Generalleutnant Siegfried Ruff
Siegfried Ruff wurde am 20. Februar
1895 in Kunersdorf geboren und trat am 22. März 1913 in das Heer ein. Am 1.
September 1914 erfolgte seine Beförderung zum Leutnant beim
Feldartillerieregiment 56.
In der Zeit zwischen den Weltkriegen wieder dem Heer beigetreten, wurde er am
1. Februar 1938 zum Oberstleutnant befördert und übernahm am 1. Oktober 1938
die Artillerie-Abteilung 101. Diese Abteilung war anfangs in Jüterbog
stationiert, bis sie ins neu errichtete Tiborlager zog und als
Artillerieverband der 50. ID für den Polenfeldzug zugeteilt wurde. Am 31.
August 1939 gab er die Führung der Abteilung ab und wurde dann Adjutant des
XXV. AK, welches am Oberrhein südlich von Karlsruhe lag.
Unter den Generalen der Infanterie Alfred Wäger und Karl Ritter von Prager
verblieb er in dieser Stellung, bis er am 6. Februar 1940 das AR 291 der 291.
ID übernahm, welches an diesem Tage auf dem Truppenübungsplatz Arys
aufgestellt wurde. Er kämpfte mit diesem Regiment in Frankreich an der Seite
der 50. ID am Chemin des Dames und später vor Leningrad, nachdem er am 1.
Januar 1941 zum Oberst ernannt worden war. Am 26. Dezember 1941 erhält er als
Oberst und Kommandeur des AR 291 das Deutsche Kreuz in Gold.
Am 4. Januar 1942 gibt er die Führung ab, um am 21. Februar 1942 das AR 305 zu
übernehmen, welches zur 305. ID gehörte und zu dieser Zeit noch in der
Bretagne lag. Im Mai wurde die Division in den Raum Charkow verlegt.
Im September 1942 gibt er die Führung des Regiments ab und übernimmt am 25.
September 1942 den Divisionsstab z.b.V. 401, welcher mit Wirkung von diesem
Tage in die Division Nr. 401 umgegliedert wird. Am 1. Dezember 1942 wird Ruff
zum Generalmajor befördert und wechselt am 1. April 1944 zur Ortskommandantur
196.
Im weiteren Verlauf des Jahres 1944 wird er Kommandant von Riga (hierbei
handelt es sich wahrscheinlich nur um die Umbenennung der OrtsKdtr. 196) und
übernimmt am 1. Februar 1945 die Division z.b.V. 609. Dieser Division, erst am
26. Januar 1945 aufgestellt, waren die Festungstruppen von Breslau
unterstellt. Am 1. März 1945 wird er zum Generalleutnant befördert und 8. Mai
1945 von den Sowjets (nach russ. Angaben am 06.05.1945) gefangen genommen und
ins Lager Nr. 27 verlegt.
Er wird wegen Kriegsverbrechen als Kommandant von Riga, durch den Baltischen
Bezirk, angeklagt und am 26.01.1946 zum Tode durch Erhängen verurteilt. Das
Urteil wird am 3. Februar 1946 vollstreckt.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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