Generalleutnant Karl Jank

Karl Jank wurde am
13.07.1897 in Gauting geboren und trat am 27.03.1916 dem Eratzbataillon des 1.
bayrischen Infanterieregiments bei. Am 11. Juli 1916 erfolgte die Beförderung
zum Fahnenjunker-Gefreiten, am 1. Oktober 1916 die zum
Fahnenjunker-Unteroffizier und am 28. Juli 1917 die zum Fähnrich. Zwischen dem
20. August 1916 und dem 5. März 1917 nahm er in Grafenwöhr an
Offiziersanwärterlehrgängen teil. Dann ist er seit dem 14. April 1917 bis zum
21. August 1918 Gruppen- und Zugführer in seinem Regiment und erhält am 8.
Oktober 1917 die Beförderung zum Leutnant. Von Anfang Juli bis Anfang August
1918 belegt er einen MG-Ausbildungskurs für Waffenoffiziere in Hammelburg. Am
21. August 1918 wird er verwundet und liegt dann bis zum 2. November 1918 im
Lazarett.
Anschließend ist er bis zum 1. Januar 1919 Ordonnanzoffizier bei der 16.
Infanteriebrigade und wird dann wieder zum 1. bayrischen Infanterieregiment
zurückversetzt, wo er bis zum 11. Mai 1919 verbleibt. Danach ist er bis 2.
Juni Ordonnanzoffizier im Freikorps Ruith, worauf eine Verwendung im Stab
eines Bataillons der Reichswehr folgt, die bis zum 1. Januar 1921 andauert.
Im Anschluss kommt er zur 8. Kompanie des Infanterieregiments 19 in München.
Hier wird er am 31. Juli 1925 zum Oberleutnant befördert und wird am 1.
Oktober 1927 Adjutant des II. Bataillons des Regiments, nachdem er als
Reitausbilder im 7. Transportbataillon fungiert und einen Waffenkurs in
Dresden absolviert hatte. Ab dem 1. Oktober 1932 dient er im Stab der 7.
Division in München und wird dann zur Kommandantur Berlin abgelöst. Seine
Beförderung zum Hauptmann erhält er am 1. April 1933. Ab dem 1. Mai 1933 steht
er in Berlin dem Chef des Armeekommandos zur Verfügung. Zwischen dem 15. April
1935 und dem 15. Oktober 1935 dient er im Stab des WK V, in der Abteilung T 1
des Reichswehrministeriums und wird zum Generalstab abgelöst. Ab dem 15.
Oktober 1935 gehört er dem Generalstab des V. AK an und am 15. April 1936 wird
er in den Generalstab übernommen sowie am 1. August 1936 zum Major befördert.
Ab dem 12. Oktober 1937 ist er Chef der 11. Kompanie des IR 61 in Traunstein
und ab dem 10. November 1938 Ia der Grenzkommandantur Küstrin, wo er am 1.
April 1939 zum Oberstleutnant ernannt wird. Bei der Aufstellung der
50. ID am
26. August 1939 übernimmt er hier den Posten des Ia und übt diesem bis zum 5.
November 1939 aus.
Anschließend ist er bis Februar 1940 Ia im Generalstab des Höheren Kommandos
XXXIII in Oppeln. Vom 8. Oktober 1940 bis zum 23. Januar 1943 ist er neben
seiner Chefdienststellung noch Kommandeur von Mittelnorwegen. Am 1. November
1941 wird er hier zum Oberst befördert und am 25. März 1943 in die
Führerreserve OKH versetzt. Ab dem 27. April 1943 bis zum 25. April 1944 ist
er Kommandeur des neu aufgestellten GR 577 der 305. ID. Nach der Aufstellung
in Frankreich erfolgt die Verlegung zur 10. Armee nach Italien.
Anschließend befindet er sich abermals bis zum 3. Juni 1944 in der
Führerreserve des OKH und nimmt dabei im Mai und Juni am 11.
Divisionsführerlehrgang teil. Danach ist er bis zum 8. Juli 1944 mit der
Führung der 4. Gebirgs-Division beauftragt und zwischen dem 13. Juli und dem
1. Oktober 1944 führt er die 549. Grenadier-Division. Mit dem 1. Oktober
erfolgt seine Beförderung zum Generalmajor und er wird regulärer Kommandeur
der Division, welche ab dem 9. Oktober 1944 549. Volks-Grenadier-Division
heißt.
In gleicher Dienststellung wird er am 20. April 1945 zum Generalleutnant
ernannt, kämpft sich mit der Division über Ostpreußen, Stettin bis zur Elbe
zurück und geht am 8. Mai 1945 in britische Kriegsgefangenschaft. Im März 1946
wird er in amerikanische Kriegsgefangenschaft überführt und wird aus dieser im
Januar 1948 entlassen.
Karl Jank verstarb am 24. August 1975 in München.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Danke Jens S. und Hannes