Martin Baltzer wurde am 04.10.1889 in Strehla geboren
und trat am 01.04.1910 als Einjährig-Freiwilliger der Armee bei. Bis zum
15.07.1910 versah er seinen Dienst beim Infanterie-Regiment 107 und wechselte
dann zum Infanterie-Regiment 179.
Am 01.10.1913 kommt Baltzer in das 7. Telegraphen-Bataillon und wird mit
Beginn des 1. Weltkrieges am 02.08.1914 zum Zugführer und später zum
Kompanie-Chef beim 3. Heeres-Fernsprech-Bataillons ernannt. Zwischen dem
25.11. bis zum 03.12.1915 versieht er zugleich seinen Dienst beim 7.
Fernsprech-Bataillon.
Am 03.12.1915 übernimmt er die Führung des 247. Fernsprech-Depot-Zuges und
wechselt am 10.10.1917 in den Stab des Divisions-Nachrichtenkommandeurs der
208. Infanterie-Division. Ein knappes Jahr später kommt er am 07.12.1918 in
die Nachrichten-Ersatz-Abteilung 12, bzw. am 18.12.1918 in den Stab der
Korps-Nachrichten-Abteilung 12.
Am 01.09.1919 ist er im Stab der Brigade-Nachrichten-Abteilung 12 eingesetzt
und kommt schließlich am 01.02.1920 in die Nachrichten-Abteilung 19.
Baltzer übernimmt ab dem 01.01.1921 den Posten eines Zugführers und später den
eines Kompanie-Chefs in der Nachrichten-Abteilung 4. Für kurze Zeit kommt er
vom 01.02. bis zum 01.10.1923 als Kompaniechef zur Nachrichten-Abteilung 6, um
dann als Kompaniechef zur Nachrichten-Abteilung 4 zurückzukehren.
Bei der Reichswehr wird Baltzer am 01.02.1926 zum Nachrichten-Inspekteur an
der Artillerieschule ernannt und kommt am 01.02.1930 in den Stab der 3.
Kavallerie-Division. Von dort wechselt er am 01.04.1934 zur
Heeres-Nachrichtenschule und wird ab dem 01.10.1934 mit dem Kommando des
Nachrichten-Abteilung "Königsbrück" beauftragt. Diese wird am
15.10.1935 in Nachrichten-Abteilung 14, der
14. Infanterie-Division, ernannt. Nach erneuter Versetzung an die
Heeres-Nachrichtenschule vom 01.04.1937 bis zum 10.11.1938, übernimmt Baltzer
das Kommando über die Nachrichtentruppe XII.
Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung wird er am 26.08.1939 zum
Nachrichtenführer der 1. Armee ernannt, mit der bis zu seiner Versetzung am
01.09.1943 im Westen im Einsatz steht. Baltzer kommt dann als
Nachrichtenführer zum AOK "Norwegen" und ab dem 15.04.1944 in die
Führer-Reserve.
Am 07.08.1944 findet er beim Militärbefehlshaber "Frankreich" eine neue
Verwendung und kommt am 15.09.1944 in den Sonderstab I des OKH. Dieser Stab
war für Auffang- und Sperrmaßnahmen an der Westfront zuständig. Anfang Januar
1945 wird er erneut in die Führer-Reserve versetzt und am 14.01.1945 zum
Kommandeur der Division 172 ernannt. Als solcher gerät er am 08.05.1945 in
Gefangenschaft, aus der er im Juli 1947 entlassen wird.
Martin Baltzer verstarb am 13.08.1955 in Wiesbaden.