Technische Daten:
Stapellauf: 12.06.1901
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Wasserverdrängung Standard: 11.774 t
Wasserverdrängung maximal: 12.798 t
Länge: 126,8 m
Breite: 20,8 m
Tiefgang: 8,04 m
Maschinenleistung: 14.875 PS
Geschwindigkeit: 13 kn
"ZÄHRINGEN"
gehörte als ehemaliges Linienschiff der kaiserlichen Marine zur
WITTELSBACH- Klasse, einer Baureihe von Linienschiffen aus den Jahren 1899
bis 1903, welche die Namen "WITTELSBACH",
"WETTIN", "ZÄHRINGEN", "SCHWABEN"
und "MECKLENBURG" trugen, "ZÄHRINGEN"
wurde als Linienschiff am 25.10.1902 in Dienst gestellt und der damaligen
Hochseeflotte eingereiht, zu jener Zeit führte das Schiff eine
Hauptartillerie von vier 24-cm-Kanonen, die in 2 Türmen untergebracht
waren, außerdem waren in Kasematten noch achtzehn 15-cm-Kanonen an Bord
die Schiffe der
Wittelsbach-Klasse galten aber schon im 1. Weltkrieg als veraltet und fanden
als Schul- und Beischiffe Verwendung, "ZÄHRINGEN" lag ab 1916
in Kiel und diente als Exerzierschiff, ab 1917
als Heizerschul- und Zielschiff, 1920 übernahm
die damalige Reichsmarine das inzwischen außer Dienst gestellte
Linienschiff als Wohnhulk, in den Jahren 1926/27
wurde die "ZÄHRINGEN" dann bei der Marinewerft in
Wilhelmshaven zum unbemannten, unbewaffneten, ferngelenkten Zielschiff
umgebaut, als solches diente es danach der Reichs- und anschließend der Kriegsmarine
neben der "ZÄHRINGEN"
besaß letztere, ebenfalls ferngelenkt, das Zielschiff "HESSEN",
ein ehemaliges Linienschiff der BRAUNSCHWEIG-Klasse, das 1937
zum Zielschiff umgebaut worden war und 1946 an
die UdSSR ausgeliefert wurde, beide Zielschiffe wurden von den
Fernleitbooten "BLITZ" und "KOMET" - es
waren dies die ehemaligen Torpedoboote T 185 bzw. T 151 - funkgesteuert,
"ZÄHRINGEN" sank am 18.Dezember 1944
nach Bombentreffern in Gotenhafen
