Konteradmiral Siegfried Claassen
Siegfried Claassen wurde am 05.12.1884 in
Tiegenhof/Westpreußen geboren und trat am 01.04.1902 der Kaiserlichen Marine
bei, wo er zunächst seine Grundausbildung und den weiterführenden Dienst auf
dem Schulschiff "MOLTKE" absolvierte.
Nach dem besuch der Marineschule reiste er am 01.10.1904 nach Ostasien aus, wo
er am 27.11.1904 den Dienst auf dem Schweren Kreuzer "FÜRST BISMARCK"
antrat und am 29.09.1905 zum Leutnant zur See befördert wurde.
Nach der Heimkehr in die Heimat wird er am 30.12.1906 zum Wachoffizier auf dem
Torpedoboot "WÜRTTEMBERG" ernannt und kommt am 01.10.1907 als
Kompanieoffizier zur I. Schiffs-Division, wo er am 30.03.1908 die Beförderung
zum Oberleutnant zur See erhält.
Nach einer Verwendung als Wachoffizier auf dem Küstenwehrschiff "FRITHJOF",
kommt er am 23.09.1908 als Kompanieoffizier zur I. Torpedo-Division und findet
hier zeitweise Verwendung als Wachoffizier auf dem Torpedoboot "T 149".
Am 01.04.1911 reist er erneut nach Ostasien aus und wird dort am 26.05.1911
Kommandant auf dem Torpedoboot "TAKU".
Nach seiner Rückkehr in die Heimat übernimmt er am 30.09.1913 den Posten des
1. Torpedo-Offiziers auf dem Linienschiff "HANNOVER", wo er
am 15.11.1913 zum Kapitänleutnant befördert wird. Es schließt sich am
10.12.1916 die Verwendung auf dem Linienschiff "PREUßEN" und am
10.01.1917 die Verwendung als 1.Torpedo-Offizier auf dem Linienschiff "WESTFALEN".
Er kommt dann zur U-Bootabteilung ins Reichsmarineamt und wird am 01.07.1917
Assistent für den U-Bootbau an der Kaiserlichen Schiffswerft in Kiel.
Im Frühjahr 1919 wird er Kompaniechef bei der III. Marine-Brigade und ab dem
16.07.1919 Bataillonskommandeur.
Nach einer Tätigkeit beim Schiffsstammdetachement der Marinestation "Ostsee"
wird er am 10.08.1920 zum Kommandeur des V. Küstenverteidigungs-Bataillons
ernannt und erhält am 31.10.1920 die Versetzung als Leiter des Schiffsstamms "HANNOVER"
wo er am 01.01.1921 zum Korvettenkapitän befördert wird. Auf der "HANNOVER"
erhält er am 10.02.1921 den Posten des Navigationsoffiziers und bekommt ab dem
30.09.1922 Gelegenheit seine Fähigkeiten als Direktor für Torpedos und
Ausrüstung bei der Marineschiffswerft in Wilhelmshaven unter Beweis zu
stellen. Er wird schließlich am 09.01.1925 Marineverbindungsoffizier beim
Marinebereichskommando II in Stettin.
Vom 28.09.1926 bis zum 28.06.1928 ist er Stabsoffizier im Stab der
Marineschule in Mürwik, wo er am 01.01.1928 zum ´Fregattenkapitän befördert
wird. Als Leiter der Reichsmarinedienststelle, kommt er am 29.09.1928 nach
Bremen, wo er am 01.04.1929 zum Kapitän zur See ernannt wird. Dem schließt
sich vom 25.08.1930 bis zum 15.10.1930 der Dienst bei der Marineschiffswerft
in Wilhelmshaven an.
Am 16.10.1930 wird er zum Chef des Stabes und Chef des Schiffswerftamtes bei
der Marineleitung ernannt und wird hier am 30.06.1933 verabschiedet.
Vom 01.01.1939 bis zum 03.09.1939 steht er z. V. beim OB der Kriegsmarine und
erhält dann einen Posten als Richter beim Ehrengericht in Hamburg. Ab dem
16.12.1942 steht er z. V. beim Kommandierenden Admiral der Marinestation "Nordsee",
wo er am 01.01.1943 zum Konteradmiral ernannt wird. Am 31.01.1943 erfolgte
hier seine endgültige Verabschiedung.
Siegfried Claassen starb am 07.06.1951 in Hamburg.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Buchhinweise: