
Macchiavelli
(1469 - 1527)
Urteil und seine Grundgedanken:
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er war der erste mit dem Begriff
"Staat"
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Ordnungssicherung nur durch Gewalt und
Zwang
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Ordnung ist gegen die Natur des Menschen
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Macchiavelli
kehrt sich von einem mittelalterlichen Weltverständnis ab, welches von
einer sinnvollen Einheit von natur und Mensch und von einem zweckhaften
Verlauf der Geschichte ausgeht
→ Fortschritt in der Geschichte,
Höherentwicklung und Vervollkommnung des Menschen kommen für Macchiavelli
nicht in frage
→ aus der
Unveränderlichkeit der menschlichen Natur und der damit verbundenen
Gesetzmäßigkeit des menschlichen Handelns ergibt sich, daß die Welt stets
gleich war (die immer gleiche Geschichte spielt sich im Kreislauf von
Krise und Chaos uns Stabilität ab)
→ Aufgabe eines
genialen Führers die Menschen aus dem Zustand der Krise ( siehe Italien im
15. jahrhundert) herauszuführen » neue Ordnung
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diese Auffassung von Macchiavelli
über Geschichte, natur, Menschen und deren Handlungen sind nicht in eine allgemeine
Theorie integriert mit der die Welt erklärt oder die Geschichte errechnet
wird (kein System)
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Macchiavelli
glaubt aus dem Studium der Geschichte Ratschläge für erfolgreiches
politisches handeln ableiten zu können
→ seine Schriften
sind daher voller Rückblicke in die antik/römische Geschichte
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dieses Studium lehrt ihn, daß die Großen
der Geschichte ihre Erfolge oftmals erlangten, weil sie auf Moral keine
Rücksicht nahmen
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Macchiavelli
nimmt die Wende vom Mittelalter zur Modern illusionslos zur Kenntnis
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für Macchiavelli
ist in der frühen Neuzeit der transzendente Sinnbezug (Bewusstsein und
Erfahrung überschreitend) aufgelöst »Welt ist ordnungslos und unsicher, verlässlich
bleibt für ihn nur die Gewalt, die zu einem normalen Mittel der Politik avanciert
(siehe bei Boccia)
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Macchiavelli`s
Ruf nach einem großen Führer könnte vor allem in der Gesellschaft seines zerrissenen
Heimatlandes zu sehen sein
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Macchiavelli
sieht in der kulturellen Blüte eines Staates seinen politischen Untergang
» historische Entwicklung ist geprägt von der Tendenz zu Niedergang und
Verfall
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der Politiker muss so gut wie möglich den
drohenden Verfall verlangsamen und den günstigsten Augenblick zum Handeln
nutzen (auch mit allen Mitteln » Boccia oder Bartholomäusnacht)
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der Politiker muss davon ausgehen, daß
alle Menschen grundsätzlich schlecht sind und habsüchtig und ehrgeizig zu
uneigennützigen Handeln für die Republik nicht fähig sind
→ deshalb muss
die menschliche Destruktivität durch die Machtmittel des Staates begrenzt
werden
→ Diese
Widersprüche können als Spiegelbild des geistigen und politischen Umbruchs
im 15. jahrhundert gewertet werden. Mit seinen Schriften setzt sich ein
neues Staatsdenken durch
→
Politik nicht mehr als Mittel für tugendhaftes und glückliches leben und
nicht zur Erlangung des Seelenheils, sondern Politik ist gleichgesetzt mit
dem einwandfreien Funktionieren einer Staatsverfassung zum Wohle des ganzen
und es
Hauptwerk: "Der Fürst" 1513

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