Ernst von Bauer wurde am 20.06.1896 in
Wuppertal-Elberfeldt geboren und trat am 20.08.1914 als Kriegsfreiwilliger
der Armee bei, wobei er zunächst dem Infanterie-Regiment 94 angehörte.
Am 09.10.1914 endete mglw. seine Ausbildung und damit die Versetzung an die
Front in das Infanterie-Regiment 12. Dort wird er am 20.11.1914 verwundet
und bis zum 12.05.1915 in einem Lazarett behandelt. Wieder genesen kehrt er
am 12.05.1915 in das Infanterie-Regiment 68 an die Front zurück. Von dort
besucht er vom 02.07. bis zum 28.08.1915 zugleich einen
Offiziers-Anwärter-Lehrgang in Döberitz und wird am 30.12.1915 in das II.
Bataillon seines Regiments versetzt. Dabei übernimmt er ab dem 09.10.1916
zugleich den Posten des Ordonnanz-Offiziers im Stab der Infanterie-Brigade
30 und ist weiterhin ab dem 24.10.1916 zugleich stellvertretender Adjutant
im Stab des I. Bataillons. Ab dem 31.12.1916 wird er dann auch offiziell zum
Adjutanten des I. Bataillons ernannt und übernimmt vom 13.07. bis zum
20.08.1918 zugleich den Posten des stellvertretenden Ordonnanz-Offiziers im
Stab des Infanterie-Regiments 68.
Am 01.09.1918 wird er verwundet und gerät so in englische
Kriegsgefangenschaft, wobei er vom 17.08. bis zum 22.08.1919 in Holland
interniert wird, sowie anschließend Lazarette in Hamburg und Leipzig
besucht.
Wiederhergestellt ist er ab dem 08.01.1920 Kompaniechef beim Abwicklungsamt
des Infanterie-Regiments 68 und mit dem 01.03.1920 Kompanieoffizier beim
Reichswehr-Infanterie-Regiment 110. Von dort wechselt er am 08.05.1920 in
gleicher Dienststellung in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 20. Dabei
versicht er vom 26.05. bis zum 05.08.1920 zugleich seinen Dienst beim
Lehr-Infanterie-Regiment 2 in Döberitz.
Ab dem 05.08.1920 Kompanieoffizier beim Infanterie-Regiment 19, ab dem
01.10.1920 beim Infanterie-Regiment 20 und ab dem 01.01.1921 beim
Infanterie-Regiment 17, übernimmt er vom 08.06.1921 bis zum 09.07.1921
zugleich den Posten des stellvertretenden Adjutanten beim Lehr-Bataillon des
Infanterie-Regiments 17, besucht vom 15.07. bis zum 15.12.1921 die
Militäranstalt, ist vom 15.01. bis zum 01.04.1922 weiterhin
stellvertretender Adjutant beim Lehr-Bataillon des Infanterie-Regiments 17
und besucht schließlich vom 21.09.1922 bis zum 08.08.1923 einen Lehrgang an
der Infanterieschule.
Ab dem 01.10.1924 ist er Adjutant beim III. Bataillon des
Infanterie-Regiments 17 und übernimmt ab dem 01.01.1931 den Posten eines
Kompaniechefs innerhalb des Regiments.
Im Zuge der Umbenennungen der Infanterie-Regimenter, wechselt von Bauer am
01.10.1934 als Kompaniechef in das Infanterie-Regiment Münster, welches
wiederum am 15.10.1935 in das Infanterie-Regiment 39 umbenannt wurde.
Vom 06.10.1936 bis zum 20.03.1940 Adjutant der 2. Division, der späteren 2.
Infanterie-Division (mot.), übernimmt er bis zum 01.04.1940 eine bisher
unbekannte Dienststellung, um dann ab dem 01.04.1940 in die Führer-Reserve
versetzt zu werden.
Am 26.07.1940 trat er dann die weitere Dienstverwendung als Adjutant beim
Generalkommando des II. Armee-Korps an und wird am 15.05.1943 erneut in die
Führer-Reserve versetzt, um ab dem 25.09.1943 als Kommandeur der
Heeres-Unteroffizierschule der Panzertruppe in Arnswalde eine neue
Verwendung zu finden. Vom 20.03. bis zum 28.04.1944 erneut in der
Führer-Reserve, erhält von Bauer zwischen dem 05.04. und dem 28.04.1944 eine
Einweisung zum Feldkommandanten beim Militärbefehlshaber "Frankreich"
und ist dann bis zum 07.09.1944 Kampfkommandant von Montpellier.
Am 07.09.1944 wird er mit der Führung der 716. Infanterie-Division
beauftragt, um dann ab dem 01.10.1944 das Kommando über die 189.
Infanterie-Division zu übernehmen. Anschließend ist er vom 05.02. bis zum
09.05.1945 General für Sonderaufgaben beim Wehrkreiskommando II und dann
nach Kriegsende Kommandeur der 402. Infanterie-Division, sowie zugleich bis
zum 25.09.1945 im Stab der Heeresgruppe Müller, im Bereich der britischen
Besatzungszone, tätig, wo Ernst von Bauer am 25.09.1945 in Kembs verstarb.
In der Stellenbesetzung des Deutsches Heeres vom 03.01.1939 wird mit dem
Namen Ernst vom Bauer genannt.