Paul Gustav Richard
Michael von Bartenwerffer wurde am 10.06.1872 in Nancy geboren, besuchte die
Gymnasien in Metz, Königsberg und Oldenburg und trat im Jahre 1890 als
Fahnenjunker der Armee bei. Er wurde dort dem Oldenb. Infanterie-Regiment 91
zugeteilt, besuchte vom 01.10.1900 bis Juli 1903 zugleich die Kriegsakademie,
und versah vom 01.04.1904 bis zum 20.03.1906 seinen Dienst, ebenfalls
zugleich, beim Großen Generalstab. Dabei hatte er zuvor von 1895 bis
1898 den Posten des Regimentsadjutanten übernommen.
Dorthin wechselte er dann mit dem 20.03.1906 und kommt dann am 18.10.1907 in
den Generalstab des V. Armee-Korps. Anschließend mit dem Posten eines
Kompaniechefs beim Leibgarde-Regiment 115 in Darmstadt betraut, wird von
Bartenwerffer am 13.09.1911 als Ia in den Stab der 3. Division nach Stettin
versetzt.
Daraufhin ab dem 01.10.1913 wieder beim Großen Generalstab, wechselt er mit
Beginn des 1. Weltkrieges, am 02.08.1914, in den Generalstrab des Feldheeres.
Am 07.12.1916 ist er Chef des Generalstabes beim Generalkommando zbV. 55, der
späteren Armeegruppe Bernhardi und ab dem 18.12.1918 Leiter der
Zentralalbteilung des Großen Generalstabs im Preußischen Kriegsministerium bis
zu dessen Auflösung. Als solcher wird er dann am 22.11.1919 aus dem Dienst
verabschiedet.
Von Bartenwerffer verzog nach Thale im Harz, wo er für eine große Publikation
mit dem Thema "Der deutsche Landkrieg" schrieb. Im Jahre 1925
kandidiert er für die Deutschnationale Volkspartei (DNVP)
für den Kreistag, ist dort dann bis
1929 Kreistagsabgeordneter und Kreisausschußmitglied im Kreis Quedlinburg. Ab
1929 Kreistagsabgeordneter und Kreisdeputierter im Kreis Quedlinburg, ist er
weiterhin Stadtverordneter von Thale und trat dann als Vorstandsmitglied
seiner Partei im April 1930 die Nachfolge von Dr. Schiele im Reichstag der 4.
Wahlperiode an. In der 7. und 8. Wahlperiode wird von Bartenwerffer dann für
den Wahlkreis 10 (Magdeburg) in den Reichstag gewählt. Er übernimmt nur eine
schwache Rolle und taucht in den Aufzeichnungen des Reichstages nur im Bezug
auf die Genehmigung zum Bau des Panzerkreuzers B im Jahre 1930 namentlich auf.
Sein Werdegang ab der Machtübernahme der NSDAP ist bisher unbekannt. Erst im
Jahre 1940 wird er quasi reaktiviert und als Stellvertretender Kommandeur im
Militär-Verwaltungsbezirk "A" in Nordwestfrankreich eingesetzt. Dies
umfässt den Raum Laon-Orleans-Rouen, sowie die Kanalinseln.
Ab dem 17.07.1941 dann Feld-Komamndeur 758 in St. Cloud, wird von
Bartenwerffer am 01.09.1942 in die Führer-Reserve versetzt und schließlich am
31.10.1942 verabschiedet.
Gustav von Bartenwerffer verstarb am 08.01.1947 in Berlin-Lichterfelde.