Admiral Wilhelm Canaris




Wilhelm Canaris wurde am 01.01.1887 in
Aplerbeck/Dortmund, als Sohn des Direktors einer Eisenhütte in Duisburg Carl
Canaris und seiner Frau Auguste-Amelie Canaris (geb. Popp), geboren.
Als Achtzehnjähriger trat er am 01.04.1905 als Seekadett der Kaiserlichen
Marine bei und erhielt seine Grundausbildung nebst weiterführenden Dienst auf
dem Schulschiff "STEIN".
Danach erhält er am 01.04.1906 eine Kommandierung an die Marineschule in Kiel,
wo er einen Waffenlehrgang besucht. Mit Abschluss dieser Ausbildung kommt er
am 23.11.1907 als Ordonnanzoffizier, ab dem 28.09.1908 als Leutnant zur See,
auf den Kleinen Kreuzer "BREMEN" um am 27.11.1909 als Kompaniechef zur
1. Torpedo-Division zu wechseln. Hier wird er vom 04.01.1910 bis zum
14.03.1915 Wachoffizier auf den Torpedobooten "V 163", "V 162"
und "S 145". Während dieser Zeit wird er am 29.08.19019 zum
Oberleutnant zur See befördert. Zugleich arbeitete er ab dem 01.10.1911
als Wachoffizier auf dem Kleinen kreuzer "DRESDEN". Mit diesem operiert
er im mittel- und südamerikanischem Seegebiet. Hier erreicht das Schiff die
Meldung über den beginn des 1. Weltkrieges.
Die "DRESDEN" nimmt am Gefecht vor Coronel teil, sowie bei den
Flakland-Inseln, wo es als einziges deutsches Schiff entkommt. Canaris spielt
hier beim Überleben der Besatzung in den Folgewochen eine große Rolle.
Am 09.03.1915 geht die "DRESDEN" bei Mas a Tierra, in chilenischem
Hoheitsgebiet, vor Anker als der englische Kreuzer "GLASGOW" auftaucht
und das deutsche Schiff entgegen des internationalen rechts, Chile war
neutral, beschießt. Canaris wird als Parlamentär zum englischen Schiff
gesandt, wo er jedoch nichts erreichen kann. Nach seiner Rückkehr auf das
eigene Schiff, schießt der Gegner weiter. Der deutsche Kapitän Lüdecke
entschließt sich daher das Schiff zu versenken und wird zusammen mit seiner
Besatzung auf der Insel Juan-Fernando Quiriquina durch chilenische Behörden
interniert.
Von hier gelingt ihm die Flucht und so kehrte er an Bord der "FRISIA"
in die Heimat zurück. Hier wird er zunächst beurlaubt und steht ab dem
05.10.1915 zur Verfügung beim Chef der Marinestation "Ostsee" und bei
der 1. Marine-Inspektion. Er nimmt an einem Lehrgang für den geheimen
militärischen Nachrichtendienst unter der Leitung Walter Nicolais teil, wird
am 15.11.1915 Kommandant auf dem Torpedoboot "T 111", sowie auf dem
Torpedoschulschiff "WÜRTTEMBERG", wo er am 14.11.1915 zum
Kapitänleutnant befördert wurde.
Am 30.11.1915 wird er zum deutschen Marineattache (Korvettenkapitän von Krohn)
nach Spanien kommandiert. Von hier meldet er sich freiwillig zum Frontdienst,
will jedoch zuvor eine Tuberkulose in der Schweiz auskurieren. In Italien wird
er jedoch vom dortigen Nachrichtendienst inhaftiert und soll nach Frankreich
gebracht werden. Canaris kann den Kapitän des Schiffes jedoch überreden nach
Spanien zu fahren. Von hier bringt ihn ein dt. U-Boot (U-35) unter dem
Kommando von Arnauld de la Perriere nach Pola.
Nachdem er um Versetzung zur U-Boot-Waffe geben hatte wird er vom 02.01.1917
bis zum 01.06.1917 ausgebildet und erhält bis zum 11.09.1917 das Kommando über
"U-16". Er steht dann vom 16.09.1917 bis zum 30.09.1917 zur Verfügung
beim Befehlshaber der U-Boote Mittelmeer, wo er Admiralstabsoffizier und
stellv. Befehlshaber der U-Boote im Mittelmeer wurde.
Am 28.11.1917 wird er Kommandant auf "UC 27", am 18.01.1918 auf "U
34" und nach einer Baubelehrung auf "UB 128" und steht bei
Kriegsende z. V. bei der Inspektion der U-Boote.
Am 15.02.1919 wird er zum Verbindungsoffizier zum Stab der
Gardekavallerie-Schützendivision im persönlichen Stab des Reichswehrministers
ernannt, bis er am 24.07.1920 zum Admiralstabsoffizier im Stab der
Marinestation "Nordsee" ernannt wird.
Am 19.06.1923 wird er 1. Offizier auf dem Kreuzer "BERLIN" und erhält
hier am 01.01.1924 die Beförderung zum Korvettenkapitän. Vom 15.05.1924 bis
zum 02.10.1924 steht er z. V. beim Chef der Marinestation "Ostsee", wo
er inoffiziell als Berater für den U-Bootbau in Japan arbeitet. Dem schließt
sich die Tätigkeit im Hauptamt beim Flottenamt bei der Marineleitung an und
kommt am 01.10.1926 in den Stab des Chefs der Marineleitung.
Vom 22.06.1928 bis zum 28.09.1930 ist er 1. Offizier auf dem Linienschiff "SCHLESIEN"
und erhält hier am 01.06.1929 seine Beförderung zum Fregattenkapitän.
Vom 29.09.1930 bis zum 23.09.1932 ist er Chef des Stabes bei der Marinestation
"Nordsee" und wird am 01.10.1932 Kommandant auf dem Linienschiff "SCHLESIEN".
Bereits am 01.10.1931 wird er zum Kapitän zur See befördert.
Am 29.09.1934 wird er Festungskommandant von Swinemünde und wird am 02.01.1935
zum Chef (mit der Wahrung der Geschäfte) der Auslands- und Abwehrabteilung im
Reichswehrministerium ernannt, die er am 26.04.1935 übernimmt und hier am
01.05.1935 zum Konteradmiral befördert wird.
Vom 07.02.1938 bis zum 31.05.1938 ist er Chef der Amtsgruppe "Allgemeine
Wehrmachtsangelegenheiten" im OKW und erhält hier am 01.04.1938 die
Beförderung zum Vizeadmiral.
Es folgte am 01.06.1938 der Posten des Chefs der Abwehrgruppe im OKW und ab
08.11.1939 der des Chefs der Abwehrabteilung im OKW, in dessen Eigenschaft er
am 01.01.1940 zum Admiral befördert wird.
Vom 13.02.1944 bis zum 20.03.1944 steht der z. V. beim OKW und bis zum
30.06.1944 beim OB der Kriegsmarine.
Am 01.07.1944 wird er Chef des Sonderstabes für Handelswirtschaftsfragen im
OKW und wird schließlich am 23.07.1944, aufgrund des Hitler-Attentats vom
20.07.1944, von der Gestapo verhaftet.
Noch kurz vor Kriegsende wird Wilhelm Canaris am 09.04.1945 im KZ Flossenburg
hingerichtet.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

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