Vizeadmiral Ritter Lothar von Arnauld de
la Periere


Lothar von Arnauld de la Periere wurde am
18.03.1886 in Posen als Sohn eines Geheimen Rechnungsrevisors geboren. Er
wurde Kadett an der Hauptkadettenanstalt in Berlin-Lichterfelde und trat am
01.04.1903 als Seekadett der Kaiserlichen Marine bei.
Seine Grundausbildung erhielt er auf dem Schulschiff "STEIN" wo er noch
bis zum 31.03.1904 seinen Dienst versah.
Nach dem Besuch der Marineschule und der Absolvierung verschiedenster
Spezialkurse wird er am 14.12.1905 auf das Linienschiff "KURFÜRST FRIEDRICH
WILHELM" versetzt, wo er am 28.03.1906 zum Leutnant zur See befördert
wird.
Es folgt dann der Posten des Rollenoffiziers auf dem Schulschiff "STEIN"
und am 05.05.1908 die Versetzung als Wachoffizier auf das Linienschiff "SCHLESIEN"
und am 06.07.1908 auf das Linienschiff "SCHLESWIG-HOLSTEIN".
Am 01.10.1908 wird er Kompanieoffizier bei der II. Torpedo-Division und am
27.03.109 zum Oberleutnant zur See ernannt. Gleichzeitig ist er Wachoffizier
auf dem Torpedo-Boot "V 155".
Am 01.04.1911 begibt er sich auf eine Ostasienreise und wird dort Wachoffizier
auf dem Kleinen Kreuzer "EMDEN". Nach seiner Heimreise am 30.05.1913
steht er zur Verfügung der II. Marine-Inspektion.
Am 25.09.1913 wird er Adjutant beim Admiralstab der Marine und erhält am
16.12.1914 die Beförderung zum Kapitänleutnant.
Am 01.04.1915 wird er zur U-Bootwaffe versetzt und erhält dort bis zum
19.06.1915 eine entsprechende Ausbildung und wird am 20.06.1915 Kommandant von
"U-1". Am 03.07.1915 kommt er als Adjutant zurück zum Admiralstab der
Marine.
Am 15.08.1915 ist er Kommandant von "U 3", am 10.11.1915 von "U 35"
und am 18.05.1918 vom U-Kreuzer "U 139".
Am 14.10.1918 wird er Chef der 3. Minensuch-Halbflottille und erhält am
01.03.1919 den Posten eines Bataillonskommandeurs bei der III. Marine-Brigade.
Am 01.07.1920 wird er Kommandeur der Infanterie-Abteilung der
Schiffsstammdivision "Ostsee" und erhält am 01.04.1922 die Beförderung
zum Korvettenkapitän. Es folgte am 06.10.1922 der Posten des
Marineverbindungsoffiziers zum Wehrkreiskommando II in Stettin.
Am 09.01.1925 ist er Navigationsoffizier auf dem Linienschiff "HANNOVER"
und später auf dem Linienschiff "ELSAß".
Am 18.05.1926 wird er 1. Admiralstabsoffizier bei der Marinestation "Nordsee"
und am 24.09.1928 Kommandant des Kreuzers "EMDEN" in dessen Eigenschaft
er am 01.11.1928 zum Fregattenkapitän und am 01.10.1930 zum Kapitän zur See
befördert wird.
Vom 11.10.1930 wird er zum Vorsitzenden des Erpobungsausschusses für
Schiffsneubauten ernannt und geht am 26.09.1931 in Pension.
Im Jahre 1932 steht er in türkischen Diensten und wird Lehrer an der
türkischen Marine-Akademie.
Wieder aktiviert wird er am 10.09.1939 Bevollmächtigter der Kriegsmarine für
Danzig und des Küstengebietes des ehemaligen polnischen Korridors.
Er wird am 20.05.1940 Marinebefehlshaber Belgien-Niederlande und erhält am
01.06.1940 die Beförderung zum Konteradmiral.
Seit dem 22.06.1940 Marinebefehlshaber Bretagne wird er am 04.12.1940
Marinebefehlshaber Westfrankreich, in dessen Eigenschaft er am 01.02.1941 zum
Vizeadmiral befördert wird.
Er wurde für den Posten des Admirals Südost vorgesehen, stürzte jedoch am
30.01.1941 bei Paris-Le-Bourget während des Fluges zu seinem neuen Posten ab
und stirbt am 24.02.1941 im Lazarett.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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