Generalleutnant Sebastian Fichtner


Sebastian Fichtner wurde am 17.06.1894 in
Pflugdorf geboren und trat, nach dem Abitur am Luitpold-Gymnasium in München,
am 15.07.1913 der Königlich-Bayerischen Armee bei, wo er bis zum 07.08.1914
seinen Dienst zunächst beim 1. Bayerischen Pionier-Bataillon versah.
Mit Abschluss seiner dortigen Ausbildung kommt er zur 1. Feld-Pionier-Kompanie
zum Kampfeinsatz, wo er am 20.10.1914 zum Leutnant befördert wird.
Seine Versetzung zur Ersatz-Abteilung des 2. Bayerischen Pionier-Bataillons
erfolgte am 03.09.1916, von wo aus er am 10.10.1916 als Adjutant des
Stabsoffiziers der Pioniere I, versetzt wird. In dieser Dienststellung, wird
er am 06.04.1918 zum Oberleutnant befördert.
Nach einer kurzen Dienststellung beim Ersatz-Bataillon des I.
Bayerischen-Pionier-Bataillons, vom 17.08.1918 bis zum 31.08.1918, wird er
Chef der 7. Bayerischen Pionier-Kompanie, die er am 02.01.1919 abgibt um als
Hilfsoffizier zur Bayerischen Inspektion für das Militär-Kraftfahrwesen
versetzt zu werden. Ab dem 22.04.1919 ist er zugleich Führer einer gemischten
Kampfgruppe beim Freikorps "Landsberg".
Am 26.05.1919 wird er zum Adjutanten der 21. Brigade-Kraftfahrzeug-Abteilung
ernannt und besucht vom 18.07.1919 bis zum 18.10.1919 zugleich die
Offiziersschule in München.
Am 01.10.1920 wird er zum Dienst zur Kraftfahrzeug-Abteilung 7 versetzt, wo er
ab dem 05.12.1924 im Stab der Abteilung tätig ist.
Unter gleichzeitiger Beförderung zum Hauptmann kommt er am 01.05.1926
zum 7. Bayerischen Sanitäts-Bataillon und wird am 01.04.1928 Stabsoffizier der
Kraftfahrzeug-Truppen im Stab der 7. Division.
Hier wird er am 01.04.1930 Kompaniechef bei der Kraftfahrzeug-Abteilung 7 und
wird am 01.10.1933 in das Reichswehrministerium versetzt. Vom 01.08.1934,
unter gleichzeitiger Beförderung zum Major, bis zum 01.10.1937 versieht er
hier seinen Dienst bei der Inspektion der Kraftfahrzeug-Truppen und erhält
am 01.01.1937 die Beförderung zum Oberstleutnant. Danach arbeitet er vom
01.10.1937 bis zum 12.10.1937 kurzzeitig im Heereswaffenamt um daraufhin den
Posten des Abteilungschefs der Panzer- und Material-Abteilung beim
Heereswaffenamt zu übernehmen. Während dieser Tätigkeit erfolgte am 01.01.1940
die Beförderung zum Obersten und am 01.08.1942 die Beförderung zum
Generalmajor.
Nach der Versetzung in die Führerreserve am 15.09.1942 und der Besuch der
Panzertruppenschule, kommt er am 28.11.1942 in den Stab der 8. Panzerdivision,
bis er am 17.01.1943 mit deren Führung beauftragt wird. Das Kommando über die
Division, zu dieser Zeit im Norden der Ostfront eingesetzt, erhält er am
05.03.1943 und löste damit den bisherigen Kommandeur General der Panzertruppen
Erich Brandenberger ab. Die Beförderung zum Generalleutnant erhält er am
08.09.1943.
Laut Reichsminister Speer ermittelte die Gestapo wegen Fichtners angeblicher "Sowjetfreundlichkeit"
gegen ihn, aufgrund eines Besuches der Sowjetunion im Jahre 1932, wo er
nachweislich jedoch nie gewesen war. Die Ermittlungen wurden jedoch nicht
weitergeführt, da in "strafrechtlicher, politischer und abwehrpolizeilicher"
Hinsicht nichts Nachteiliges über ihn bekannt war.
Am 05.11.1943 erfolgte die Versetzung in die Führerreserve des OKH und vom
01.04.1944 bis zum 25.07.1944 der Posten des Rüstungsinspekteurs XIII in
Nürnberg.
Wegen angeblicher Verbindungen zum Kreis der Hitler-Attentäter wird er am
25.07.1944 verhaftet und kommt bis zum 08.09.1944 in Gestapo-Haft, in der
Prinz-Albrecht-Strasse in Berlin. Nach der Entlassung wird er zunächst erneut
in die Führer-Reserve des OKH versetzt und versieht vom 10.02.1945 bis zum
08.05.1945 seinen Dienst bei der Wehrersatz-Inspektion in Hamburg, wo er in
Kriegsgefangenschaft gerät, aus der er 1947 wieder entlassen wird.
Sebastian Fichtner starb am 07.03.1950 in München.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Danke Jens