Hans Fechter wurde am 26.05.1885 in Elbing geboren und
trat am 01.10.1905 der Marine bei. Er versah dort bis zum 31.03.1906 bei der
2. Werft-Division seinen Dienst. Fechter wechselt dann auf das Linienschiff "KAISER
WILHELM DER GROßE", bzw. am 16.10.1906 auf das Torpedoboot "S 122",
bis er vom 16.12.1906 bis zum 25.03.1907 verschiedene Torpedo-Lehrgänge
besucht.
Nach diesen Lehrgängen kommt er ab dem 26.03.1907 auf das Torpedoboot "G
134", um dann vom 04.04.1907 bis zum 13.08.1908 einen Lehrgang auf dem
Linienschiff "KAISER BARBAROSSA" zu besuchen. Fechter kommt dann bis
zum 12.09.1909 an die Ingenieurs- und Deckoffiziersschule, um anschließend zum
I. Torpedo-Bataillon zu wechseln. Dabei ist er vom 13.09. bis zum 20.12.1909
sowie vom 04.01. bis zum 09.09.1910 zugleich Ingenieuranwärter auf dem
Torpedoboot "G 170".
Am 10.09.1910 wechselt Fechter auf das Linienschiff "POMMERN", um dann
anschließend vom 01.10.1912 bis zum 30.09.1913 erneut die Ingenieur- und
Deckoffiziersschule zu besuchen. Er erhält dann vom 01.10.1913 bis zum
01.08.1914 eine Ausbildung bei der 1. Werft-Division und an der U-Bootschule.
Mit Kriegsbeginn am 02.08.1914 wechselt er auf das Linienschiff "WITTELSBACH"
und steht kurz darauf ab dem 17.08.1914 zur Verfügung bei der Inspektion für
das U-Bootwesen und beim Schiffsstamm von "U 35". Dort übernimmt er am
03.11.1914 den Posten des Leitenden Ingenieurs, zunächst unter dem Kommando
von Waldemar Kophamel und ab dem 13.11.1915 unter Lothar von Arnauld de la
Perière. Das Schiff versenkte im Laufe des 1. Weltkriegs die ungeheure Zahl
von 225 Schiffen. Über seine Erfahrungen auf "U 35" schreibt er 1918
das Buch "In der Alarmkoje von U
35".
Fechter erhielt dann vom 19.01. bis zum 17.08.1917 eine Baubelehrung auf "U
139" und "U 107" und übernimmt dann den Posten des Leitenden
Ingenieurs auf "U 107" unter dem damaligen Kommando von
Wilhelm-Friedrich Starke. Im Laufe des 1. Weltkrieges gelingt es dem Schiff
lediglich sechs Schiffe zu versenken. Fechter erhält bereits ab dem 20.09.1917
eine neuerliche Baubelehrung auf "U 139", wo er dann ab dem 18.05.1918
als Leitender Ingenieur eingesetzt wird. Hier steht er erneut unter dem
Kommando von Lothar von Arnauld de la Perière, wobei das Schiff unter diesen
beiden verantwortlichen Offizieren in den folgenden sechs Monaten weitere vier
Schiffe versenkt.
Mit Kriegsende steht er ab dem 25.11.1918 zur Verfügung bei der Inspektion für
das U-Bootwesen und wird beurlaubt. Fechter besucht dann von mai 1919 bis zum
18.09.1921 die Technische Universität in Berlin und kommt dann als Referent in
die Marinewehr-Abteilung der Marineleitung. Ab dem 01.07.1922 Referent bei der
Flottenabteilung der Marineleitung, nimmt er am 15.01.1924 Urlaub und
übernimmt dabei den Posten des Leitenden Ingenieurs auf der US-Yacht "VANADIS".
Am 15.02.1925 erhält er eine Baubelehrung auf der Werft in Wilhelmshaven für
den Leichten Kreuzer "EMDEN", um dort ab dem 15.10.1925 den Posten des
Leitenden Ingenieurs zu übernehmen.
Er steht dann vom 21.07. bis zum 30.09.1928 zur Verfügung beim Chef der
Marinestation "Nordsee", wo er anschließend als Hilfsreferent eine
Verwendung findet. Dabei gehört er vom 10.03.1929 bis zum 30.09.1931 zugleich
einer Erprobungskommission für Schiffe an. Dabei übernimmt er vom 02.08. bis
zum 26.08.1930 die Führung dieser Kommission.
Ab dem 19.06.1931 dann Stationsingenieur der Marinestation "Nordsee",
wechselt Fechter am 30.09.1933 als Flotteningenieur zum Flottenkommando und
ist ab dem 01.10.1935 Schiffsmaschinen-Inspekteur. Als solcher wird er
schließlich am 31.12.1939 verabschiedet.
Dipl.-Ing. Hans Fechter verstarb am 04.07.1955 in Berlin.
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Beförderungen |
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Auszeichnungen |
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Marineingenieuranwärter |
01.10.1905 |
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Ritterkreuz von Hohenzollern mit Schwertern |
??? |
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Marineingenieuroberanwärter |
01.04.1906 |
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Eisernes
Kreuz II. Klasse - 1. WK |
??? |
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Marineingenieurapplikant |
01.10.1906 |
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Eisernes Kreuz I. Klasse - 1. WK |
??? |
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Marineingenieuroberapplikant |
01.10.1908 |
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U-Boot-Kriegsabzeichen - 1. WK |
??? |
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Marineingenieuraspirant |
01.10.1909 |
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k.u.k. Österr. Goldenes Verdienst-Kreuz mit der Krone |
??? |
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Marineingenieuroberaspirant |
01.10.1912 |
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Türkischer Eiserner Halbmond |
??? |
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Marineingenieur |
30.10.1913 |
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Türkische Silberne Liakat-Medaille mit Säbel |
??? |
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Marineoberingenieur |
17.10.1915 |
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Ehrenkreuz für Frontkämpfer |
??? |
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Kapitänleutnant (Ing.) |
01.04.1921 |
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Dienstauszeichnung I. Klasse |
??? |
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Korvettenkapitän (Ing.) |
01.05.1925 |
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Fregattenkapitän (Ing.) |
01.10.1929 |
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Kapitän zur See (Ing.) |
01.06.1931 |
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Konteradmiral (Ing.) |
01.10.1935 |
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Vizeadmiral (Ing.) |
01.11.1937 |
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Admiral (Ing.) |
31.12.1939 |
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