Martin Baltzer wurde am 10.11.1898 in Stettin geboren
und trat am 04.07.1916 als Kriegsfreiwilliger und Offiziersanwärter der Marine
bei. Er besuchte zunächst die Marineschule und kam dann am 03.09.1916 zum
Dienst auf den Schweren Kreuzer "FREYA", bzw. ab dem 01.11.1916 dem
Linienschiff "PRINZREGENT LUITPOLD".
Nach diesen beiden Truppenverwendungen besucht Baltzer vom 15.08. bis zum
17.11.1917 einen Navigationslehrgang an der Marineschule, sowie anschließend
bis zum 02.02.1918 einen Torpedo-Lehrgang auf dem Torpedo-Schulschiff "WÜRTTEMBERG".
Somit kehrte er dann am 03.02.1918 auf das Linienschiff "PRINZREGENT
LUITPOLD" zurück.
Mit Kriegsende beurlaubt, trat er am 08.05.1919 dem Freikorps "Potsdam"
bei und übernimmt am 01.10.1919 den Posten eines Ordonnanz- und
Kompanie-Offiziers beim III. Küstenverteidigungs-Bataillon, bzw. später beim
IV. Küstenverteidigungs-Bataillon.
Baltzer besucht vom 08.09. bis zum 05.11.1921 verschiedene Sport-Lehrgänge und
steht dann zunächst zur Verfügung des Chefs der Marinestation "Nordsee",
bis er am 22.12.1921 schließlich beurlaubt wird.
Am 19.01.1922 kehrt er in den Dienst zurück und kommt auf den Kreuzer "HAMBURG",
bzw. besucht vom 09.02. bis zum 04.03.1922 die Torpedo- und
Nachrichten-Schule, bzw. vom 05.03. bis zum 24.03.1922 die Marineschule in
Flensburg-Mürwik.
Anschließend erhält er den Posten des 2. Ausbildungsoffiziers auf dem
Segelschulschiff "NIOBE", bzw. ab dem 11.07.1922 auf dem Kreuzer "BERLIN".
Am 03.04.1923 kehrt er in gleicher Dienststellung zur "NIOBE" zurück,
um jedoch am 04.07.1923 wieder auf dem Kreuzer "BERLIN" eingesetzt zu
werden.
Baltzer wechselt dann am 01.07.1924 in die Marineleitung und findet ab dem
17.10.1925 als Wachoffizier bei der 1. Torpedoboot-Flottille eine Verwendung.
Er übernimmt dort am 24.10.1926 das Kommando über die Torpedoboote "T 144"
und "T 156", bzw. ab dem 27.09.1927 nur auf "T 157".
Ab dem 27.09.1929 als Referent bei der Marine-Abwehr-Abteilung der
Marineleitung im Einsatz, wird er am 20.09.1930 mit dem Posten des Adjutanten
beim Chef der Marineleitung betraut und am 01.09.1933 zum Ausbildungsoffizier
auf dem Leichten Kreuzer "KARLSRUHE" ernannt.
Nachdem er am 09.07.1934 zum Kompaniechef an der Marineschule in Mürwik
ernannt wird, wird er am 10.08.1934 zum Referenten bei der Inspektion für das
Ausbildungswesen der Marine ernannt und übernimmt mit dem 27.10.1936 das
Kommando über das Ausbildungs-Bataillon der 1. Zerstörer-Division. Als solcher
erhält er vom 01.04. bis zum 07.04.1937 eine Baubelehrung für Zerstörer im
Marinearsenal in Kiel, um dann am 08.04.1937 zum Kommandanten auf dem
Zerstörer "MAX SCHULTZ" ernannt zu werden.
Noch vor Ausbruch des 2. Weltkrieges wechselt Baltzer am 25.10.1938 als 1.
Adjutant in den Stab der Marinestation "Ostsee" und ist ab dem
25.05.1942 Kommandant des Leichten Kreuzers "KÖLN", bis er
schlussendlich am 06.01.1943 zum Chef des Marinepersonalamtes im OKM ernannt
wird.
Als solcher gerät er am 15.07.1945 in Gefangenschaft aus der er am 18.04.1947
entlassen wird.
Martin Baltzer verstarb am 03.04.1971 in Beckum.