Eberhard Baier, wohl einer der Gründungsväter der
deutschen Stuka-Waffe, wurde am 20.08.1895 in Frankfurt am Main
geboren und trat am 03.08.1914 als Fahnenjunker der Armee bei. Er gehörte dort
zuletzt als Batterie-Offizier zum Feldartillerie-Regiment 3, bis er 1916 eine
Pilotenausbildung erhielt. Nach Ende der Ausbildung kommt er zunächst bei der
68. Feld-Flieger-Abteilung zum Einsatz, um dann von 1917 bis 1918 der 16.
Jagdstaffel, bzw. von 1918 bis 1919 der 18. Jagdstaffel anzugehören. Dabei
flog er unter anderem die "Albatros" D-II.
Mit Kriegsende wechselte Baier am 01.10.1919 in die 1. leichte
Kraftfahrzeugkolonne und ist ab dem 01.10.1920 Schwadron-Offizier beim 3.
Transport-Bataillon.
Vom 01.04.1925 bis zum 30.09.1928 Batterie-Offizier in der IV. Abteilung des
Artillerie-Regiments 3, wird Baier schließlich am 30.09.1928 offiziell aus dem
Dienst verabschiedet. Baier erhielt jedoch vom 01.10.1928 bis zum 30.06.1930
eine geheime Pilotenausbildung in Russland, um dann am 01.07.1930 offizielle
wieder dem Heer beizutreten. Er wird dort wieder dem Artillerie-Regiment 3
zugeteilt, wo er am 01.10.1932 den Posten eines Batteriechefs übernimmt.
Am 01.04.1933 trat Baier als einer der ersten der neuen Luftwaffe bei und
übernimmt dort den Posten des Offiziers für Sonderaufgaben im
Reichsluftfahrtministerium, um anschließend, ab dem 01.04.1935 als
Gruppenkommandeur beim Stuka-Geschwader 162 "Immelmann" eine Verwendung
zu finden. Ab dem 01.04.1936 Kommodore des Geschwaders, wechselt Baier am
01.02.1937 wieder zurück ins Reichsluftfahrtministerium, um am 01.04.1937 den
Posten des Kommodore des Stuka-Geschwaders 165 zu übernehmen. Es folgte dann
ab 1938 die Verwendung als Kommodore des Jagdgeschwaders 333, ab dem
01.11.1938 des Lehr-Geschwaders 2, wobei er ab dem 01.06.1939 zugleich auch
den Posten des Fliegerhorst-Kommandanten von Jüterbog-Waldlager übernimmt,
sowie ab dem 01.09.1939 des Stuka-Geschwaders 1. Mit diesem Geschwader nimmt
er am Polen-Feldzug teil und wechselt dann am 01.04.1940 als Kommandeur an die
Stuka-Schule 1.
Baier übernimmt dann ab dem 01.08.1941 die Leitung der III.
Kontroll-Kommission der Luftwaffe in Frankreich und wechselt am 05.06.1943 in
den Stab des Generals für den Personaleinsatz im Reichsluftfahrtministerium,
wo er ab dem 01.07.1943 als Referent verwendet wird. Am 01.12.1944 zum
Ständigen Vertreter beim General für den Personaleinsatz im
Reichsluftfahrtministerium ernannt, wird Baier am 24.03.1945 in die Reserve
des OKL versetzt. Dabei gerät er am 03.05.1945 in Gefangenschaft, aus der er
am 28.02.1947 entlassen wird.
Eberhard Baier verstarb am 21.02.1983 in Wiesbaden.