Rudolf Johannes Bamler wurde am 06.05.1896 in Osterburg
geboren und trat am 12.03.19014 der Armee bei, wo er dem
Feldartillerie-Regiment 59 unterstellt wurde. Mit Beginn des 1. Weltkrieges
findet er als Batterieoffizier in seinem Regiment eine Verwendung und wird am
08.10.1916 als Beobachtungsoffizier bei der II. Abteilung eingesetzt, wo er ab
dem 10.11.1916 den Posten des Adjutanten übernimmt.
Am 20.10.1918 wechselt er als Ordonnanzoffizier in den Stab des Regiments, wo
er vom 30.07.1918 bis zum 07.04.1919 den Posten des Regimentsadjutanten
übernimmt.
Mit Kriegsende findet er ab dem 07.04.1919 als Bataillons-Adjutant beim
mob. Freiwilligen-Garde-Artillerie-Regiment eine Verwendung und wechselt am
01.08.1919 als Regimentsadjutant zum Reichswehr-Artillerie-Regiment 15.
Vom 01.01.1921 bis zum 01.06.1928 ist Bamler Regimentsadjutant und
Batterieoffizier beim Artillerie-Regiment 3 in Frankfurt/Oder und besucht vom
01.10.1923 bis zum 30.09.1925 zugleich eine Führergehilfen-Ausbildung beim
Wehrkreiskommando III, erhält vom 25.01. bis zum 27.02.1916 weiterhin eine
Ausbildung für das Transportwesen und wird vom 01.10.1927 bis zum 01.06.1928
zugleich zum Dienst in das Reichswehrministerium kommandiert.
Am 01.06.1928 erfolgte die Versetzung in das Reiter-Regiment 5, bzw. am
10.08.1928 in die Kraftfahrzeug-Abteilung 2. Anschließend am 02.09.1928 wieder
in das Reiter-Regiment 5 versetzt, erfolgt mit dem 01.10.1929 die Versetzung
in das Reichswehrministerium, bzw. ab dem 01.10.1932 der Dienst im
Artillerie-Regiment 1, wo er am 01.11.1932 den Posten eines Batteriechefs
übernimmt. Diesen behält er auch im Zuge der Umbenennung des Regiments in
Artillerie-Regiment "Königsberg", bis er am 01.12.1934 in das
Reichswehrministerium versetzt wird. Während seiner dortigen Tätigkeit wird
das Ministerium zunächst in Reichskriegsministerien und schließlich in
Oberkommando des Heeres umbenannt.
Bamler übernimmt dort ab dem 24.05.1938 den Posten des Chefs der
Abwehr-Abteilung III - Gegenspionage und am 01.03.1939 den des Kommandeurs des
Artillerie-Regiments 74. Im Zuge der Allgemeinen Mobilmachung wird Bamler am
26.08.1939 zum Chef des Stabes des stellvertretenden VII. Armee-Korps ernannt
und wird dann am 12.09.1939 zum Chef des Generalstabes beim
Militärbefehlshaber "Danzig-Westpreußen" ernannt.
Ab dem 26.10.1939 Chef des Stabes des stellvertretenden XX. Armee-Korps, bzw.
ab dem 25.11.1940 des XXXXVII. Armee-Korps, folgen nun Einsätze an der
Ostfront, sowie am 15.05.1942 die Ernennung zum Chef des Stabes beim AOK "Norwegen".
Nach der Versetzung in die Führer-Reserve am 30.04.1944, übernimmt Bamler am
01.06.1944 das Kommando über die
12. Infanterie-Division, wobei er als Divisionskommandeur am 28.06.1944
im Raum Mogilew in sowjetische Gefangenschaft gerät. Bamler trat dort dem
Nationalkomitee "Freies Deutschland" bei und besucht von 1946 bis 1947 die
Antifa-Schule, kommt in das Lager Nr. 27, sowie in die Spezial-Objekte Nr. 5
und 25/B. Am 21.04.1950 wird er in das Repatriierungs-Lager Nr. 69 verlegt und
so in die DDR entlassen, wo er noch im Jahre 1950 das Kommando über die
Artillerieschule Eggesin übernimmt. Ein Jahr später trat er der Kasernierten
Volkspolizei der DDR bei und übernimmt von 1951 bis zum 01.10.1952 den Posten
des Chefinspekteurs und Leiters der Volkpolizei-Schule in Glöwen, wobei er
zugleich einen Lehrgang in der Sowjetunion besucht. Anschließend ist er Leiter
der Schule für technische Offiziere der Kasernierten Volkspolizei der DDR und
Standortältester in Erfurt.
Im Jahre 1959 wechselte er zum Dienst in das Ministerium für Staatssicherheit,
wo er schließlich am 31.12.1963 verabschiedet wird.
Rudolf Bamler verstarb am 13.03.1972 in Groß-Glienicke.