Albrecht Baier wurde am 28.07.1893 in Frankfurt am Main
geboren und trat am 24.01.1913 der Armee bei. Dort trat er am 24.02.1914 zum
Feldartillerie-Regiment 3 über und wurde dort Batterie-Offizier. Als solcher
nahm er mit Kriegsbeginn an den Kampfhandlungen des Regiments teil und wurde
am 19.12.1915 zum Adjutanten den Regiments ernannt.
Anschließend, ab dem 08.11.1916 Adjutant bei der Feldartillerie-Brigade 64,
kehrt er am 15.07.1918 als Chef einer Batterie zum Feldartillerie-Regiment 3
zurück, um am 20.12.1918 erneut den Posten des Regimentsadjutanten zu
übernehmen.
Mit Ende des Krieges trat er als Batteriechef zur Artillerie-Abteilung "Hederich"
beim Freikorps "Hülsen" und kommt schließlich am 01.05.1919 als
Batterieoffizier zum Artillerie-Regiment 3.
Ab dem 15.05.1920 Ordonnanzoffizier im Stab des Artillerieführers 3, wird er
am 01.10.1920 zum Artillerie-Regiment 15 versetzt, wobei er am 01.01.1921
wieder zum Artillerie-Regiment 3 zurückkehrt.
Baier erhält dann ab dem 01.10.1923 eine Führergehilfenausbildung im Stab der
3. Division, bzw. ab dem 01.10.1925 im Reichswehrministerium, wo er dann ab
dem 01.10.1926 seinen Dienst versieht.
Anschließend kehrt er am 01.02.1932 als Batteriechef zum Artillerie-Regiment 3
zurück und wird von dort am 01.02.1933 in den Stab der 2. Division versetzt,
wo er ab dem 01.10.1934 den Posten des Ia übernimmt. Nach einem knappen Jahr
wechselt er am 20.09.1935 als Ia in den Generalstab des II. Armee-Korps und
übernimmt am 12.10.1937 das Kommando über das Artillerie-Regiment 73.
Mit Beginn des Feldzuges gegen Polen wird Baier am 01.09.1939 in die
Führer-Reserve versetzt und am 06.09.1939 mit dem Posten des Chefs des Stabes
beim Militärbefehlshaber in Posen beauftragt. Nach Ende der Kampfhandlungen in
Polen wird Baier am 26.10.1939 Chef des Stabes beim XXI. Armee-Ersatz-Korps,
bzw. am 05.02.1940 beim XXXIX. Armee-Korps. Mit diesem nimmt er an den
folgenden Kämpfen im Westen teil und kommt am 29.09.1940 in gleicher
Dienststellung zum XXI. Armee-Ersatz-Korps. Dort bleibt er auch nach Beginn
des Ostfeldzuges.
Erst ab dem 01.02.1942 nimmt er als Kommandeur der 102. Infanterie-Division an
den Kämpfen im Raum Rshew teil. Am 01.05.1942 dabei erneut in die
Führer-Reserve versetzt, wird er am 01.08.1942 zum Kommandeur der 342.
Infanterie-Division ernannt, die ebenfalls im Raum Rshew im Einsatz steht. Es
schließen sich dann Kämpfe im Raum Spass-demensk und Mogilew an, bis Baier am
05.11.1943 in die Reserve versetzt und dort vom 10.01. bis zum 15.02.1944
zugleich mit der stellvertretenden Führung der 230. Infanterie-Division in
Alta/Norwegen beauftragt wird.
Es folgte dann ab dem 20.02.1944 das Kommando über die 297.
Infanterie-Division, mit der Baier Einsätze in Albanien im Raum Tirana und
später im Raum Sarajevo teilnahm.
Vom 11.10. bis zum 26.10.1944 mit der stellvertretenden Führung des XXI.
Gebirgs-Korps beauftragt, kehrt er anschließend zur 297. Infanterie-Division
zurück und nimmt dort am Rückzug durch Kroatien über Brod, Agram nach Cilli
teil, wo er am 08.05.1945 in amerikanische Gefangenschaft gerät.
Aus dieser im Jahre 1947 entlassen, verstarb Baier am 17.01.1953 in Weinheim.