Rudolf Bader wurde am 03.05.1898 in Konstanz geboren und
trat am 10.08.1914 der Armee als Kriegsfreiwilliger bei. Zunächst gehörte er bis
zum 21.09.1914 zum Feldartillerie-Regiment Nr. 76 und kam dann zur
Artillerie-Munitions-Kolonne 7, wo er am 07.07.1915 zugleich einen Lehrgang für
Offiziersanwärter beim XIII. Armee-Korps besucht und vom 20.08. bis zum
30.09.1915 zugleich zum Infanterie-Regiment 110 kommandiert wird.
Ab dem 30.12.1915 Führer der 1. Halb-Kolonne der Artillerie-Munitions-Kolonne 7,
übernimmt Bader am 01.08.1916 die stellvertretende Führung der Kolonne und wird
zum Stadtkommandanten von Soisy ernannt. Vom 22.08. bis zum 10.09.1916 erneut
Führer der 1. Halb-Kolonne, übernimmt er am 10.09.1916 den Posten eines
Zugführers beim Infanterie-Regiment 113. Von dort wechselt er am 08.01.1918 als
Batterie-Offizier zurück zu seinem alten Feldartillerie-Regiment 76, wo er am
27.07.1918 zugleich zum stellvertretenden Batteriechef ernannt wird.
Ab dem 06.12.1918 dann stellvertretender Adjutant bei der I. Abteilung, kommt
Bader am 17.03.1919 zur Landesverteidigung "Kurland" und ist ab dem
15.04.1919 Batteriechef beim Freikorps "von Medem". Danach wechselt er am
09.12.1919 zum Reichswehr-Bataillon "von Löwenfeld" und wird vom 15.02.
bis zum 31.05.1920 zum Dienst in der Sicherheitspolizei Gumbinnen kommandiert,
bis er am 31.05.1920 schließlich verabschiedet wird.
Am 15.10.1934 reaktiviert kommt er zunächst in den Stab der II. Abteilung des
Artillerie-Regiments "Ulm" und besucht bis zum 14.12.1934 zugleich einen
Lehrgang für Artillerie-Offiziere in Jüterbog. Danach ab dem 01.01.1935
Batteriechef, wird er im Zuge der Durchnummerierung am 15.10.1935 Chef der 4.
Batterie des Artillerie-Regiments 5 in Ulm.
Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung kommt Bader am 26.08.1939 als Kommandeur
zur II. Abteilung des Artillerie-Regiments 125, mit der er an den kommenden
Feldzügen teilnimmt.
Am 25.04.1942 in die Führer-Reserve versetzt, übernimmt er am 20.05.1942 das
Kommando über das Artillerie-Regiment 253 und ab Januar 1943 zugleich die
Führung der 134. Infanterie-Division.
Ab 01.09.1944 erneut in der Reserve, wo er bis zum 07.10.1944 an einem
Divisionsführer-Lehrgang teilnimmt.
Am 10.11.1944 wird er mit der Führung der 560. Volks-Grenadier-Division
beauftragt, deren Kommando er am 01.01.1945 übernimmt.
Vom 01.04. bis zum 23.04.1945 Kampfkommandant von Freiburg, ist er bis zum
03.05.1945 Führer einer Kampfgruppe der 719. Infanterie-Division und gerät bis
zum 08.11.1947 in französische Gefangenschaft.
Rudolf Bader verstarb am 03.06.1983 in Freiburg.