4. Panzerdivision

Aufstellung:
Am 10. November 1938 wurde diese Division aus Abgaben der
Panzertruppe sowie Einheiten des ehemaligen österreichischen Heeres
aufgestellt, Wehrkreis XIII, Nürnberg
Gliederung:
5. Panzerbrigade (bis Juli 1940)
Panzer-Regiment 35
Panzer-Regiment 36 (bis Juli 1940)
4. Panzer-Grenadier-Brigade
Panzer-Grenadier-Regiment 12
Panzer-Grenadier-Regiment 33 (ab Oktober 1939)
Artillerie-Regiment (mot.) 103
Nachrichtenabteilung (mot.) 79
Panzerjägerabteilung 49
Pionier-Bataillon (mot.) 79
Sanitätsabteilung 84
Aufklärungs-Abteilung (mot.) 7 (bis 1943)
Panzer-Aufklärungs-Abteilung 4 (ab 1943)
Krad-Schützen-Bataillon 34
Flak-Abteilung 290
Versorgungseinheiten 84
Kommandeure:
Generalleutnant Reinhardt, G. H.
Generalmajor Ritter von Radlmaier
Generalmajor Stever
Generalmajor Freiherr von Langermann und Erlenkamp
Generalmajor Eberbach
Oberst Dr. Mauss
Generalmajor Dipl.-Ing. Schneider
Generalleutnant von Saucken
Generalmajor Junck
Generalmajor Betzel
Oberst Hoffmann
Kriegseinsätze:
1939
Polenfeldzug, Vormarsch im Verband des
XVI. AK (mot.) über Radomsk südlich Lodz - die Weichsel bis in die
westlichen Vorstädte Warschaus, Abwehr- und Gegenangriffe am
Einschließungsring um Warschau - Festung Modlin, an der Bzura und
Weichsel, Ende September Rückmarsch in die Heimatstandorte und
Auffrischung
1940
Februar Verlegung in die Eifel.
Westfeldzug. Unter XVI. PK (6. Armee) Vormarsch über die Maas bei
Maastricht - gegen die Dyle-Stellung - am Charleroi-Kanal - südwestlich
Maubeuge, unter XXXIX. AK (mot.) über Arras - den La-Bassee-Kanal -
Bethune - Roye/Avre durch die Weygand-Linie, im zweiten Teil des
Feldzuges nach kurzer Auffrischung Vorstoß über Sezanne - südlich der
Seine Richtung Schweiz bis in den Raum nördlich Valence,
Besatzungstruppe und Bereitstellung für das Unternehmen »Seelöwe«,
im Dezember Verlegung in die Heimat
1941
Mitte Februar Besatzungstruppe im Raum
Bordeaux; Mitte April OKH-Reserve in Westungarn für den Balkanfeldzug,
Ende April Bereitstellung um Posen unter XXIV AK (mot.) (PG 2),
Ostfeldzug, Angriffskämpfe aus Raum südlich Brest-Litowsk über den Bug -
Bobruisk - Beresina - Stary Bychow - über den Dnjepr südlich Mogilew -
Roslawl bis Krasnoje, dann südlich zum Einschließungsring um Kiew, kurze
Auffrischung und Vorstoß über Orel und Tschern bis Tula, weiter bis
Gegend südlich Kashira, Rückzugskämpfe auf den Oka-Brückenkopf um Mzensk
1942
Kämpfe im Verband des LIII. AK (2.
Panzerarmee) um die Oka-Stellung, Gegenangriffe um Brjansk, ab Mai unter
XXXXV. AK Stellungskämpfe beiderseits Mzensk
1943
Ab Mitte Januar Auffrischung im Raum
Orel, Einsatz ostwärts Kursk und Aufnahme der 82. ID, Rückzug über Kursk
und den Pruth, Schließung der Frontlücke ostwärts Romny an der Desna,
Gegenschlag von Nowgorod in den Raum um Ssewsk, Schließung der
Frontlücke am Bogen von Kursk, Auffrischung bei Nowgorod, ab Mai
Einsätze gegen Partisanen um Potschep, ab Juli Angriffskämpfe unter
XXXXVII. PK (9. Armee) auf Teploje, Abwehr- und Rückzugskämpfe Richtung
Norden, Reserve der 9. Armee. Abwehr bei Ssewsk; Absetzen über die Desna
bis zum Dnjepr, Kämpfe im Dnjepr-Ssosh-Abschnitt und im Pripjet-Gebiet
1944
Abwehrkämpfe am Nordrand des
Pripjet-Gebiets und Rückzug auf den Druth-Abschnitt, im März
Auffrischung, unter LVI. PK über südlich Brest-Litowsk in den Raum
Luboml, Entsatzangriff auf Kowel, Durchbruch nördlich Kowel und Entsatz
der Stadt, kurze Auffrischung, Verlegung in den Raum nordwestlich Sluzk,
Abwehr bei Baranowice - im Schara-Brückenkopf, Abwehr- und Gegenangriffe
bei Slonim, Rückzug hinter den Narew, Kämpfe bei Warschau, Verlegung
nach Kurland, Einsatz in der 1. bis 3. Kurlandschlacht bei Preekuln -
Frauenburg - Tukkum unter XXXX. PK
1945
Seetransport von Libau nach Danzig und
Neuaufrüstung, Rückzugskämpfe über Heiderode - Köslin - Karthaus vor
Gotenhafen-Danzig, Stellung an der Weichselmündung und auf der Frischen
Nehrung, dort erfolgte die Kapitulation, die 4. PD war die höchst
dekorierte PD des deutschen Heeres
