Alfred Jacob wurde am 01.04.1883 in München geboren und
trat am 04.08.1902 als Zweijährig Freiwilliger der Bayerischen Armee bei, wo
er bis zum 09.03.1904 beim Bayerischen Eisenbahn-Bataillon seinen Dienst
versah und vom 01.03.1903 bis zum 26.01.1904 die Kriegsschule in München
besuchte.
Ab dem 09.03.1904 wird er dem 1. Bayerischen Pionier-Bataillon zugeteilt,
kehrt aber am 28.02.1905 wieder zum Bayerischen Eisenbahn-Bataillon zurück, um
dort zugleich vom 01.10.1906 bis zum 06.07.1908 die Bayerische Artillerie- und
Ingenieurschule zu besuchen. Außerdem übernimmt er am 11.03.1912 den Posten
des Adjutanten des Bataillons und wird am 20.05.1914 in das Bayerische
Kriegsministerium versetzt.
Mit Beginn des 1. Weltkrieges wird er zum Adjutanten beim Bayerischen
Stabsoffizier der Eisenbahntruppe zbV. 1 ernannt, wird aber am 23.08.1914 in
die Eisenbahn-Abteilung beim Preußischen Generalstab versetzt.
Am 01.11.1914 übernimmt er als Chef die 4. Bayerische
Reserve-Eisenbahn-Bau-Kompanie und wird am 27.01.1915 mit dem Posten des
Adjutanten bei der Inspektion des Bayerischen Ingenieur-Korps beauftragt.
Während der Ausübung dieser Dienststellung gehörte er vom 22.07. bis zum
29.07.1915 dem Deutschen Alpen-Korps an und ist vom 09.11. bis zum 18.11.1915
Inspekteur der Brücken über die Donau in Serbien, sowie vom 31.05. bis zum
16.07.1917 Nachrichten-Kommandeur 15, nachdem er am 01.05.1917 zum Offizier
für Sonderaufgaben beim 21. Bayerischen Heeres-Fernsprech-Bataillon ernannt
wurde. Außerdem ist er vom 12.08. bis zum 15.09.1917 zugleich
stellvertretender 1. Adjutant bei der Bayerischen Inspektion des
Ingenieur-Korps. Weiterhin besucht er vom 02.01. bis zum 13.01.1918 die
Heeres-Nachrichtenschule in Namur und wird am 08.02.1918 zum
Generalstabsanwärter im Stab der 3. Bayerischen Infanterie-Division ernannt.
Mit Ende des Krieges wird er am 13.10.1918 zum Kommandeur des III. Bataillons
des 23. Bayerischen Infanterie-Regiments ernannt und ist ab dem 08.01.1919 1.
Adjutant bei der Bayerischen Inspektion des Ingenieur-Korps.
Am 18.10.1919 wird er Kompaniechef beim 21. Reichswehr-Pionier-Bataillon, bzw.
am 01.10.1920 beim 7. Pionier-Bataillon, wo er ab dem 01.07.1922 im Stab
seinen Dienst versieht.
Ab dem 01.10.1922 Referent in der Transport-Abteilung im
Reichswehr-Ministerium, kommt Jacob ab dem 01.10.1928 zum Reiter-Regiment 7
und gleichzeitig in den Stab der 7. Division.
Am 01.02.1929 zum Kommandeur des 7. Pionier-Bataillons ernannt, kommt er am
01.02.1931 in en Stab der 3. Division und wird am 01.10.1931 zum Direktor der
"Festungen und Pioniere" beim Heereswaffenamt im
Reichswehr-Ministerium, dem späteren Reichs-Kriegsministerium ernannt. Dabei
vom 07.05. bis zum 30.06.1935 zugleich Pionier-Inspekteur in Berlin, übernimmt
er am 15.10.1935 den Posten des Höheren Pionier-Offiziers 1 und ist ab dem
01.04.1936 Inspekteur der Ostbefestigungen.
Vom
24.11. bis zum 26.08.1938 Inspekteur der Pioniere, Eisenbahnpioniere und
Festungen, der Inspektion 5/Inspektion Fest, und Inspekteur der
Eisenbahnpioniere, der Inspektion 10, wird er am 26.08.1939 Inspekteur der
Festungen. Kurze Zeit später ist er ab dem 01.10.1939 bis zum 08.05.1945
General der Pioniere, ein in der gesamten Wehrmacht nur fünfmal vergebener
Rang, und Festungen im Oberkommando des Heeres. Als solcher gerät er, am
04.06.1943 mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes ausgezeichnet, am
08.05.1945 in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 26.06.1947 entlassen
wird. Jacob war unter anderem zuständig für den Ausbau des Atlantikwalls, eine
nicht gerade leichte Aufgabe und wie sich schlussendlich herausstellte auch
keine erfolgreiche.
Alfred Jacobi verstarb am 13.11.1963 in München.