Generalleutnant Rudolf Pilz
Rudolf Pilz wurde am 25.
Dezember 1888 in Annaberg/Sachsen geboren.
Mit dem 1. April 1908 trat er dem Heer als Fahnenjunker bei und wurde am 23.
Oktober 1910 im bayerischen Infanterie-Regiment Nr. 11 zum Leutnant befördert.
Am 5. März 1913 tritt er in das sächsische Infanterie-Regiment Nr. 133 über,
welches von Oberst von Kotsch kommandiert wird.
Er nimmt am Ersten Weltkrieg
teil, wird am 31. März 1920 aus dem Heer verabschiedet und tritt danach in die
sächsische Polizei ein, wo er am 1. August 1935 zum Oberstleutnant ernannt
wird. Genau zwei Monate später erfolgt die Übernahme als Oberstleutnant ins
Heer.
Am 1. April 1936 erfolgt die
Beförderung zum Oberst und mit dem 10. November 1938 übernimmt er das
Grenz-Infanterie-Regiment 121 in Crossen. Als Kommandeur des
IR 121 zieht er am 1. September 1939 in den Polenfeldzug. Hier gibt er am
5. September die Führung des Regiments an Oberst
von Geyso ab und übernimmt
die Führung der Brigade Netze, welche ebenfalls, wie die
50. ID, im
Verband des III. AK in Polen steht.
Am 1. Februar 1940 wird er
zum Generalmajor befördert und übernimmt die am 10. März aufgestellte 358. ID
in Krakau, welche im Juni dem Miltärbefehlshaber Belgien-Nordfrankreich
unterstellt und im August 1940 bereits wieder aufgelöst wird.
Am 15. November 1940 wird er Kommandeur der gerade im WK III aufgestellten
333. ID. In dieser Funktion erhält er am 1. Februar 1942 seine Ernennung zum
Generalleutnant.
Mit der Division verlegt er im Juni 1941 in die Bretagne und verlässt sie
schließlich am 10. Dezember 1942, um am 1. Januar 1943 die 203.
Sicherungs-Division, welche zu dieser Zeit im rückwärtigen Heeresgebiet der
Heeresgruppe Mitte eingesetzt ist, zu übernehmen. Ab Dezember 1943 ist die
Division bei der 2. Armee im Einsatz und steht hier beispielsweise ab Februar
1944 im Pripjet-Abschnitt, später bei Brest-Litowsk und Narew an der Front. Am
19. August 1944 verlässt er die 203. Sicherungs-Division.
Vom 27. August 1944 bis
April 1945 übernimmt er die Division Nr. 464, welche am 23. September 1942 in
Chemnitz aufgestellt wurde. Nachdem sie im März 1945 als Ausbildungs-Division
464 im Raum Zittau-Bautzen mobilisiert wurde, ist sie in Ostsachsen bei der 4.
Panzerarmee im Einsatz.
Nach dem Krieg lebte Rudolf
Pilz in Bremen und verstarb am 25. Juli 1975.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
