Generalleutnant Adolf Hamann




Adolf Hamann wurde am 3.
September 1885 in Groß-Laasch bei Ludwigslust in Mecklenburg geboren.
Am 16. Juli 1901 trat er in das Grenadier-Regiment Nr. 89 in Schwerin ein und
wurde hier am 27. Januar 1904 Gefreiter und am 27. Januar 1905 Unteroffizier,
wobei er die Dienststellung eines Kammer-Unteroffiziers erhielt. Am 3. März
1908 erhielt er seine Beförderung zum Sergeant und am 1. Oktober 1911 zum
Feldwebel.
Etwa zwei Jahre nach Ausbruch des 1. Weltkriegs wurde er am 7. August 1916
Offiziers-Stellvertreter und übernahm einen Zug im Grenadier-Regiment Nr. 89.
Er erhält das EK II und EK I von 1914.
Mit dem 16. Februar 1919 wurde er in das Freiwilligen-Grenadier-Regiment 89
übernommen und am 7. August 1919 zum Leutnant befördert und zum IR 17 der
Reichswehr versetzt. Hier war er in einigen Dienststellungen eingesetzt, unter
anderem als Adjutant des Regiments.
Am 1. Oktober 1920 wird er Kompanieoffizier im späteren IR 6 und erhält
bereits am 15. Januar 1921 seine Beförderung zum Oberleutnant. Mit dem 1.
April 1923 wird er zum Hauptmann befördert und zum Kompaniechef ernannt.
Nachdem er am 1. Juli 1933 zum Major befördert wurde, wird er ab dem 15.
November 1933 in Stabsstellen eingesetzt und kommt wiederum in der Zeit vom
17. März bis 1. Juli 1934 in den Stab des II./IR 6 zurück. Anschließend ist er
bis 1. Oktober 1934 Kommandeur des Infanterie-Bataillons Flensburg, dann bis
15. Oktober 1935 Kommandeur des III./IR Neumünster und bis zum 1. Februar 1937
Kommandeur des III./IR 46, wo er am 1. März 1936 zum Oberstleutnant befördert
wird.
An seine Kommandeurstätigkeit schließt sich bis zum 3. Januar 1939 eine
Stellung als Kommandant des Truppenübungsplatzes Stablak in Ostpreußen an, bei
der er am 1. August 1938 seine Beförderung zum Oberst erhält. Danach ist er
bis zum 1. September 1939 Kommandant des neuer errichteten Tiborlagers
südwestlich von Schwiebus, in dem das spätere Pionierbataillon und die
Artillerieabteilung 101 (mot.) stationiert sind, welche bei Kriegsausbruch zum
Verband der
50. ID stoßen.
Von Kriegsbeginn bis zum 8. Januar 1940 ist er Kommandant eines
Grenzabschnittes in Polen und dann bis zum 25. Juli 1941 Kommandeur eines
Ersatztruppenteils der Infanterie und wird anschließend bis zum 4. August in
die Führerreserve versetzt. Hiernach ist er bis zum 14. Januar 1942 Kommandeur
des IR 327 der 239. ID, welches jedoch ab dem Jahresende 1941 aufgelöst wird.
Er wird abermals in die Führerreserve versetzt und am 1. April 1942 Kommandeur
des neu aufgestellten IR 666 der 370. ID, welche in Reims aufgestellt wird.
Bereits am 14. Mai verlässt er das Regiment wieder und kommt wiederum in die
Führerreserve, in der er am 1. Juni 1942 zum Generalmajor ernannt wird und
Ortskommandant von Orel wird. Ab dem 4. August 1943 ist er Kommandant von
Brjansk und nach dessen Verlust Kommandant von Bobruisk.
Am 28. Juni 1944 gerät er in sowjetische Kriegsgefangenschaft und erhält hier
am 20. August 1944 die Beförderung zum Generalleutnant, welche jedoch schon am
1. Juni 1944 ausgesprochen wurde.
Am 30. Dezember 1945 wird er von einem Sowjetischen Tribunal in Brjansk
aufgrund von Menschenrechtsverletzungen im Gebiet im Brjansk zum Tode durch
Erhängen verurteilt. Das Urteil wurde noch am gleichen Tage vollstreckt und
der Leichnam auf dem Kriegsgefangenenfriedhof von Brjansk bestattet.
Adolf Hamann erhielt unter anderem die Spangen zum EK II und EK I von 1914.
