
Konteradmiral (Ing.) Wilhelm
Johannsen

Wilhelm Johannsen wurde am 27.01.1894 in
Buxtehude geboren und trat am 01.10.1911 der Marine bei, wo er zunächst bis
zum 02.01.1912 Dienst bei der II. Werft-Division tat und dann auf das
Linienschiff "HESSEN" versetzt wurde. Er kommt dann am 01.10.1912 auf
den Schweren Kreuzer "MOLTKE" und erhält vom 01.04.1915 bis zum
25.09.1915 eine Ausbildung an der Ingenieur - und Deckoffiziersschule.
Er kehrt daraufhin wieder zum Schweren Kreuzer "MOLTKE" zurück und
erhält ab dem 04.10.1916 eine Ausbildung an der U-Boot-Schule. Nach Abschluss
der Ausbildung wird er am 27.03.1917 Wachoffizier zunächst auf "UB 28"
und ab dem 24.11.1917 auf "UC 105". Am 18.08.1918 wird er Leitender
Ingenieur auf "U 98" und ab dem 14.11.1918 auf "U 105".
Mit Kriegsende steht er vom 26.11.1918 bis zum 09.12.1918 zunächst zur
Verfügung der IV. U-Bootflottille und dann bis zum 15.01.1919 bei der 1.
Werft-Division.
Er erhält eine weitere Ausbildung an der Ingenieur - und Deckoffiziersschule
und kommt ab dem 28.02.1919 zur III. Marine-Brigade, wo er am 18.10.1919 zum
Leutnant (Ing.) zur See befördert wird.
Er wird am 30.11.1919 auf einen Lehrgang an die Marineschule "B" und am
20.10.1920 an die Marineschule in Kiel-Wiek kommandiert. Er erhält dann eine
weitere Ausbildung auf dem Kreuzer "BERLIN" und wird am 18.01.1921 nach
Stralsund versetzt, bis er am 16.03.1921 Wachoffizier auf dem Linienschiff "HANNOVER"
wird.
Vom 07.01.1922 bis zum 01.03.1922 steht er zur Verfügung beim Chef der
Marinestation "Ostsee" und absolviert ab dem 02.03.1922 einen Lehrgang
an der Marineschule in Kiel-Wiek, wo er kurz vor Ausbildungsende am 01.04.1923
zum Oberleutnant (Ing.) zur See befördert wurde.
Es schließt sich am, 04.04.1923 die Verwendung als Kompanieoffizier beim II.
Bataillon der Schiffsstamm-Division "Ostsee" an und ab dem 26.09.1923
der Dienst auf dem Kreuzer "BERLIN", wo er am 01.04.1926 die
Beförderung zum Kapitänleutnant (Ing.) entgegennimmt.
Am 10.08.1925 übernimmt er den Posten des Kompanieoffiziers beim V.
Küstenverteidigungs-Bataillon, wobei er ab dem 08.06.1927 zugleich den Posten
eines Kompaniechefs an der Marineschule in Kiel-Wiek übernimmt.
Als Kraftfahrzeugtransport-Offizier kommt er am 04.10.1927 zum I.
Marine-Artillerie-Bataillon und am 25.09.1928 in den Stab der Marinestation "Ostsee".
Vom 01.10.1929 bis zum 14.01.1930 erhielt er eine Baubelehrung für den
Leichten Kreuzer "KÖLN" auf der Marinewerft in Wilhelmshaven. So wird
er am 15.01.1930 auf diesem Kreuzer Elektro-Ingenieur.
Seine Versetzung zum Marinearsenal nach Kiel tritt er am 06.11.1931 an und
wird am 11.12.1931 Assistent beim Marineversorgungsamt in Swinemünde, wo er am
01.07.1933 zum Korvettenkapitän (Ing.) befördert wird.
Seine erste Stellung als Leitender Ingenieur erhält er am 27.09.1933 auf dem
Linienschiff "SCHLESWIG-HOLSTEIN" und kommt am 27.09.1935 als Ausbilder
an die U-Boot-Schule und wird Verbandsingenieur beim Schulverband.
Als Leiter des Ausrüstungsamtes kommt er am 28.09.1937 nach Swinemünde und
wird am 01.08.1940 zum Stationsingenieur der Marinestation "Ostsee"
ernannt. Bereits am 01.10.1938 erhielt er die Beförderung zum Kapitän zur See
(Ing.). Von hier wird er am 20.09.1942 nach Narvik/Norwegen als Direktor für
Marinerüstung und Reparaturmaßnahmen versetzt und kommt später, am 05.02.1944,
als Arsenalkommandant beim Kriegsmarinearsenal nach Drontheim. Zuvor wurde er
am 01.01.1943 zum Konteradmiral (Ing.) befördert.
Vom 21.02.1945 bis zum 08.05.1945 steht er zur Verfügung beim OB des
Marineoberkommandos "Ostsee" und gerät so bis Dezember 1946 in
Gefangenschaft.
Wilhelm Johannsen starb am 06.11.1956 in Kiel.
EHRE SEINEM ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE
Danke Jens S.