Erich Baeßler wurde am 05.08.1890 in Grasegrund geboren
und trat am 14.03.1911 der Armee bei und wurde dem Infanterie-Regiment 154
zugewiesen. Dort am 01.08.1914 zum Zugführer ernannt, folgen die ersten
schweren Kämpfe im 1. Weltkrieg.
Am 13.07.1916 übernimmt er den Posten des stellvertretenden
Regiments-Adjutanten, bzw. am 01.09.1916 den Posten des Adjutanten des
Infanterie-Regiments 154. Während der Zeit vom 26.03. bis zum 21.04.1917 ist
er dabei zugleich stellvertretender Adjutant der Infanterie-Brigade 18.
Anschließend wieder Regiments-Adjutant, wird er ab dem 24.06.1918 als
Ordonnanz-Offizier im Stab des XXIV. Reserve-Korps verwendet. Von dort
wechselt er am 20.01.1919 zum Ersatz-Bataillon des Infanterie-Regiments 154,
um dann am 01.02.1919 wieder den Posten des Regiments-Adjutanten zu
übernehmen.
Ab dem 31.05.1918 dann stellvertretender Adjutant der Infanterie-Brigade 18,
wird Baeßler am 25.10.1919 zunächst beurlaubt und zum Dienst zur
Sicherheitspolizei Stettin kommandiert. Damit erfolgte dann am 31.01.1920 die
Verabschiedung aus dem Militärdienst und am 09.01.1920 der Eintritt in die
Polizei. Dort gehörte er bis zum 14.12.1927 zur Polizei-Verwaltung Stettin und
ist dann Ausbilder an der Polizeischule Sensburg.
Am 26.01.1931 kommt er als Sachbearbeiter und Verbindungsoffizier zum
Gouvernement in Schneidemühl und übernimmt am 01.04.1934 das Kommando über die
Landespolizei-Abteilung in Kiel.
Nach erfolgtem beitritt zum Heer am 15.10.1935, ist er zunächst Kommandeur des
II. Bataillons des Infanterie-Regiments 65 und im Zuge der Mobilmachung ab dem
26.08.1939 Kommandeur des Infanterie-Ersatz-Regiments 22.
Nach Ende des Polen-Feldzuges übernimmt er am 01.12.1939 das Kommando über das
Infanterie-Regiment 399 und wird am 07.11.1941 in die Reserve versetzt. Von
dort wird er am 01.04.1942 zum Kommandeur der 377. Infanterie-Division
ernannt, kommt aber am 14.12.1942 wieder in die Reserve.
Am 30.06.1943 wird er der Heeresgruppe D zugeteilt und dort mit dem
stellvertretenden Kommando der 17. Luftwaffen-Feld-Division betraut.
Am 12.10.1943 zum Kommandeur der 19. Luftwaffen-Feld-Division ernannt, wird er
am 15.07.1944 in die Reserve versetzt und am 08.08.1944 im Zuge einer
Versetzung zum OKH mit dem Ausbau des Ostraumes beauftragt.
Ab dem 28.10.1944 dann Stadtkommandant von Oslo, übernimmt er im Dezember 1944
das Kommando über die 191. Reserve-Division. Dabei gerät er am 08.05.1945 in
sowjetische Gefangenschaft.
Erich Baeßler verstarb am 11.05.1957 in Bremen.