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Wahlen in der Weimarer Republik

rechter Putschversuch und linker Revolutionsversuch veranlassten Weimarer Koalition sich früher als geplant den Wahlen zu stellen und somit den ersten republikanischen Reichstag an die Stelle der Nationalversammlung treten zu lassen

Ø      nach Wahlrechtsänderung entfielen auf ein Mandat 60.000 Stimmen

Ø      Wahlen endeten für das Bündnis zwischen sozialdemokratischer Arbeiterschaft, liberalem Bürgertum und politischem Katholizismus mit verheerender Niederlage, MSPD, DDP und Zentrum erreichten zusammen nicht mal die 50% Marke (die sie auch nie wieder erreichten)

Ø      USPD, DVP und DNVP erzielen beträchtliche Gewinne

Ø      Verluste der Weimarer Koalition erklärten sich durch die seit Sommer 1919 anhaltende politische Polarisierung, die je nach Region mit der Enttäuschung über die steckengebliebene Revolution und ihre gescheiterte Fortsetzung bzw. mit der Empörung über Versailler Vertrag und mit der Anziehung der Dolchstoßlegende zusammenhing

Ø      da USPD der Weimarer Koalition  nicht beitreten wollte und die MSPD nicht mit der im Wahlkampf monarchistisch und antisozialistisch auftretenden DVP koalieren wollte, wechselten die Mehrheitssozialisten in die Opposition , darum bildeten Zentrum, DDP und DVP eine bürgerliche Minderheitsregierung unter Reichskanzler Konstantin Fehrenbach (Zentrum)

Ø      durch diese Bedingungen musste 9-Punkte-Programm der Gewerkschaften vom 18.03.1920 unerfüllt bleiben, neue Regierung stand Sozialisierungsideen noch weiter entfernt als die alte, Freikorps wurden allerdings aufgelöst

Ø      auf Druck der Alliierten wurden die Einwohnerwehren abgeschafft (in Bayern im Sommer 1921), einige ihrer Mitglieder wandten sich deutschvölkischen Organisationen zu wie zum Beispiel der NSDAP und der SA

in Preußen (wo die Weimarer Koalition ihre Mehrheit behielt) demokratisierte die Landesregierung den öffentlichen Dienst, viele republikfeindliche Beamte wurden entfernt so dass Preußen (60% der Fläche und der Bevölkerung der Weimarer Republik) unter den Republikanern bald als „Bollwerk der Demokratie“ und den Rechtsstehenden als „Rote Festung“ galt,

Ø     Bayern hingegen entwickelte sich in eine andere Richtung, MSPD wurde dort schon während des Kapp-Lüttwitz-Putsches in die Opposition gedrängt, außerdem etablierten sich rechtskonservative Regierungen unter Führung der BVP, Bayern erwarb sich je nach politischer Ausrichtung entweder den Ruf nach einer „Ordnungszelle“ oder eines „Hort der Reaktion“ 

1924 nehmen die Nationalsozialisten an 2 Wahlen zum Reichstag teil, bei der ersten erreichten sie 32 Sitze und bei der Seiten lediglich 14 Sitze

1928 erreichten sie lediglich 12 Sitze, doch wurden bereits Vorbereitungen für den großen Schlag getroffen, man erwarb die Gunst Großindustrieller und ehemaliger Heeresoffiziere

am 13. März 1932 fand die Präsidentenwahl statt und am 31. Juli die Reichstagswahl, am 15. Februar 1932 gab Hindenburg seine erneute Kandidatur bekannt (obwohl bereits 84 jährig), Hitler kandidierte eine Woche später

die Präsidentenwahl vom 13. März 1932 hatte keinen eindeutigen Sieger gebracht und machte somit einen 2. Wahlgang nötig, das Datum war der 10. April, einher ging auch das Verbot der SA und der Hitlerjugend seitens der Regierung, was jedoch den Eintritt weiterer Mitglieder zur Folge hatte, am 10. April konnte Hindenburg die Wahl gewinnen ( 53% der Stimmen), Hitler erhielt rund 37% aller Stimmen, das Ergebnis wertete Hitler als Sieg

bei der Reichstagswahl am 31. Juli kam es zu einem noch größeren Erfolg die NSDAP konnte durch das Wahlergebnis seine Sitze im Reichstag auf 230 verdoppeln

 im Reichstag versuchte man nun eine Regierungsbildung ohne die NSDAP zu suchen, doch anhand ihrer großen Fraktion war dies unmöglich, so schlug von Papen Hitler als Reichskanzler vor, Vizekanzler wollte v. Papen selbst werden um Hitlers NSDAP kontrollieren zu können, so wurde Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt

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