11. Panzerdivision

Aufstellung:
Die Division wurde am 1. August 1940 aus der 11. Schützenbrigade
(mot.) und Teilen der 5. PD im Raum Thüringen aufgestellt, Wehrkreis III,
Schlesien
Gliederung:
Panzergrenadier-Regiment 110
Panzergrenadier-Regiment 111
Panzerregiment 15
Panzerartillerie-Regiment 119
Panzer-Pionier-Bataillon 209
Panzerjäger-Abteilung 61
Panzer-Aufklärungs-Abteilung 231 und Kradschützen-Bataillon 61
(zusammen ab 1943 Panzer-Aufklärungs-Abteilung 11)
Panzer-Nachrichten-Abteilung 341
Flak-Abteilung 277
Versorgungseinheiten 89
Kommandeure:
Generalmajor Crüwell
Generalmajor Freiherr von Esebeck
Generalmajor Scheller
Oberst Balck
Generalleutnant von Cholitz
Generalmajor Mickl
Generalleutnant von Wietersheim
Generalmajor von Buttlar
Kriegseinsätze:
1941
Im Januar Verlegung zur Sicherung der
Ölfelder von Ploesti nach Rumänien. März nach Jambol, Bulgarien.
Balkanfeldzug. Angriffskämpfe unter XIV. PK (Panzergruppe v. Kleist) über
Pirot - Nis - durch das Morawa-Tal auf Belgrad. Ende März Marsch nach
Südpolen. Rußlandfeldzug. Unter XXXXVIII. PK (Panzergruppe 1) Vormarsch über
Bug - Ostrow - durch die »Stalin-Linie« - Berdichew. Abwehr im Raum
Berdichew - Januspol. Vorstoß auf Uman bis Ternowka. Kämpfe am Kessel von
Kiew. Auffrischung. Kämpfe um Malin - Gornaistopol. Mitte September Verlegung
in den Raum Roslawl. Doppelschlacht um Wjasma über Roslawl - Istra-Staubecken
bis kurz vor Moskau. Abwehr- und Rückzugskämpfe von Krjukowo über Lopotowo bis
Rusa - Wolokolamsk. Ende Dezember Reserve bei Gshatsk
1942
Auffrischung und Sicherung im Raum Gshatsk,
später am Dnjepr bei Jarzewo bis Ende Mai. Verlegung in den Raum Nowo
Archangelsk unter XXIV PK (HG Süd). Angriff auf Woronesh bis nördlich
Semljansk. Kämpfe unter 2. Panzerarmee bei Ssuchinitschi. Abwehr im
Shisdra-Bogen, Mitte September Verlegung in den Raum Millerowo (Reserve HG B).
Anfang November Verlegung als Reserve zur HG Mitte in den Raum Roslawl. Ende
November Eiltransport zur HG Don und Entsatzangriff auf Stalingrad.
Abwehrkämpfe am Tschir und im Bystraja-Donez-Abschnitt.
1943
Abwehrkämpfe südöstlich Rostow unter
Armeegruppe Hollidt im Donezbecken und am Westufer der Donez. April bis Juni
Auffrischung. Im Juli Unternehmen »Zitadelle« unter XXXXVIII. PK (4.
Panzerarmee) zum Psell. Danach Abwehr südlich des Psell-Abschnitts. Rückzug
westlich Charkow über Tscherkassy bis hinter den Dnjepr. Abwehr um Kirowograd.
1944
Abwehr am Südrand des Kessels von
Tscherkassy. Gegenangriff zum Entsatz des Kessels. Rückzugskämpfe über den Bug
bis hinter den Dnjepr im Raum Kischinew. Mai Verlegung zur Auffrischung bei OB
»West« in Südfrankreich. Eingliederung von Teilen der 273.
Reserve-Panzerdivision. Mitte Juli unter 19. Armee im Raum Toulouse -
Carcassonne. Ab August Abwehr gegen die alliierte Invasion im Raum
Aix-en-Provence. Rückzug über das Rhöne-Tal - Lyon - Chalon-sur-Saone. Teile
in Abwehrkämpfen im Raum Besancon - Belfort bis Ende November. Transport der
Masse der Division Mitte September an den Nordrand der Vogesen. Abwehrkämpfe
südlich Metz. Gegenangriffe und Abwehr bei der »Schlacht um Lothringen«.
Auffrischung in der Eifel.
1945
Ab Mitte Januar Verteidigung im Raum Saar -
Mosel - Orscholz und bei Königshoven - Grevenbroich - Düsseldorf Verlegung
nach Süden und Kämpfe bei Remagen. Marsch nach Vogelsberg - Fulda - westlich
Eisenach - um Greiz. Ausbruch aus Einschließung zum Erzgebirge. Letzte Kämpfe
nördlich Passau. Am 2. Mai Kapitulation gegen US-Truppen.
