Egmont Bahn wurde am 09.08.1892 in Hermesdorf geboren
und trat am 01.10.1913 der Armee bei. Dort wird er dem Husaren-Regiment 16
zugeteilt und vom 13.06. bis zum 10.08.1915 zu einem MG-Lehrgang nach
Rastenburg kommandiert.
Wieder zum Regiment zurückgekehrt, verlässt er dieses und übernimmt ab dem
01.03.1916 den Posten eines Zugführers im Infanterie-Regiment 330. Kurz
darauf, am 23.03.1916 wird er dann zum Kompaniechef dieser Kompanie ernannt
und gerät als solcher am 08.07.1917 in russische Gefangenschaft, aus der er am
08.08.1917 flüchtet und wieder zum Dienst im Infanterie-Regiment 330 antritt.
Am 13.08.1917 kommt er in die Ersatz-Eskadron des Husaren-Regiments 16
und wird am 12.10.1917 zum Chef der Feld-Ersatz-Eskadron 92 ernannt, bis er am
28.12.1917 als Zugführer zum Husaren-Regiment 16 zurückkehrt und am 20.10.1918
zum Chef einer Eskadron ernannt wird.
Nach Ende des 1. Weltkrieges übernimmt er am 04.04.1919 den Posten eines
Zugführers bei der 1. Freiwilligen-Eskadron des Husaren-Regiments 16 und ist
dann, ab dem 01.05.1920, Zugführer beim Kavallerie-Regiment 9. Von dort
wechselt er am 02.03.1920 als Zugführer zum Reiter-Regiment 14 und ist ab dem
25.05.1920 Ordonnanzoffizier im Lehrstab 8 in Gießen. Dabei wechselt er
bereits am 01.10.1920 zum Reiter-Regiment 15, wo er am 01.10.1927 den Posten
eines Eskdaronchefs übernimmt.
Vom 01.11.1930 bis zum 01.04.1931 in der Kommandantur Berlin tätig, wird er am
01.04.1931 in den Stab des Kommandanten des Truppenübungsplatzes Munsterlager,
bzw. am 01.07.1936 des Truppenübungsplatzes Bergen versetzt und am 10.11.1938
zum Bataillons-Kommandeur im Infanterie-Regiment 12 ernannt.
Mit der Allgemeinen Mobilmachung übernimmt Bahn am 26.08.1939 das Kommando
über ein Bataillon im Infanterie-Regiment 467. Im Rahmen der 267.
Infanterie-Division nimmt Bahn damit an der Sicherung der Westgrenze des
Reiches teil und wechselt am 16.01.1940 als Kommandeur zum Infanterie-Regiment
320 und gehört somit der 212. Infanterie-Division an. Mit dieser stöß er vom
Oberrhein kommend über Lothringen an die Kanalküste vor, wo die Division bis
Oktober 1941 als Besatzungstruppe bleibt und dann in den Norden der Ostfront
wechselt. Es folgen schwerste Kämpfe im Raum Leningrad und am Wolchow, bis
Bahn am 07.02.1943 in die Führer-Reserve versetzt wird.
Am 04.06.1943 übernimmt er das Kommando über die Armee-Waffenschule beim
Armeeoberkommando "Norwegen", wird aber am 15.12.1944 wieder in die
Reserve versetzt. Von dort aus wechselt er am 23.01.1945 in den Stab des
Bevollmächtigten Generals der Wehrmacht in Italien, wo er am 28.04.1945 in
amerikanische Gefangenschaft gerät. Aus dieser am 26.02.1947 entlassen
verstarb Egmont Bahn am 18.01.1949 in Mengebostel.