Erwin Hans Barends wurde am 03.06.1880 in Hamburg
geboren und trat am 22.04.1902 der Armee bei, wo er bis zum 11.02.1904 dem
Infanterie-Regiment 113 angehörte.
Am 11.02.1904 wird er zum Adjutanten des I. Bataillons im Infanterie-Regiment
114 ernannt und versieht dann ab dem 01.10.1911 seinen Dienst bei der
Inspektion für das Luft- und Kraftfahrzeugwesen.
Barends erhält anschließend vom 01.10.1912 bis zum 02.08.1914 eine
Pilotenausbildung und wird als Pilot zur Flieger-Abteilung 4 versetzt.
Mit Kriegsbeginn übernimmt er die Führung einer Flieger-Abteilung und ist
Flieger-Gruppenkommandeur bis Kriegsende. Daraufhin am 01.10.1919 in den Stab
des Wehrkreiskommandos II versetzt, übernimmt er am 01.10.1920 den Posten
eines Kompaniechefs beim Infanterie-Regiment 6 und wird am 01.10.1923 in das
Reiter-Regiment 14 versetzt.
Am 01.02.1926 erhält Barends das Kommando über das II. Bataillon des
Infanterie-Regiments 4, bis er am 01.11.1929 in den Stab des Regiments
wechselt. Dort wird er am 28.02.1932 verabschiedet, um aber mit dem 01.10.1933
wieder reaktiviert zu werden. Dabei versieht er bis zum 01.10.1936 seinen
Dienst bei der Wehrersatzinspektion in Schwerin und übernimmt dann den Posten
des Kommandeurs des Wehrkreiskommandos in Neustrelitz.
Mit der Allgemeinen Mobilmachung wird er ab dem 26.08.1939 mit dem Kommando
über das Infanterie-Regiment 632, der 557. Infanterie-Division, betraut.
Im Zuge der Auflösung der Division kehrt Barends am 15.08.1940 als Kommandeur
des Wehrkreiskommando wieder nach Neustrelitz zurück, um am 15.11.1940 das
Kommando über das Infanterie-Regiment 570, der 302. Infanterie-Division, zu
übernehmen. Als Regimentskommandeur am 31.10.1942 verabschiedet, gerät er
schließlich am 28.04.1945 in Neustrelitz in sowjetische Gefangenschaft. Dort
kommt er in die Lager Nr. 27, 48, 185, 27 und in das Spezial-Hospital Nr. 3840
in der Butyrka in Moskau.
Am 27.06.1950 wird er zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, verstirbt aber am
29.03.1952 im Kriegsgefangenenlager in Woikowo bei Owanowo, durch einen
Bluterguss infolge einer Arteriosklerose. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof
in Tschernzy Reihe 1, Grab 12.