Walter Poppe wurde am 08.08.1892 in Kassel geboren. Über
seinen Werdegang bis 1938 ist kaum etwas bekannt. Man kann aber zunächst davon
ausgehen, das Poppe, nachdem er vor dem 20.01.1914 der Armee beigetreten sein
soll, am 1. Weltkrieg aktiv teilnahm. Ob er im 1. Weltkrieg zum
Infanterie-Regiment 72 gehörte oder erst während der Wehrmachtszeit, ist
bisher nicht zu ergründen gewesen.
Poppe kommt am 15.10.1938 in den Stab des Infanterie-Regiments 10 und erhält
dann eine weitere unbekannte Dienststellung.
Mit Beginn des Feldzuges gegen Polen übernimmt er am 01.09.1939 das Kommando
über das Infanterie-Regiment 465 und ist ab dem 12.01.1942 Kommandeur der 255.
Infanterie-Division und somit Nachfolger von General der Infanterie Wilhelm
Wetzel, die er im Oktober 1943 abgibt, um zunächst mit der Führung des
Kommandos über die 217. Infanterie-Division beauftragt zu werden. Damit war er
Nachfolger des Generals der Infanterie Otto Lasch.
Vom 15.12.1943 bis zum 21.01.1944 dann mit dem Kommando über die 364.
Infanterie-Division, vom 01.02.1944 bis zum 25.04.1944 dann über die 77.
Infanterie-Division und vom 05.07.1944 bis Februar 1945 über die 59.
Infanterie-Division betraut, wechselt Poppe im April 1945 als Kommandeur zur
467. Infanterie-Division, die er bis zum Kriegsende anführt. Mit der 59.
Infanterie-Division nahm Poppe an der nur teilweise geglückten alliierten
Operation "Market Garden", der Eroberung der Brücken von Arnheim,
Eindhoven und Nijmvegen. Die Division war dabei im Raum Breskens-Flushing im
Einsatz.
Nach dem Krieg fällt er nur noch einmal auf, nämlich als er als Militärischer
Berater beim Film "Die Brücke von Arnheim" mitarbeitete. Da der Film
aber erst 1977 in die Kinos kam und Poppe bereits 1968 gestorben sein soll,
gibt es auch hier einige Unstimmigkeiten.