1918 bis 26. Oktober 1919 befindet er sich in französischer
Kriegsgefangenschaft und übernimmt zwischen dem 26. November 1919 und dem 10.
April 1920 die Führung einer Kompanie im VI. Bataillon des Landjäger-Regiments
2. Hiernach ist er bis 1. Oktober 1920 Kompaniechef im IR 32 der Reichswehr
und anschließend in gleicher Stellung bis 1. April 1925 im IR 12. Daraufhin
ist er bis 1. März 1927 zum Reichswehrministerium nach Berlin abkommandiert.
Bis zum 1. November 1930 bekleidet er weitere Stabsstellen, nachdem er am 1.
Juni 1927 zum Major befördert worden ist. Vom 1. November 1930 bis 1. Februar
1933 ist er Kommandeur des I./IR 4 der 2. Division in Stargard. Hier wird er
am 1. Dezember 1931 Oberstleutnant und nimmt 1931 auch an einem Lehrgang für
schwere Infanteriewaffen in Döberitz teil. Ab dem 1. Februar 1933 ist er im
Stab des IR 4 eingesetzt und wird am 1. April 1934 zum Oberst befördert.
Vom 1.
Oktober 1934 bis 1. April 1937 ist er Kommandant des Truppenübungsplatzes
Königsbrück und dann bis 20. Juni 1938 Landwehr-Kommandeur von Küstrin. Am 1.
Oktober 1937 erhält er den Charakter eines Generalmajors ist allerdings noch
nicht aktiver Offizier, was sich am 1. April 1939 ändert. Zwischen dem 20.
Juni 1938 und dem 26. August 1939 ist er Landwehr-Kommandeur von Lübben und
wird anschließend Kommandeur der 208. Landwehr-Division, welche ab dem 1.
September 1939 als
208. Infanteriedivision aufgestellt wird. Ende 1939 liegt die Division am
Niederrhein und kommt dann im Sommer 1940 über Belgien nach Calais in
Frankreich, wo sie bis zur Ablösung von Andreas auch verbleibt. Am 1. April
1941 wird er Generalleutnant.
Vom 13. Dezember 1941 bis 9. Januar 1942 ist er zur Führerreserve versetzt und
wird dann Kommandant in Bereich Nikolajew-Dnjepropetrowsk. Vom 15. September
1943 bis zum 3. Oktober befindet er sich abermals in der Führerreserve und
erhält dann bis 25. Februar 1944 die Aufsicht über die Kriegsgefangenen bei
der Heeresgruppe Süd.
Nach einer weiteren Kommandierung zur Führerreserve wird er ab dem 12. März
1944 in weiteren Stabsstellen, u.a. in Potsdam, eingesetzt. Hier gerät er am
2. Mai 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft, das Datum seiner Entlassung
ist nicht bekannt. Moritz Andreas erhielt im Zweiten Weltkrieg unter anderem
die Spangen zu beiden Eisernen Kreuzen von 1914 und verstarb am 13. Oktober
1964 in Hannover.
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
