
Konteradmiral Oswald Paul


Oswald Paul wurde am 01.08.1883 in Hamburg geboren und
trat am 10.04.1901, als Seekadett, der Kaiserlichen Marine bei, wo er seine
Grundausbildung erhielt und bis zum 14.05.1901 die Marineschule besuchte.
Vom 15.05.1901 bis zum 31.03.1902 verbringt er seinen Dienst auf dem
Schulschiff "STOSCH" und absolviert dann Lehrgänge an der Marineschule.
In der Folge kommt er am 01.10.1903 auf das Küstenpanzerschiff "HILDEBRAND"
und wird hier am 19.03.1904 zum Leutnant zur See befördert.
Am 01.10.1904 auf das Küstenpanzerschiff "ODIN" versetzt kommt er am
10.10.1904 auf das Küstenpanzerschiff "AEGIR" und wird am 30.06.1906
zum Oberleutnant zur See befördert.
Vom 01.10.1906 bis zum 30.09.1908 ist er als Adjutant der Handwerkerabteilung
bei der 1. Werft-Division tätig, um dann als Kompanieoffizier zur I.
Torpedo-Division versetzt zu werden. In seiner dortigen Tätigkeit übernimmt er
zeitweise den Posten eines Wachoffiziers auf den Torpedobooten "S 143",
"S 138", "S 140", "G 193" und "G 40". Weiterhin
übernimmt er vom 19.02.1911 bis zum 03.09.1911 den Posten des Leiters der
Schnellfeuerkanonen-Ausbildung. Währenddessen er Wachoffizier auf "G 193"
war, wurde Paul am 27.01.1912 zum Kapitänleutnant befördert. In der Zeit
vom 14.09.1913 bis zum 30.07.1914 steht er zeitgleich z.V. bei der Inspektion
des Torpedowesens.
Am 17.03.1917 wird Paul Chef der 2. Torpedoboot-Halbflottille und von
21.09.1918 bis zum 27.10.1918 zeitgleich Chef der V. Torpedoboot-Flottille, wo
er mit deren Führung beauftragt wurde. Während des 1. Weltkrieges erhielt Paul
das Eiserne Kreuz II. Klasse.
Am 23.11.1919 übernimmt er die Stellung des 1. Adjutanten der Schiffswerft
Danzig und am 09.08.1919 den des Chefs der 4. Ostsee-Minensuch-Halbflottille.
Nach der Ernennung zum Chef der 8. Ostsee-Minensuch-Halbflottille, am
28.11.1919, wird er hier am 05.02.1920 zum Korvettenkapitän befördert.
Am 01.06.1920 wird er Kommandeur des III. Küstenverteidigungs-Bataillons, bzw.
am 19.11.1920 des IV. Küstenverteidigungs-Bataillons.
Nachdem er vom 23.11.1920 bis zum 13.03.1921 z.V. beim Chef der Marinestation
"Ostsee" stand, wird er Leiter der seemännischen Abteilung im
Personalamt der Marinestation "Ostsee" und kommt dann am 02.07.1921 in
die nautische Abteilung der Marineleitung. Als Dezernent wechselt er am
03.10.1921 in die Marineverteidigungsabteilung bei der Marineleitung und wird
hier am 01.04.1926 zum Fregattenkapitän befördert. Zugleich übernahm er vom
21.09.1924 bis zum 05.10.1924 die Führung des Postens des Chefs der
Marineverteidigungsabteilung.
Am 28.09.1926 wird er Leiter der Torpedo- und Ausrüstungsabteilung bei der
Marineschiffswerft in Wilhelmshaven und wechselt am 10.12.1927 als Referent in
die Völkerbundgruppe der Marine.
Am 31.03.1929 wird Oswald Paul verabschiedet.
Am 01.12.1930 wird er reaktiviert und bis zum 31.10.1936 als Referent beim
Wehrbereichskommando III eingesetzt um dann Abteilungsleiter der Marine bei
der Wehrersatzinspektion Berlin zu werden. Hier wird er am 01.04.1937
Kommandeur des Wehrkreiskommandos I, bzw. am 01.07.1938 Kommandeur des
Wehrkreiskommandos IX, ebenfalls in Berlin. Als Kommandeur des
Wehrkreiskommandos kommt er am 10.01.1940 nach Wien und wird hier am
01.01.1941 zum Konteradmiral befördert.
Paul steht dann vom 01.06.1944 bis zum 31.07.1944 z.V. beim Oberbefehlshaber
des Marineoberkommandos "Ostsee" und wird schließlich am 31.07.1944
verabschiedet.
Oswald Paul verstarb am 11.05.1949 in Hamburg.
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE

Quelle Jens S.