Generalleutnant
Gerlach Hemmerich







Gerlach George Emil Hemmerich wurde am 04.02.1879
in Isenhagen geboren und trat a, 26.02.1897 als Fahnenjunker der Kaiserlichen
Armee bei. Dort absolvierte er seine Grundausbildung und den weiterführenden
Dienst zunächst beim Infanterie-Regiment 79.
Nachdem er am 01.01.1899 zum Leutnant befördert wurde übernahm er in seinem
Regiment am 01.10.1902 den Posten des Adjutanten des III. Bataillons. Hier
übernimmt er am 02.08.1904 zugleich den Posten des Gerichtsoffiziers des
Bataillons.
Als Adjutant und Gerichtsoffizier erhält er am 10.10.1906 die Versetzung zum
Kreiskommando nach Göttingen, wo man ihn am 27.01.1909 zum Oberleutnant
befördert. In der Zeit vom 01.10.1908 bis zum 21.07.1911 besucht er zugleich
die Kriegsakademie und dient in der Zeit vom 22.07.1911 bis zum 20.09.1911
zeitgleich beim Eisenbahn-Regiment 1.
Am 01.04.1912 wird er in den Großen Generalstab versetzt und am 01.10.1913 zum
Hauptmann befördert.
Mit Kriegsbeginn findet er ab dem 02.08.1914 einen Posten im Generalstab des
V. Reserve-Korps.
Im Laufe des Krieges erhält er am 23.03.1915 die Versetzung als Ia in den Stab
der 119. Infanterie-Division und am 03.10.1917 die Versetzung, unter
Beibehaltung seiner bisherigen Dienststellung, zum Generalkommando z.b.V. 59.
Ab dem 01.04.1918 Ia im Generalstab des 1. Reserve-Korps, wird er hier am
22.05.1918 zum Major befördert und steht mit Kriegsende zur Verfügung beim
Generalkommando des III. Armee-Korps.
In der Folgezeit kommt er am 25.02.1919 in den Generalstab des XXI.
Armee-Korps und arbeitet vom 10.10.1919 bis zum 25.08.1920 im
Reichswehrministerium, wo er zunächst verabschiedet wurde.
Im Zivilleben übernimmt er von 1920 bis 1936 den Posten des Personaldirektors
zunächst bei der Disconto-Gesellschaft und später bei der Deutschen Bank. Aus
Protest über die Entlassung seiner jüdischen Kollegen und Mitarbeiter gibt er
diesen Posten 1936 auf.
Am 01.10.1936 reaktiviert wird er unter gleichzeitiger Beförderung zum
Oberstleutnant Leiter der Abteilung Kriegskarten- und Vermessungswesen im
Generalstab des Heeres. In der Zeit seiner dortigen Tätigkeit wird er am
01.08.1937 zum Obersten und am 01.12.1939 zum Generalmajor befördert.
Am 01.10.1939 erfolgte die Ernennung zum Chef des Kriegskarten- und
Vermessungswesen im OKH, wo am 01.12.1941 die Beförderung zum Generalleutnant
erfolgte. In seiner Eigenschaft als Chef dieser Abteilung im OKH erhält er am
01.02.1945 das Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes.
Kurz vor Kriegsende wird Hemmerich am 05.04.1945 in die Führerreserve versetzt
und gerät am 15.09.1945 in Kriegsgefangenschaft, aus der er am 04.07.1947
entlassen wird.
Gerlach Hemmerich verstarb am 31.12.1969 in Berlin.