Ernst Georg Altner wurde am 04.12.1901 in Waldheim in
Sachsen als 5. Kind des Anstaltsoberwachtmeisters Friedrich Ernst Altner und
seiner Frau Caroline Wilhelmine, geborene Thate, geboren.
Nach dem besuch der Volksschule von 1908 bis 1913, kommt er an das
Realgymnasium in Waldheim und legt dort 1917 seine Einjährigenprüfung ab. Von
1917 bis 1919 Volontär in einer Maschinenfabrik, wobei er zugleich am
Technikum Mittweida ein Studium aufnimmt, das er jedoch abbricht, wird er dort
dann bis 1920 als Schlosser und Dreher angestellt.
Während des Kapp-Putsches ist er im März 1920 Angehöriger der Bürgerwehr in
Waldheim und arbeitet im Jahre 1921 als Techniker im Tiefbau. Danach dann bis
1933 Techniker in einem Baubüro in Halle, ist er zunächst bis 1925 Angehöriger
der Organisation "Wehrwolf", sowie von 1922 bis 1925 des Stahlhelms.
Anfang Januar 1925 heiratet er Frau Elsa Margarethe Krenkel und trat im
gleichen Jahr der SA bei, wo er dem SA-Sturm 26 zugeteilt wurde. Weiterhin
trat Altner am 10.04.1926 mit der Nummer 34.339 der NSDAP bei und übernimmt
bis 1928 den Posten des Propagandaleiters des Bezirks Rochlitz-Colditz im Gau
Halle-Merseburg, sowie später auch den des Pressewarts.
In dieser Zeitspanne wird er auch Mitglied des Provinziallandtages der Provinz
Sachsen und vom 10.05.1929 bis zum 01.03.1931 dem SS-Sturm 21 zugeteilt.
Danach bis zum 06.07.1931 im SS-Sturm 1 der 26. SS-Standarte, übernimmt Altner
dann die Führung eines SS-Trupps in diesem Sturm, um dann mit dem 06.07.1931
den Posten eines beauftragten Verwalters des Sturmbanns I der Standarte der zu
übernehmen.
Ab dem 27.11.1931 dann Verwalter der 26. SS-Standarte in Halle, wird er am
24.04.1932 erfolglos zur Wahl des preuß. Landtages, für den Wahlkreis 11 in
Merseburg, vorgeschlagen. Daraufhin übernimmt er am 24.12.1932 die Führung der
26. SS-Standarte.
Im Zuge der Machtübernahme der NSDAP kommt Altner vom 05.03. bis zum
14.10.1933 als Mitglied in den preuß. Landtag für den Wahlkreis 11 Merseburg,
wobei er am 22.07.1933 bis zum 15.05.1938 zum hauptamtlichen SS-Führer ernannt
wird. Als solcher bis zum 20.03.1934 Führer des SS-Abschnittes XVI in Halle,
wird er am 12.11.1933 zum Mitglied des Reichstages des Wahlkreises 11 (ab dem
29.03.1936 des Wahlkreises 31, Württemberg) ernannt, das er bis zum
12.04.1945 bleibt.
Am 31.01.1934 wird er durch das Amtsgericht Leipzig wegen fahrlässiger
Körperverletzung zu 20 Reichsmark bzw. 4 Tage Gefängnis verurteilt, wobei im
Dunkeln liegt worum es dabei genau ging.
Im Februar 1934 besucht er einen Lehrgang in Berlin und übernimmt vom
20.03.1934 bis zum 23.02.1935 die Führung des SS-Abschnittes VII in
Königsberg. Bereits vom 01.01.1935 bis zum 31.03.1935 hatte er an einer Übung
bei der Wehrmacht teilgenommen.
Am 16.02.1935 wird er mit einem einfachen Verweis durch den
SS-Oberabschnittsführer Nordost bestraft, da er zur Reichsführung-SS nach
Berlin gereist war, ohne davon seinem Vorgesetzten in Kenntnis zu setzen.
Am 31.03.1935 wird er zum Stabsführer des SS-Oberabschnitts Nord in Königsberg
ernannt und übernimmt dann diesen Posten beim SS-Oberabschnitt Südwest in
Stuttgart. Bis zum 01.05.1935 wird er dort zunächst durch den
SS-Standartenführer Willy Weidermann vertreten. Außerdem übernimmt er vom
23.09. bis zum 02.10.1935 vertretungsweise die Führung des SS-Oberabschnitts
Südwest.
Vom 15.11. bis zum 24.12.1935 nimmt er an der 1. Reserve-Übung beim
Pionier-Bataillon 5 in Ulm, als Reserve-Offiziers-Anwärter teil und wird dann
vom 15.03. bis zum 30.04.1936 zum SS-Oberabschnitt Main in Nürnberg
kommandiert, wobei er vom 20.04. bis zum 03.07.1936 an der 2. Reserve-Übung
diesmal beim Pionier-Bataillon 15 teilnimmt.
Im Jahre 1937 wird er als Schüler an der nationalpolitischen Erziehungsanstalt
Rudolf-Schröder-Schule in Klotzsche bei Dresden aufgenommen und besucht am
01.06.1938 für vier Wochen einen Lehrgang an der Reitschule Forst, um vom
02.05. bis zum 29.05.1938 an der 3. Reserve-Übung beim Pionier-Bataillon 45 in
Neu-Ulm teilzunehmen.
Ab dem 16.05.1938 bis zum 05.12.1938nwird er zur Einarbeitung als
Polizeipräsident zur Dienstleistung zum SS-Oberabschnitt West kommandiert und
wird schließlich am 22.09.1938 in das Beamtenverhältnis unter Ernennung zum
kommissarischen Polizeipräsidenten übernommen. Weiterhin wird er am 05.12.1938
zum SS-Führer im SD-Hauptamt (ab dem 01.10.1939 im RSHA) ernannt.
Zunächst bis zum 10.07.1939 noch kommissarischer Polizeipräsident von
Plauen, wird er am 10.10.1938 zu diesem ernannt und ist zugleich Leiter der
Staatlichen Kriminalabteilung in Plauen. Dort bleibt er bis Januar 1942.
Daneben kommt er 1940 bis zum Juni des Jahres als Oberleutnant der Reserve und
Kompanieführer einer Pionier-Kompanie in Frankreich zum Einsatz. Dort wird er
am 15.06.1940 schwer verwundet.
Mit Ende der Tätigkeit in Plauen kommt Altner am 14.01.1942 als
Polizeipräsident nach Dortmund und ist auch dort zugleich Leiter der
Kriminalpolizei.
Am 10.04.1944 nach Bulgarien abgeordnet bzw. kommandiert, wird er am
12.04.1945 in der Dortmunder Mergelteichstrasse, im Wald, mit einem Kopfschuss
tot aufgefunden. Ob Selbstmord oder Fremdverschulden konnte nicht geklärt
werden.