Generalmajor Heinz Kattner
Heinz Kattner wurde am 08.08.1892 in
Pleschen geboren und trat im Herbst 1913 als Fahnenjunker dem Heer bei. Am
22.01.1915 erhielt er als Soldat im Infanterie-Regiment 23 die Beförderung zum
Leutnant.
Nach Ende des 1. Weltkrieges tritt er 1920 zur Polizei über und wird am
01.10.1935 als Major wieder in die nun neue Wehrmacht übernommen.
Hier wird er am 01.07.1936 Kommandeur des II. Bataillons des
Infanterie-Regiments 7, dessen Kommando er erst am 12.02.1940 abgibt um das
Infanterie-Regiment 632 zu befehligen, welches zur 557. Infanteriedivision
gehörte.
Vom 03.05.1940 bis zum 25.07.1940 wird er in die Führerreserve versetzt und
übernimmt dann das Kommando über das Infanterie-Regiment 161, der 81.
Infanteriedivision, mit dem er im Osten an der Nordfront im Raum Wolchow und
Staraja Russa kämpft. Von hier erfolgte am 04.05.1942 die Versetzung zurück
zur Führerreserve.
Am 18.03.1943 wird er Kommandeur des Grenadier-Regiments 728, der 708.
Infanteriedivision in Frankreich.
Am 15.09.1943 kommt er erneut in die Führerreserve.
Ganze 2 Tage später wird er zum Kommandanten von Toulon ernannt, dessen
Kommando er am 20.05.1944 für die Versetzung in die Führerreserve wieder
abgibt.
Im Herbst 1944 wird er kurzzeitig Kommandant von Sarajewo und dann Chef der
Feldkommandantur 538.
Am 04.01.1945 kommt er erneut in die Führerreserve und wird am 20.01.1945 Chef
der Feldkommandantur 1034.
Mit Kriegsende geriet er in britische Kriegsgefangenschaft, von wo aus er am
04.06.1945 an die jugoslawische Armee ausgeliefert wurde, mit der Zusage ihn
und 3 weitere Generale (General der Infanterie Werner von Erdmannsdorff,
General der Panzertruppe Gustav Fehn und Generalleutnant Friedrich Stephan)
am 05.06.1945 zurückzugeben. Bis dahin wurden sie im Gefängnis in Laibach
inhaftiert. Ab hier fehlten jahrelang jegliche Spuren der Generale, bis man
Jahrzehnte später die Wahrheit erfuhr. Die vier Generale wurden von einer
betrunkenen Partisanengruppe kurzerhand an die Wand gestellt, beraubt und
erschossen. Ihr Grab ist bis heute unauffindbar.
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Quelle Jens S.; Bakerman
(Forum)