Konteradmiral (Ing.) Paul-Willy Zieb


Paul-Willy Zieb wurde am 03.06.1892 in
Ruhland-Hoyerswerda in Schlesien geboren und trat am 01.10.1912 als
Marineingenieuranwärter in die Kaiserliche Marine ein.
Seine Grundausbildung bis zum 02.01.1913 erhielt er bei der II. Werft-Division
und tat dann bis zum 15.09.1913 Dienst auf dem Linienschiff "SCHLESWIG-HOLSTEIN".
Während dieser Dienstphase wird er am 01.04.1913 zum
Marineingenieuroberanwärter befördert und versieht dann die restlichen Tage
des September 1913 erneut bei der II. Werft-Division.
Mit Beginn des Dienstes auf dem
Kleinen Kreuzer "STRALSUND", ab dem 01.10.1913, wird er zum
Marineingenieurapplikant ernannt. Weiterhin erhält er während des Dienstes auf
dem Kreuzer am 01.04.1914 die Beförderung zum Marineingenieursoberapplikant.
Am 02.10.1915 wird er zur Ingenieurs- und Deckoffiziersschule kommandiert und
kommt dann als Marineingenieursaspirant am 01.10.1916 auf das Torpedoboot "B
104", wo er bis zum 28.10.1917 Verwendung findet. Es folgte bis zum
02.04.1918 ein Lehrgang an der Marineschule.
Mit Abschluss des Lehrgangs steht er vom 16.04.1918 bis zum 14.06.1918 zur
Verfügung bei der VIII. U-Boot-Flottille und wird am 15.06.1918 Leitender
Ingenieur (LI.) auf dem U-Boot "UB 118". Bereits am 01.07.1918 wird er
hier zum Marineingenieursoberaspiranten befördert.
Am 20.11.1918 steht er erneut zur Verfügung diesmal bei der III.
U-Boot-Flottille und versieht ab dem 01.01.1919 seinen Dienst beim 1.
Bataillon der 1. Werft-Division. Vom 24.01.1919 bis zum 24.01.1919 schließt
sich ein Lehrgang an der Ingenieurs- und Deckoffiziersschule an.
Nach Abschluss des Lehrgangs versieht er bis zum 31.05.1919 seinen Dienst bei
der 1. Marine-Brigade und dann bis zum 25.09.1919 bei der III. Marine-Brigade.
Am 26.09.1919 nimmt er an einem Lehrgang bei der Marineschule "B" teil
und wird dort am 16.12.1919 zum Leutnant (Ing.) zur See befördert.
Am 21.03.1920 wird er Kompaniechef bei der III. Marine-Brigade und wird am
01.07.1920 zum Schiffsstammdetachement bei der Schiffsstammdivision "Ostsee"
versetzt. Von hier wird er am 22.07.1920 zu einem weiteren Lehrgang, diesmal
an der Marineschule Kiel-Wik kommandiert und darauf am 04.01.1921
Ordonnanzoffizier beim 1. Küstenverteidigungsbataillon. Während seines
Dienstes hier bis zum 31.01.1922 erhält er am 21.07.1921 die Beförderung zum
Oberleutnant (Ing.) zur See.
Die folgende Zeit verbringt er bei der 2. Torpedoboot-Halb-Flottille und wird
dort Leitender Ingenieur auf dem Torpedoboot "T 144", dann "T 141"
und schließlich wieder auf "T 144". Am 01.04.1924 wird er
Kompanieoffizier beim III. Küstenverteidigungsbataillon und nimmt vom
15.09.1924 bis zum 30.09.1924 an einem Tauchlehrgang beim I. Bataillon der
Schiffsstammdivision "Ostsee" teil.
Für die nächsten 3 Jahre wird er bis zum 05.10.1927 Kraftfahrzeugführer beim
III. Küstenverteidigungsbataillon und zwischendurch am 01.04.1925 zum
Kapitänleutnant (Ing.) befördert. Danach findet er als Kraftfahrreferent bei
der Marinestation "Ostsee" Verwendung.
Ab dem 27.09.1928 ist er Halbflotteningenieur bei der 1.
Torpedoboot-Halbflottille und ab dem 01.03.1930 Hilfsreferent bei der
Marineleitung.
Die Zeit bis zum 06.10.1934 verbringt er als Leitender Ingenieur auf dem
Leichten Kreuzer "KÖLN", wo er am 01.10.1932 zum Korvettenkapitän
(Ing.) befördert wird. Bis zum 31.03.1935 steht er dann zur Verfügung beim
Chef der Marinestation "Nordsee".
Am 01.04.1935 zum Kommandeur der Marineschule Wesermünde ernannt, wird er am
01.10.1936 zum Fregattenkapitän (Ing.) befördert und darauf
Verbandsingenieur beim Befehlshaber der Aufklärungsstreitkräfte, wo er am
01.04.1938 die Beförderung zum Kapitän zur See (Ing.) erhält.
Vom 31.10.1938 bis zum 17.08.1939 ist er Inspektionsingenieur bei der
Inspektion des Bildungswesens der Kriegsmarine und wird dann bis zum
01.11.1939 Ingenieuroffizier beim Marinegruppenkommando "Ost".
Im November 1939 steht er dann zur Verfügung der Kriegsmarinewerft in Kiel.
Vom 19.11.1939 bis zum 19.01.1943 ist er zuerst Direktor des
Ausbildungsressorts bei der Kriegsmarinewerft in Wilhelmshaven, dann wird er
dort Direktor des Nachschubressorts und zugleich am 28.08.1940 beim Stab des
Kommandierenden Admirals "Frankreich", am 01.05.1941 zugleich
Ingenieuroffizier beim Stab des Kommandierenden Admirals "Frankreich"
und später am 16.11.1942 Ingenieuroffizier im Oberquartiermeisterstab beim
Marinegruppenkommando "West". Zwischenzeitlich wird er am 01.04.1942
zum Konteradmiral (Ing.) befördert.
Am 03.02.1943 wird er Chef des Oberwerftstabes "Schwarzes Meer" und am
28.08.1944 Befehlshaber der Seestreitkräfte "Untere Donau". In dieser
Eigenschaft befiehlt Zieb einen Teil der in der Donaumündung stehenden
Einheiten (insbesondere Fährprähme) donauaufwärts.
Vom 23.10.1944 bis zum 08.05.1945 ist er Oberwerftdirektor der
Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven die er nach dem Krieg bis zum 17.03.1947
abwickelt.
Paul-Willy Zieb starb am 09.08.1972 in Koblenz.
EHRE SEINEM
ANDENKEN - GOTT GEBE IHM DIE LETZTE RUHE