Dieser Stab wurde eingerichtet um die wichtigsten deutschen Untertageverlagerungen, durch den massiven und brutalsten Einsatz von KZ Häftlingen, möglichst schnell fertigzustellen. Anfangs wurden Kammler 20 Bauvorhaben übergeben - sie wurden in 10 "A" Projekte und 10 "B" Projekte aufgeteilt. Später dürften aber noch mehr Bauten dazugekommen sein, da es z.B. auch noch "B17" gab.
 
A-Projekte: vorhandene Höhlen oder Stollenanlagen, die erweitert werden sollten
B-Projekte: gänzliche Stollen - Neubauten

 

Die weitere Einteilung erfolgte in 4 "SS Sonderinspektionen", teilweise auch als "Sonderbauvorhaben" bezeichnet: S I bis S IV. Amerikanische Geheimdienstakten deuten aber auch auf eine "Sonderinspektion V " hin, zu der Projekte im "Reichsprotektorat Böhmen und Mähren" (heute Tschechien und die Slowakei) gehört haben sollen. So wird auch B5 "Richard" in Leitmeritz zu "S V" gezählt.

Die "SS Sonderinspektion IV" war in Wien beheimatet

  • "Baubüro Dr. Ing. Kammler" in Berlin-Grunewald, Taunusstr. 8

diesem Stabsquartier unterstanden mehrere Sonderinspektionen denen wiederum unterstanden die SS-Führungsstäbe A, B und S

A = Maßnahmen zur Verlagerung der Rüstungsendfertigung

B = Maßnahmen zur Verlagerung der Zulieferindustrie

S = Sondermaßnahmen

 jedem Führungsstab stand ein Architekt im SS-Rang vor, der jeweils über 20 Mann verfügte, er war für die Ausführung der örtlichen Bauvorhaben und für die Heranziehung der Arbeitskräfte und dienstverpflichteten Zivilisten und Privatfirmen zuständig für das betreffende Bauvorhaben

(entnommen http://webinsel.lion.cc/spitzbergen/180048/b_kammler.html)