Oskar Audörsch wurde am 27.02.1898 in Colbiehnen bei
Rastenburg/Ostpreu0en geboren und trat am 01.11.1916 als Fahnenjunker, dem
Infanterie-Regiment 129 bei, wo er nach einem Fahnenjunker-Lehrgang vom
09.02.1917 bis zum 30.06.1917 in Döberitz, am 20.11.1917 zum Leutnant
befördert wurde.
Am 19.01.1918 wird Audörsch zum Infanterie-Regiment 477 versetzt, dort am
06.05.1918 zum Adjutanten des I. Bataillons, am 15.06.1918 zum Adjutanten des
II. Bataillons und am 30.06.1918 wieder zum Adjutanten des I. Bataillons
ernannt.
Mit Waffenstillstand im 1. Weltkrieg trat er am 18.12.1919 dem Freikorps "Haase"
bei, der ehemaligen 227. Infanterie-Division, bei, um am 01.12.1919 den Posten
des Ordonnanz- und Gerichts-Offiziers im Stab des I. Bataillons beim
Reichswehr-Infanterie-Regiments 108 zu übernehmen. Dort wird er am 01.05.1920
zum Adjutanten des I. Bataillons ernannt und wechselt dann am 15.05.1920 als
Ordonnanz- und Gerichts-Offiziers im Stab des II. Bataillons beim
Infanterie-Regiments 16. Vom 23.06.1920 bis zum 15.07.1920 übernimmt er
zugleich den Posten des stellvertretenden Adjutanten des II. Bataillons.
Außerdem erhält er vom 20.07.1920 bis zum 15.08.1920 eine Kommandierung zu
einem Sportlehrgang nach Breslau.
Kurz nach seiner Rückkehr wird er am 01.09.1920 Adjutant des II. Bataillons,
bzw. wechselt am 12.12.1920 als solcher zum Lehr-Bataillon des
Infanterie-Regiments 3, wo er am 31.07.1925 zum Oberleutnant befördert wird.
Zugleich gehörte er vom 01.04.1925 bis zum 12.05.1925 zum Pionier-Bataillon 1,
nimmt vom 01.10.1925 bis zum 15.02.1926 an einem Waffenoffizier-Lehrgang in
Dresden teil, vom 26.06.1926 bis zum 25.11.1926 an einem Sportlehrgang in
Wünsdorf, vom 24.11.1916 bis zum 10.12.1926 an einem Ski-Lehrgang im Allgäu
und an zwei weiteren Sportlehrgängen in Wünsdorf teil, wo er vom 09.08.1927
bis zum 31.03.1930 als Hilfsausbilder fungierte.
Am 01.04.1930 beginnt Audörsch ein Studium an der Technischen Universität in
Berlin-Charlottenburg und steht unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann
ab dem 01.05.1933 zur Verfügung der Heeresleitung.
Am 01.10.1934 übernimmt er eine Kompanie beim Infanterie-Regiment "Meiningen",
dem späteren Schützen-Regiment 2. Von dort wechselt er am 01.04.1936 als
Referent ins Reichskriegsministerium und wird dort am 01.10.1935 zum Major
befördert. Vom 10.05.1938 bis zum 01.07.1940 ist er Referent (Wa I. Rü) im
neuen OKH, wo er am 01.04.1939 zum Oberstleutnant befördert wird. Am
01.07.1940 wird er zum Gruppenleiter (WAz) ernannt und übernimmt am 26.08.1940
das Kommando über das Schützen-Regiment 394.
Vom 14.01.1942 bis zum 10.07.1944 ist er Abteilungsleiter bei der Amtsgruppe "Industrielle
Rüstung" im OKH (Wa I Rü/WuG 6), wo er am 01.02.1942 zum Obersten
befördert wird. Von dort kommt er am 10.07.1944 in die Führer-Reserve und
nimmt zugleich vom 14.07. bis zum 16.08.1944 an einem
Divisionskommandeur-Lehrgang teil.
Mit Abschluss der Ausbildung wird er am 19.08.1944 mit der Führung der 25.
Panzer-Division beauftragt und erhält unter gleichzeitiger Beförderung zum
Generalmajor, am 09.11.1944 das Kommando über diese Division.
Audörsch gerät am 08.05.1945 in amerikanische Gefangenschaft, wird aber an die
Sowjetunion übergeben. Oskar Audörsch kehrt am 09.10.1955 aus sowjetischer
Gefangenschaft zurück und verstarb am 05.06.1991 in Ulm.
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
