
Vizeadmiral Dipl.-Ing. Karl Packroß

Karl Packroß wurde am 17.01.1891 in Kiel geboren und
trat am 01.10.1909, als Marineingenieuranwärter, in die Kaiserliche Marine
ein, wo er zunächst bei der II. Werft-Division seine Grundausbildung erhielt.
Am 04.01.1910 wechselt er auf den Schweren Kreuzer "ROON" bzw. am
01.10.1910 auf das Linienschiff "POMMERN". Nach der dortigen Ausbildung
wird er am 01.10.1912 an die Ingenieurs- und Deckoffiziersschule kommandiert
und kommt dann am 01.10.1913 auf das Linienschiff "SCHLESIEN".
Nach Beginn des 1. Weltkrieges wechselt er am 21.01.1915 zwecks einer
U-Bootausbildung an die U-Bootschule. Zeitgleich übernimmt er vom 15.03.1915
bis zum 21.03.1915 (Ende der Ausbildung) den Posten des Leitenden Ingenieurs
auf dem Schul-U-Boot "UB 9".
Bereits am 22.03.1915 erhält er auf "UB 17", unter dem Kapitänleutnant
Ralph Wenninger, eine Baubelehrung.
Schon am 22.11.1915 erhält er eine neuerliche Baubelehrung, diesmal auf
Trainingsboot "UB 28" unter dem Kommando von Ernst Rosenow. Bis zum
06.01.1916 ist Packroß hier Leitender Ingenieur und übernimmt diesen Posten
dann auf "UB 26" unter dem Kommando von Wilhelm Smiths. Während der 2.
Feindfahrt verhängt sich das U-Boot in den U-Netzen des frz. Zerstörers "TROMBE"
und ist so gezwungen aufzutauchen. Die 21 Besatzungsmitglieder des U-Bootes
gehen in Le Havre als Gefangene an Land. Packroß bliebt so bis zum 32.02.1920
in Gefangenschaft und steht nach seiner Wiederkehr in die Heimat bis zum
13.03.1920 z.V. beim Kommandanten von Kiel. Hier wird er am 04.03.1920 zum
Leutnant zur See (Ing.) und Oberleutnant zur See (Ing.) befördert.
Er besucht dann die Marineschule "B" und kommt als Wachoffizier am
09.01.1921 auf den Kreuzer "MEDUSA". Bereits 10 Monate später steht er
z.V. beim Chef der Marineleitung und beginnt dann ein Studium an der
Technischen Universität in Berlin. In der Zeit des Studiums wird er am
01.04.1922 zum Kapitänleutnant befördert.
Nach Ende des Studiums erhält er am 15.11.1924 eine Baubelehrung auf dem
Linienschiff "HESSEN" und übernimmt dort am 06.02.1925 den Posten des
Elektro-Ingenieurs.
Vom 01.06.1926 bis zum 30.09.1926 ist er Kompaniechef an der Marineschule in
Kiel-Wiek und bestreitet zugleich seinen Dienst beim III.
Küstenverteidigungs-Bataillon.
Am 01.10.1926 wird er Ausbilder für Elektrotechnik an der Marineschule und
wird dann am 01.10.1928 als Elektro-Ingenieur auf das Linienschiff "ELSAß"
versetzt. Dort erhält er am 01.12.1928 die Beförderung zum Korvettenkapitän.
Als Leitender Ingenieur kehrt er am 15.06.1929 auf das Linienschiff "SCHLESIEN"
zurück und erhält nach seiner dortigen Tätigkeit am 03.10.1932 den Posten des
Technischen Offiziers beim Stab der Marinestation "Nordsee".
Vom 20.02.1933 bis zum 24.11.1935 ist er Mitglied in der Testkommission für
Schiffe und wir während dieser Zeit am 01.05.1933 zum Fregattenkapitän und am
01.10.1934 zum Kapitän zur See befördert.
Vom 25.11.1935 bis zum 30.09.1937 arbeitet er als Referent im Wehrmachtsamt
beim Reichskriegsministerium und wird am 01.10.1937 zum Leiter des
Wehrwirtschaftlichen Amtes bei der III. Wehrwirtschaftlichen Inspektion in
Berlin ernannt.
Am 04.06.1940 wird er Rüstungsinspekteur II in Stettin und im Juni 1941
Rüstungsinspekteur III in Berlin. Am 01.01.1941 zum Konteradmiral (Ing.)
befördert kehrt er im Januar 1942 las Rüstungsinspekteur II nach Stettin
zurück, wo er am 01.06.1944 zum Vizeadmiral (Ing.) ernannt wird.
Gegen Kriegsende gerät er am 26.04.1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft,
aus der er noch im gleichen Jahr entlassen wird.
Karl Packroß starb bereits am 06.01.1946 in Preetz/Schleswig-Holstein.
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Quelle Jens S.