Jürgen Baarth wurde am 06.04.1890 in Stolp geboren und
trat am 24.03.1909 der Armee bei, wo er bis zum 22.03.1910 seinen Dienst im
Füsilier-Regiment 33 versah. Danach mit unbekanntem ziel versetzt, kommt
Baarth am 01.10.1911 zum Husaren-Regiment 5 und besucht zugleich vom
01.10.1912 bis zum 01.07.1913 die Reitschule Paderborn, bzw. vom 31.05. bis
zum 05.08.1914 die Waffenfabrik in Danzig.
In die 2. Eskadron versetzt nimmt er an den Kämpfen des Regiments teil und
wird am 11.08.1914 verwundet und in ein Lazarett eingeliefert, bis er am
15.10.1914 zu seiner Eskadron zurückkehrt und am 20.10.1914 erneut verwundet
wird. Nach einem weiteren Lazarettaufenthalt kehrt er am 04.02.1915 zu seinem
Regiment zurück und übernimmt vom 07.05. 1915 bis zum 01.10.1916 zugleich den
Posten des 2. Ordonnanz-Offiziers im Stab der 36. Infanterie-Division, bis er
am 01.10.1916 den Posten des Regiments-Adjutanten des Husaren-Regiments 5
übernimmt.
Ab dem 15.08.1917 1. Ordonnanz-Offizier im Stab der 42. Reserve-Division, ist
Baarth ab dem 19.08.1918 Eskadronchef in seinem alten Husaren-Regiment 5. Bis
zum 01.05.1920 im Regiment, ist er vom 01.02. bis zum 15.04.1920 zugleich
Kompaniechef beim Infanterie-Regiment 102 und wird am 01.05.1920 mit der
Führung des MG-Zuges des Reiter-Regiments 5 beauftragt, wobei er vom 06.10.
bis zum 23.10.1921 einen MG-Lehrgang beim Reiter-Regiment 4 besucht.
Am 18.02.1914 zum Chef der 3. Eskadron beim Reiter-Regiment 5 ernannt, besucht
er vom 04.07. bis zum 19.07.1924 einen Lehrgang an der Kavallerieschule
Hannover und vom 11.10. bis zum 07.11.1928 einen Reit-Lehrgang ebenfalls in
Hannover.
Vom 01.04.1929 bis zum 01.10.1931 beim Reiter-Regiment 11 und zugleich
Reitlehrer an der Infanterieschule in Dresden, gehört er vom 01.10.1931 bis
zum 01.10.1934 nur noch zum Reiter-Regiment 11 und ab dem 01.10.1934 zum
Reiter-Regiment "Insterburg". Dabei versieht er vom 15.01. bis zum
01.04.1935 zugleich seinen Dienst bei der Kraftfahrzeug-Abteilung "Magdeburg
(B)" und übernimmt am 01.04.1935 das Kommando über die
Panzer-Abwehr-Abteilung 13 und ist ab dem 15.10.1935 Kommandeur der
Panzer-Truppe IX.
Vom 01.10.1937 bis zum 20.05.1942 Kommandeur der Wehrkreis-Reit- und
Fahrschule in Beeskow, wird er bis zum 20.06.1942 in die Führer-Reserve des
OKH versetzt und vom 15.06. bis zum 20.06.1942 zugleich im Stab des
Militärbefehlshabers "Frankreich" eingesetzt. Danach vom 20.06.1942 bis
zum 26.08.1943 Kommandant der Feldkommandantur 595, nach anderen Unterlagen
588, in Angers, kehrt er wieder in die Führer-Reserve des OKH zurück und
übernimmt am 01.11.1943 erneut das Kommando über die Wehrkreis- Reit- und
Fahrschule in Beeskow.
Vom 10.08.1944 bis zum 15.11.1944 Kommandant von Koblenz, wird er am
15.11.1944 erneut in die Reserve versetzt und am 31.03.1945 verabschiedet.
Jürgen Baarth verstarb am 09.05.1961 in Nassau an der Lahn.