Friedrich von Arnauld de la Periere wurde am 17.06.1888
in Breslau geboren und trat am 01.04.1905 der Marine bei, besuchte dort
zunächst die Marineschule und erhielt eine Infanterie-Ausbildung beim
Schiffsstamm "Stosch". Dort versah er dann vom 10.05.1905 bis zum
31.03.1906 seinen Dienst und besuchte danach einen Offizierslehrgang an der
Marineschule, vom 02.04.1907 bis zum 31.05.1907 einen Torpedo-Lehrgang auf dem
Torpedoschulschiff "WÜRTTEMBERG", vom 01.06. bis zum 30.06.1907 einen
Infanterie-Lehrgang beim I. Marine-Bataillon und vom 01.07. bis 05.10.1907
einen Artillerie-Lehrgang an der Schiffsartillerieschule. Mit Ende des letzten
Lehrgangs bis zum 24.10.1907 beurlaubt und am 25.10.1907 nach Ostasien
ausgereist, versieht er dort bis zum 31.03.1909 seinen Dienst auf der "NIOBE".
Dem schließt sich bis zum 12.12.1910 der Dienst auf dem Schulschiff "FREYA",
dem am 28.12.1910 die Heimkehr aus West-Indien folgte.
Vom 29.12.1910 bis zum 22.02.1911 Ausbilder an der Marineschule, kommt Arnauld
de la Periere am 26.02.1911 als Wachoffizier auf das Schulschiff "FREYA"
zurück, bzw. am 29.03.1911 auf das Schulschiff "VINETA". Danach vom
01.04.1911 bis zum 31.03.1912 Inspektionsoffizier an der Marineschule, steht
er dann bis zum 30.09.1912 zur Verfügung der Inspektion für das
Ausbildungswesen der Marine und besucht die Schiffsartillerieschule.
Am 01.10.1912 zum Wachoffizier auf dem Leichten Kreuzer "KOLBERG", bzw.
am 11.04.1913 auf dem Linienschiff "SCHLESWIG-HOLSTEIN" ernannt, erhält
er vom 01.10.1913 bis zum 14.11.1914 eine Fliegerausbildung bei der 1.
Marine-Flieger-Abteilung. So ausgebildet kommt er am 15.11.1914 als Pilot zur
II. Marine-Flieger-Abteilung und ist ab dem 05.12.1914 Leiter der
Seeflugstation in Zeebrügge, wo er am 17.12.1915 in französische
Gefangenschaft gerät und erst am 03.02.1920 entlassen wird.
Dann bis zum 08.03.1920 zur Verfügung der I. Marine-Inspektion, wird er am
08.03.1920 aus dem Marinedienst entlassen. Doch bereits am 27.08.1920
übernimmt er die Leitung der Verkehrsabteilung bei der Schiffsstamm-Division "Ostsee",
sowie am 19.12.1920 eine Kompanie des Infanterie-Bataillons bei der
Schiffsstamm-Division. Dem folgt am 22.03.1921 der Posten des Führers des
Kraftfahrzuges des Bataillons, sowie vom 19.05. bis zum 04.06.1921 ein
MG-Lehrgang in Berlin. Danach wieder Führer des Kraftfahrzuges, kommt er am
16.06.1921 in den Stab der Marinestation "Ostsee", wobei er bereits am
07.08.1921 wieder zu seinem Kraftfahrzug zurückkehrt.
Ab dem 27.09.1921 Referent für das Kraftfahrwesen im Stab des BOL, übernimmt
er am 03.09.1922 eine Kompanie des 1. Küstenverteidigungs-Bataillons und wird
dann am 0310.1922 zum Ausbilder bei der Marinewehrabteilung in der
Marineleitung ernannt.
Dem schliesst sich am 09.08.1924 die Versetzung auf den Kreuzer "MEDUSA"
an, sowie am 01.05.1925 der Posten des I. Offiziers auf dem Kreuzer "BERLIN".
Dort wird er dann vom 06.04. bis zum 24.09.1926 mit der Führung des Kommandos
des Kreuzers beauftragt.
Als Kommandeur wechselt er am 04.10.1927 zum III. Marine-Artillerie-Bataillon
und steht dann ab dem 25.04.1930 zur Verfügung der Marinestation "Ostsee",
wo er dann am 30.09.1930 aus dem Marinedienst entlassen wird.
Im Zuge der neuen Aufrüstung steht er vom 23.02. bis zum 18.03.1934 zur
Verfügung des RLM und übernimmt am 19.03.1934 das Kommando über die
See-Flieger-Abteilung in Kiel. Weiterhin ist er vom 01.04.1935 bis zum
30.09.1936 Kommandeur des Fliegerhorstes Brandis bei Leipzig.
Am 01.10.1936 übernimmt er das Kommando über die Luftgaureserve 4 und ist
Leiter des Deutschen Luftsportverbandes Berlin-Brandenburg, um dann am
01.03.1937 die Führung des Kommandos über die Luftzeuggruppe II zu übernehmen.
Vom 08.04. bis zum 06.05.1937 Reichsluftsportführer, erhält er bis zum
23.05.1937 eine Einweisung in das Nachschubwesen beim Luftkreiskommando II und
versieht vom 24.05. bis zum 14.06.1937 seinen Dienst bei der Luftzeuggruppe
II. Danach bis zum 14.11.1937 in das Nachschubamt (LE) ins RLM versetzt und ab
dem 15.11.1937 mit der Leitung beauftragt, kommt er am 15.07.1939 zur
Luftzeuggruppe 17 nach Wien deren Kommando er am 15.07.1939 übernimmt.
Am 21.08.1943 in die Führer-Reserve der OKL versetzt, wird er am 30.04.1944
verabschiedet.
Friedrich von Arnauld de la Periere verstarb am 12.10.1969 in Friedrichshafen.