Vizeadmiral Heinrich Ancker
Heinrich Ancker wurde am 07.10.1886 in Memel
geboren und trat am 01.04.1906 als Seekadett der Kaiserlichen Marine bei.
Seine Grundausbildung erhielt er auf dem Schulschiff "STEIN", wo er
noch bis zum 31.03.1907 verwendet wurde.
Nach dem Besuch der Marineschule wird er am 01.10.1908 auf das Linienschiff "MECKLENBURG"
versetzt, wo er am 30.09.1909 zum Leutnant zur See befördert wird.
Am 15.09.1910 wird er Kompanieoffizier bei der II. Torpedo-Division und
zugleich Wachoffizier auf dem Torpedoboot "G 175". Hier wird er am
10.09.1912 zum Oberleutnant zur See befördert.
Er steht dann vom 01.10.1912 bis zum 06.01.1913 zur Verfügung der
Marinestation "Nordsee" und begibt sich danach bis zum 25.02.1913 auf
eine Auslandsreise nach Ostasien.
Zurückgekehrt nach Deutschland wird er 1. Offizier auf dem Flusskanonenboot "VATERLAND"
und am 15.06.1914 Wachoffizier auf dem Großen Kreuzer "GNEISENAU".
Der Große Kreuzer wurde bei der Seeschlacht bei den Falklandinseln Anfang
Dezember 1915 eingesetzt und ging dabei unter. Ancker gehörte zu den wenigen
Geretten und kam in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er am 01.09.1917
entlassen wurde.
Ancker wurde dann ab dem 17.09.1917 Adjutant der II. Matrosen-Division bzw. im
Personalamt der Marinestation "Nordsee". Hier wird er am 19.09.1917 zum
Kapitänleutnant befördert.
Am 01.10.1921 erfolgt die Versetzung als Navigationsoffizier auf den Kreuzer "HAMBURG"
und ab dem 29.09.1923 der Posten eines Kompaniechefs bei der
Küstenwehrabteilung V.
Am 17.02.1925 wird er 1. Offizier auf dem Kreuzer "NYMPHE" und wird am
01.05.1925 zum Korvettenkapitän befördert. Es folgte am 28.09.1927 folgte der
Posten des Kommandeurs der VI. Marine-Artillerie-Abteilung und hier am
01.10.1930 die Beförderung zum Fregattenkapitän.
Vom 02.10.1930 bis zum 05.10.1932 ist er Kommandeur der II. Abteilung der
Schiffsstammdivision "Ostsee" (Beförderung zum Kapitän zur See am
01.10.1932) und steht dann bis zum 31.12.1932 zur Verfügung des Chefs der
Marinestation "Nordsee".
Am 01.01.1933 erfolgt die Ernennung zum Kommandanten von Wilhelmshaven und am
27.09.1934 das Kommando über das Linienschiff "SCHLESIEN".
Vom 26.09.1936 bis zum 29.11.1937 Arsenalkommandant beim Kriegsmarinearsenal
in Kiel, wird er am 01.10.1936 zum Konteradmiral befördert. Es folgt der
Posten des Inspekteurs der Wehrwirtschaftsinspektion X in Hamburg sowie am
01.11.1940 die Beförderung zum Vizeadmiral. Im Juni 1941 übernimmt er
zeitgleich den Posten des Inspekteurs der Wehrwirtschaftsinspektion Nord
(Litauen, Baltikum, Ingermanland).
Am 01.09.1942 bis Februar 1945 ist er Reichskommissar beim Seeamt in Hamburg.
Nach dem krieg wird er am 01.02.1948 Bundesbeauftragter beim Seeamt in
Hamburg.
Heinrich Ancker starb am 15.05.1960 in Hamburg.
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
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