Carl Richard Heinrich Wahle wurde am 07.02.1892 in
Dresden, als Sohn des Generalmajors Otto Wahle und seiner Frau Emma, geborene
Lampe, geboren. Nach dem Besuch der Bürgerschulen in Dresden, Bautzen und
Zwickau von 1998 bis 1902, kommt er an die königlichen Gymnasien Zwickau,
Dresden, Chemnitz und zum Schluss erneut nach Dresden, wo er 1912 sein Abitur
ablegte.
Am 25.03.1912 trat er der Armee bei und wurde dem Schützen-Regiment 108
zugeteilt und besuchte vom 01.10.1912 bis zum 28.06.1913 die Kriegsschule in
Glogau und zog dann mit seinem Regiment in den 1. Weltkrieg, wo er bereits am
30.08.1914 verwundet wird und sich zunächst in einem Lazarett befindet.
Wieder genesen wird er ab dem 22.12.1914 dem Ersatz-Bataillon des
Schützen-Regiments 108 zugeteilt und am 27.01.1915 zum Regiment ins Feld
überwiesen. Dort übernimmt er am 15.02.1915 den Posten des Adjutanten des II.
Bataillons und wird dann am 20.05.1916 in die Flieger-Abteilung 29 bzw. 39
versetzt. Von dort wechselt er am 20.08.1916 als Kompaniechef und
Regiments-Adjutant zurück zu seinem alten Regiment und wird am 02.08.1917 zum
Adjutanten der Infanterie-Brigade 45 ernannt.
Ab dem 22.08.1917 Ordonnanz-Offizier beim Generalkomamndo des XII.
Armee-Korps, kommt Wahle am 01.03.1918 zur 24. Infanterie-Division, um am
14.08.1918 den Posten des stellvertretenden Adjutanten der Infanterie-Brigade
89 zu übernehmen.
Wahle meldet sich am 01.12.1918 krank und wird dem Ersatz-Bataillon des
Schützen-Regiments 108 zugeteilt, um dann ab dem 01.01.1919 den Posten eines
Erziehers an der Kadettenanstalt Dresden zu übernehmen.
Nach Kriegsende gehörte er ab dem 01.10.1919 der Reichswehr-Brigade 12 an und
kommt am 01.01.1921 zum Reiter-Regiment 11. Von dort aus erfolgte am
23.11.1921 die Versetzung in den Generalstab der 2. Kavallerie-Division nach
Breslau.
Ab dem 01.10.1922 beim Infanterie-Regiment 10 in Dresden, übernimmt er dort am
01.10.1923 den Posten des Regiments-Adjutanten und am 01.01.1937 den des Chefs
der 12. (MG) Kompanie des Regiments. Dabei erhält er vom 18.10. bis
zum30.11.1929 eine Kommandierung zum Gasschutz-Lehrgang nach Berlin.
Ab dem 20.03.1931 dann Referent in der Abteilung "Abwehr" des
Reichswehrministeriums, wechselt er am 01.02.1934 in die dortige Abteilung "Ausland"
und wird am 01.10.1934 in das Infanterie-Regiment Königsberg versetzt, wo er
am 15.10.1935 das Kommando über das I. Bataillon des Infanterie-Regiments 32
übernimmt. Als Bataillonskommandeur nimmt er in der Folge an mehreren
Lehrgängen teil. So vom 22.10. bis zum 23.10.1935 in Zwickau, vom 12.12. bis
14.12.1935 in Nordhausen, vom 31.03. bis zum 03.04.1936 an einem
Nachrichten-Lehrgang an der Nachrichtenschule Halle und vom 03.06. bis zum
05.06.1937 an einem Nebel-Lehrgang in Döberitz. Außerdem wird er vom 13.06.
bis zum 14.06.1938 zum Militärattache nach Prag kommandiert.
Vom 01.08.1938 bis zum 15.10.1940 Militärattache an der Deutschen Botschaft in
Bukarest/Rumänien, übernimmt er am 15.10.1941 das Kommando über das
Infanterie-Regiment 267 und wird am 01.01.1942 in die Führer-Reserve des OKH
versetzt. Zuvor hatte er am 17.05.1940 geheiratet. Daraufhin am 01.07.1942 zum
Kommandanten von Hamburg ernannt, wird er als solcher anlässlich der schweren
Bombenangriffe auf die Stadt am 04.08.1943 mit dem Ritterkreuz zum
Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Außerdem besucht er vom
16.11. bis zum 14.12.1943 einen Divisionsführer-Lehrgang, bis er schließlich
am 01.01.1944 das Kommando über die 214. und am 15.02.1944 über die 719.
Infanterie-Division übernimmt.
Am 01.08.1944 wird er zum Nachfolger des Kommandeurs der
47. Infanterie-Division,
Otto Elfeldt ernannt
und geht als solcher mit seiner Division am 04.09.1944 im Kessel von Mons in
amerikanische Gefangenschaft. Dort wird er später an die Engländer übergeben,
die ihn 1947 in die Freiheit entlassen.
Carl Wahle verstarb 1970 in Prien in Bayern.