Rene de l`Homme de Courbiere wurde am 24.01.1887 in
Sanskow geboren und trat als Fahnenjunker am 14.04.1904 der Kaiserlichen Armee
bei. Fortan bleibt er bis zum 10.12.1915 Soldat im Grenadier-Regiment 9. Dort
wurde er am 18.06.1905 zum Leutnant, am 15.06.1914 zum Oberleutnant und am
16.06.1915 zum Hauptmann befördert. Kurz vor dem Krieg hatte er vom 01.01.1913
bis zum 31.03.1913 einen MG-Ausbildungs-Lehrgang besucht.
Am 10.12.1915 wird er Kompaniechef bei der Infanterie-Ersatz-Truppe in
Warschau und wechselt daraufhin am 27.03.1916 als Kompaniechef zu den
MG-Ausbildungslehrgängen nach Döberitz. Von dort wird er am 24.10.1916 in den
Stab des Grenadier-Regiments 9 versetzt, wo er ab dem 31.07.1917 Stabsoffizier
wird.
Nach der Unterzeichnung des Waffenstillstands erhält de Courbiere am
14.01.1919 den Posten eines Kompaniechefs im Regiment und kommt am 01.10.1919
in das Reichswehr-Infanterie-Regiment 3.
Vom 01.10.1920 bis zum 01.06.1926 ist er Kompaniechef im Infanterie-Regiment
4, wo er bis zum 01.04.1927 seinen Dienst im Stab des I. Bataillons versieht.
Nach der Versetzung in den Stab der 2. Division, kommt der Hauptmann in den
Stab des Lehr-Bataillons des Infanterie-Regiments 4 und wird hier am
01.04.1928 zum Major befördert. Er wird dann als Kompaniechef ins
Infanterie-Regiment 4 versetzt, wechselt dann in den Regimentsstab und kommt
am 01.03.1929 erneut in den Stab der Division. Während seiner dortigen
Tätigkeit besucht er vom 28.05.1919 bis zum 21.06.1929 einen Lehrgang für
Infanteriewaffen.
Am 04.03.1932 wird er Kommandeur des Lehr-Bataillons des Infanterie-Regiments
5 und am 01.02.1933 zum Oberstleutnant befördert.
Vom 01.10.1934 bis zum 15.10.1935 versieht er seinen Dienst im Stab des
Artillerieführers I und erhält dort am 01.03.1935 die Beförderung zum
Obersten.
Nach einer weiteren Tätigkeit, diesmal im Stab der 1. Division, wird er am
06.10.1936 Kommandeur des Infanterie-Regiments 96 und hier am 01.04.1938 zum
Generalmajor befördert.
Am 10.11.1938 kommt de Courbiere als Kommandeur ins Landwehr-Kommando Glogau
und übernimmt dann am 26.08.1939 das Kommando über die 213.
Infanteriedivision, während der Zeit seines Kommando wird er am 01.06.1940 zum
Generalleutnant befördert. Teile dieser Division werden am 15.03.1941 zum
Aufbau der
213. Sicherungsdivision verwendet, deren Kommando de Courbiere erhält.
Am 15.01.1943 wird er Kommandeur der 153. Feld-Ausbildungsdivision und kommt
am 08.06.1943 in die Führer-Reserve.
Am 08.09.1943 zum stellvertretenen Kommandeur der Division 432 ernannt, wird
er mit der Führung der Division beauftragt. Nach erneuter Versetzung in die
Reserve vom 15.10.1943 bis zum 01.11.1943, wird er Kommandeur der
Landesschützen-Division 410, wird aber bereits am 20.12.1943 erneut in die
Reserve versetzt.
Mit der Verordnung Nr. 1360 vom 17.02.1944 hatte de Courbiere ab dem
05.01.1944 das Kommando der 338. Infanterie-Division übernommen.
Nach der Versetzung in die Führer-Reserve am 18.09.1944, erhält er am
23.11.1944 das Deutsche Kreuz in Gold für seine bisherigen Verdienste und
Einsätze. Die Verleihung erfolgte für die Verdienste als Kommandeur der 338.
Infanterie-Division. Am 19.01.1945 wird er zum Chef des Auffangstabes des Wehrkreises VIII
und am 05.03.1945 zum Chef des Auffangstabes des AOK 4 ernannt.
Nachdem er am 29.03.1945 erkrankte befindet er sich bis Januar 1946 in einem
Lazarett und kommt dann in amerikanische Kriegsgefangenschaft, wo er am
07.05.1946 im Lager Wildeshausen verstirbt.