Alfred Baentsch wurde am 05.02.1894 als Sohn des
Direktors der Eisenhüttenwerke Mägdesprung Alfred Baentsch, in Mägdesprung
geboren und trat am 04.08.1914 als Kriegsfreiwilliger der Armee bei, wo er bis
zum 20.09.1914 beim Infanterie-Regiment seine Grundausbildung erhielt und dann
zum Infanterie-Regiment 217 an die Front versetzt wurde.
Dort am 18.01.1915 verwundet und anschließend in ein Lazarett verbracht, kommt
er am 22.04.1915 zum Infanterie-Regiment 158, wo er vom 28.06. bis zum
21.08.1915 zugleich zum Fahnenjunker-Lehrgang nach Döberitz kommandiert wird.
Nach der Rückkehr zu seinem Regiment, übernimmt er dort den Posten eines
Zugführers und wird als solcher am 07.07.1916 erneut verwundet.
Wieder genesen kommt er zum Rekruten-Depot der 50. Infanterie-Division, um
dann ab dem 21.10.1916 wieder als Zugführer beim Infanterie-Regiment 158 eine
Verwendung zu finden. Zugleich besucht er vom 01.01. bis zum 01.02.1917 einen
Kompaniechef-Lehrgang bei der 50. Infanterie-Division und wird ab dem
01.02.1917 als Kompaniechef in seinem Regiment verwendet. Als solcher am
17.04.1917 verwundet, kommt er nach einem Aufenthalt im Lazarett, am
24.07.1917 zum Dienst in das Ersatz-Bataillon des Regiments. Ab dem 26.09.1917
wieder Kompaniechef, wird er am 20.03.1918 wiederum verwundet und ab dem
24.04.1918 im Ersatz-Bataillon verwendet. Nach der Rückkehr zum Regiment am
29.06.1918 wieder Kompaniechef erlebt er dort den Waffenstillstand und kommt
am 26.02.1919 als Kompaniechef zum Freiwilligen-Bataillon "Paderborn"
beim Freikorps "Gabcke".
Ab dem 13.09.1919 beim Infanterie-Regiment 14, wird er dort am 04.10.1919 zum
Gerichtsoffizier beim III. Bataillon ernannt, um dann ab dem 21.05.1920 den
Posten eines Kompaniechefs zu übernehmen. Ab dem 04.09.1920 steht er zunächst
zur Verfügung des Regiments und kommt dann am 08.09.1920 zum
Infanterie-Regiment 17.
Vom 01.10.1927 bis zum 01.10.1929 erhält er eine Führergehilfenausbildung im
Stab der 6. Division und kommt am 01.10.1929 in den Stab des Kommandanten von
Berlins. Ein Jahr später Transportoffizier und Ia op im Stab der 3. Division,
wird er am 01.10.1933 zum Chef einer Kompanie im Infanterie-Regiment 17
ernannt, bzw. am 01.10.1934 zum Kommandeur eines Bataillons im
Infanterie-Regiment "Braunschweig".
Vom 01.08.1935 bis zum 01.08.1938 Ausbilder an der Kriegsakademie, ist er
anschließend Referent und Gruppenleiter in der 7. Abteilung des Generalstabes
des Heeres. Dort wird er dann am 01.07.1939 zum Chef der 7. Abteilung ernannt.
Im Vorfeld des Beginns des 2. Weltkriegs, wird Baentsch am 23.08.1939 zum
Quartiermeister der Heeresgruppe C ernannt und zieht so in den Feldzug gegen
Polen.
Nach Ende der erfolgreichen Kämpfe in Polen, wird er am 01.11.1939 zum
Quartiermeister der 2. Armee ernannt und am 04.03.1940 in die Reserve
versetzt. Mit Ende der Kämpfe im Westen kommt er am 29.06.1940 in den Stab
beim Militärbefehlshaber "Belgien/Nordfrankreich" und ab dem 20.10.1940
in den Stab beim General-Quartiermeister im Generalstab des Heeres. Von dort
wird er am 01.11.1940 Chef der Abteilung "Heereswesen" bis zum
01.06.1942. Danach bis zum 06.07.1942 in der Reserve, wird Baentsch am
06.07.1942 zum Kommandeur der 82. Infanterie-Division ernannt.
Bei den Kämpfen um Woronesh wird Alfred Baentsch am 27.01.1943 bei Woronesh
verwundet, wo schließlich am 31.01.1943 an seinen Verwundungen in einem
Lazarett verstarb..