
Bauvorhaben "Zement"
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In Ebensee entstanden 2 riesige
Stollenanlagen die anfangs für die Heeresversuchsanstalt Peenemünde
vorgesehen waren. Der ursprüngliche Deckname war "Kalk"
oder "Kalkstein"
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Anfang 1944
sollte das Peenemünder Entwicklungswerk nach Ebensee als
"Südwerk" unterirdisch umgelagert werden, dazu entstand 1943
unter dem Oberkommando des SS-WVHA (Wirtschaftsverwaltungs-Hauptamt) und in
direkter Verantwortung durch den Reichsführer SS Himmler
ab September 1943 eingesetzten
„Sonderbeauftragten für das A4-Programm„ , SS-Gruppenführer Dr.-Ing.
Hans Kammler das sogenannte Bauvorhaben „Zement„ zusammen mit dem
KZ-Außenlager Ebensee des KZ Mauthausen, nach dem ersten Luftangriff der Alliierten
auf Peenemünde, empfahl Himmler, Hitler
die Fertigung der A4-Raketen in SS-Hände abzugeben, am 20.
August 1943 tat dies Hitler offiziell,
bereits am 21. August teilte Himmler, Speer mit, das er von nun an die Fertigung der
A4-Raketen übernehme und er dafür den SS-Obergruppenführer Pohl
und dem ihn unterstehenden Leiter Dr. Ing. Hans
Kammler einsetzte
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am 25. August
1943 forderte der Sonderausschuss A4 geeignete Höhen zur
Unterbringung, zwischenzeitlich konzentrierte man sich auf das als
Reichsöllager vorgesehene Stollensystem im Kohnstein/Nordhausen, sowie auf
die Kaliwerke von Bleicherode und Umgebung, auf der Beratung „Einzelmaßnahmen
und die Wahl der Herstellungsorte„ des Rüstungsrates zwischen Speer, Kammler, Dornberger (Kommandeur
der Heeresversuchsanstalt Peenemünde), Degenkolb (Leiter des
A4-Ausschusses, Geschäftsführer der Norddeutschen Maschinenfabrik
Duisburg) und Saur
am 26. August 1943 wurde - nach einem Vorschlag
von Dr. Kammler - beschlossen
„Die Funktion von Peenemünde
in drei Teile zu gliedern und über das ganze Reich zu verteilen.
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Das Hauptwerk -
Mittelwerk - für die Montage und Serienfertigung in eine
unterirdische Fabrik in den Harz verlegt werden
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das
Entwicklungswerk - Südwerk - als SS-Bauvorhaben „Zement„
unterirdisch in Ebensee am Traunsee entstehen
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das
Versuchsserienwerk - Ostwerk - oberirdisch unweit des SS-Truppenübungsplatzes
„Heidelager„ - einschließlich Schußbahn für A4-Versuchsstarts -
bei Blizna im Generalgouvernement ausgebaut werden.„
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Durch die Kriegsentwicklung
wurden jedoch die unterirdischen Anlagen, in denen auch die Entwicklung der
A9/A10, der sogenannten „Amerikarakete„ erfolgen sollte,
einer ersten Rakete mit interkontinentaler Reichweite, in Weiterführung der
Peenemünder Aggregat 4, nicht fertiggestellt, worauf die
Entwicklungsabteilungen aus Peenemünde in den sogenannten „Mittelraum„,
ab Frühjahr 1945 konzentriert in die thüringische
Stadt Bleicherode am Südharz verlagert wurden. Die Einzelteilfertigung und
-entwicklung sollte in Ebensee ursprünglich in der Stollenanlage „B„
stattfinden, die Vertikalmontage der A9/10 in der teilweise über 20 Meter
hohen Stollenanlage „A„. Ein weiterer unterirdischer
Komplex, unweit der Firma Solvay hätte womöglich eine unterirdische
Sauerstoff-Verflüssigungsanlage aufgenommen, wie dies an anderen Orten
praktiziert wurde (z.B. am A4-Triebwerks-prüffeld im Oertelsbruch bei
Lehesten/Thüringen, Deckname „Rotbutt„ und KL „Laura„)
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Die konkreten Projektierungen der
Anlagen „A„, „B„ und „C„
- obwohl „C„ noch nicht bestätigt - sowie den Vorhaben
großer geschützter Prüfstände und einer Startanlage für Versuchsstarts
unweit von Ebensee, von Kraftwerksanlagen und einer Siedlung der
Wissenschaftler, macht eine weitere Erforschung zahlreicher Querverbindungen
und Vergleiche notwendig. Besonders interessant für eine objektive
Betrachtung zum Bauvorhaben „Zement„ scheint die wichtige
Rolle von Dr. Kammler auch für Ebensee zu sein, die in der Öffentlichkeit,
auch im Zusammenhang mit dem Mittelwerk bei Nordhausen, dem Stollenausbau,
KL-Häftlingseinsatz sowie dem militärischen Einsatz der
Aggregat-4-Rakete„ als V2, einer weiteren gründlichen Analyse bedarf.
Welche Karriere Kammler als „Sonderbeauftragter
für das A4-Programm„ durchlief, zeigen die Stationen seines Lebens. Kammlers wiederholte Anwesenheit auch in
Ebensee sowie bei anderen SS-Untertage-Bauvorhaben in Österreich gelten als
sicher und sind z.T. auch belegt.
näheres dazu hier
KZ-Gedenkstätte und Widerstandsmuseum Ebensee
Kirchengasse 5, A-4802 Ebensee, Österreich
Tel. ++43/6133/5601 Fax ++43/6133/5601-4
(entnommen von
http://www.swe.uni-linz.ac.at/staff/bob/VWM/betrifft/42/henze.htm)
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