Gebirgsjäger-Regiment 138
nach der Besetzung Österreichs durch die
deutsche Wehrmacht im Frühjahr 1938 wurde das
österreichische Heer aufgelöst und mit großen Teilen in das deutsche
eingereiht, so bildeten Einheiten der 5. und 7. ehemaligen Heeresdivision
Österreichs die neue deutsche
3.
Gebirgs-Division, deren Kommandeur Generalmajor Dietl
wurde, zur Division trat das neu aufgestellte Gebirgsjägerregiment
(Geb.Jäg.R.) 138 unter Führung von Oberstleutnant Weiß,
letzter Kommandeur der österreichischen Infanterie-Schießschule in Wien
das Geb.Jäg.R. 138 bezog folgende
Unterkunftsorte: Stab, I. Btl. (Bataillon) und 16. Panzerabwehr-Kompanie in
Leoben; zwei Kompanien blieben vorerst in Bruck an der Mur stationiert, das
II. Btl. lag in Graz, das III. in Admont, das Ergänzungsbataillon und die 17.
Ergänzungs-Infanteriegeschützkompanie waren in Pinkafeld und die 18.
Pz.Abwehr-Ergänzungskompanie in Radkersburg stationiert
das Regiment wurde nach knapp 15monatiger
Ausbildung im Spätherbst 1939 nach Südpolen
verlegt, Teile in die Slowakei, mit Beginn des Polenfeldzugs am
1. September ging das Regiment bei Rosenberg über die deutsch-polnische
Grenze, der Vormarsch führte über die Tatra, wobei es zu ersten schmerzlichen
Verlusten kam, dann ging es weiter über Tarnow zum San, nach dem Feldzug
verlegten die 138er mit der gesamten Division in die Eifel, später nach
Traben-Trarbach
überraschend kam dann im
März 1940 der Befehl zum Transport in den Großraum Berlin, Anfang April ging es an die Nordsee, von hier aus mit
Schiffen nach Drontheim zur Besetzung Norwegens, das Regiment unterstand zu
dieser Zeit der 2. Gebirgsdivision, die von Drontheim aus nach Norden stieß,
um Dietls bedrängte Verteidiger von Narvik zu
unterstützen
danach erfolgte die Verlegung der nun wieder
gemeinsam kämpfenden 3. Gebirgsdivision an die finnisch-russische Grenze, das Geb.Jäg.R. 138 trat in der Polarnacht zum 29. Juni 1941
zum Angriff auf Murmansk an, doch am kleinen Fluss Liza blieb jeder Angriff
liegen, die 3. Gebirgsdivision wurde im Oktober 1941 aus
der Front gezogen, in einem langwierigen Transport nach Grafenwöhr gebracht
und unterstand dann bis April 1942 dem
Befehlshaber im Wehrkreis Salzburg, anschließend erfolgte erneut eine
Verlegung nach Norwegen (Raum Lillehammer), von dort im Schiffstransport nach
Reval und schließlich an die Front vor Leningrad, die Division wurde von den
Transportzügen aus in die 1. Ladogaschlacht geworfen und war an der
Einschließung und Vernichtung des Vl. sowjetischen Gardekorps beteiligt
im Frühjahr 1943
lag das Regiment 138 bei Welikije Luki, und wenige Wochen später kam es in den
Südabschnitt, die Jäger kämpften jetzt um Woroschilowgrad, in der
Redkino-Schlucht und bei Porkowo, danach ging es zurück über Saporoshje in den
Brückenkopf von Nikopol, der Rückzug 1944 führte
das Regiment über Rascaeti in die Karpaten, durch das Bisarztal und über den
Aurelpaß zur Theiß, im letzten Kriegsjahr stand es im Abwehrkampf in der Hohen
Tatra, bei Jablunkau und Freistadt, später zogen sich die Reste der 138er über
Olsa, Neutitschin bis in das Gebiet südlich von Olmütz zurück, dort war der
Krieg für das Regiment beendet, am 8. Mai 1945
legten die ostmärkischen Jäger ihre Waffen nieder
Aufstellung:
Gliederung 04.01.1945:
Stab mit Stabskompanie
I. Bataillon mit Stabskompanie und 1. - 5. Kompanie
II. Bataillon mit Stabskompanie und 6. - 10. Kompanie
III. Bataillon mit Stabskompanie und 11. - 15. Kompanie
16. Kompanie
leichte Gebirgsjäger-Kolonne

Gliederung 11.02.1945:
Stab mit Stabskompanie
I. Bataillon mit Stabskompanie und 1. - 5. Kompanie
II. Bataillon mit Stabskompanie und 6. - 10. Kompanie
III. Bataillon mit Stabskompanie und 11. - 15. Kompanie
16. Kompanie
leichte Gebirgsjäger-Kolonne

Gliederung 01.03.1945:
Stab mit Stabskompanie
I. Bataillon mit Stabskompanie und 1. - 5. Kompanie
II. Bataillon mit Stabskompanie und 6. - 10. Kompanie
III. Bataillon mit Stabskompanie und 11. - 15. Kompanie
16. Kompanie
leichte Gebirgsjäger-Kolonne

Stellenbesetzung: