Infanterie-Regiment 530
Grenadier-Regiment 530
das Regiment entstand mit drei Bataillonen und
den entsprechenden Regimentskompanien im Frühjahr 1940
im Wehrkreis IX (Kassel), das IR 530 kam nach entsprechender Kurzausbildung
zur 299. Infanteriedivision (ID), die bei Beginn des Westfeldzuges von 1940 als Reservedivision hinter dem Westwall lag,
in der 2. Feldzugsphase gehörte die 299. ID zum VII. Armeekorps der 16. Armee
und stieß aus Südluxemburg westlich der Maas nach Verdun vor, das IR 530, am
linken Korpsflügel eingesetzt, drang dabei in die nordwestlichen
Befestigungsanlagen von Verdun ein, der weitere Angriff führte das Regiment
nach Südosten
mit Beginn des Ostfeldzuges am 22. Juni 1941 gehörte die 299. ID zum linken
Flügel der 6. Armee und ging an der Spitze des XXIX. Armeekorps bei Starograd
über den Bug, der weitere Vormarsch führte das IR 530 zur "Stalinlinie",
dort kam es im Raum zwischen Shitomir und Korosten zu einer achttägigen
Schlacht, bei der das Regiment 685 Gefallene zu beklagen hatte, die Tapferkeit
des Regiments wurde vom Oberbefehlshaber des Heeres in einem Tagesbefehl
besonders anerkannt und der Kommandeur, Oberst Heinrich
Wittkopf, erhielt am 29.9.1941 als erster
Soldat der Division das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
die nächste Offensive führte das Regiment in
das Gebiet um Kiew, dabei gelang es dem III. Bataillon, den Flugplatz der
ukrainischen Hauptstadt zu stürmen, das IR 30 passierte dann bei Garnostaipol
den Dnjepr nördlich von Kiew
das Kriegsjahr 1942
sah das IR 530 in der Sommeroffensive wiederum als Spitzeneinheit, die den Don
unweit von Woronesch erreichte, danach wurde die gesamt 299. ID hinter die
italienische 8. Armee zur Stützung von deren Front eingeschoben, nach der
Einschließung von Stalingrad musste sich die Division dem überhasteten Rückzug
der Italiener anschließen und wurde danach zur Heeresgruppe Mitte in den
Abschnitt der 2. Panzerarmee verlegt, als hier im August
1943 mehrere Sowjetarmeen die Front der Armee bei Brjansk aufrissen,
kämpfte das Regiment mit Bravour entlang der Straße Mzensk-Orel und wurde
mehrmals zum Wellenbrecher des feindlichen Angriffs, der anschließende Rückzug
brachte das IR 530 über Brjansk zur Desna und von hier entlang der Straße
Orscha-Witebsk an den linken Flügel der 3. Panzerarmee und damit der gesamten
Heeresgruppe Mitte
die Rote Armee begann am
22. Juni 1944 ihren gewaltigen Großangriff gegen diese Heeresgruppe,
wobei innerhalb von zwei Tagen die Front der 3. deutschen Panzerarmee
durchbrochen und die Divisionen auf Witebsk zurückgedrängt und eingeschlossen
wurden, einzelne Stützpunkte des IR 530 verteidigten sich noch bis Ende Juni,
dann war das Regiment zersplittert, die Kompanien konnten sich bis nach Lomscha zurückkämpfen, dort wurde das Regiment noch einmal neu gebildet und an
der Front im Raum Lomscha-Augustowo eingesetzt, Ende November löste , das
Oberkommando des Heeres die 299.ID auf und bildete mit Resten weiterer
zerschlagener Divisionen die neue Korpsgruppe "G'", die später bis ins
Samland zurückging und dort im April 1945 in
Gefangenschaft geriet, ein Teil der von Ostpreußen aus in die Heimat gelangten
Soldaten des IR 530 wurde im Rahmen der Division "Schlageter" dann noch
im Kampf um Berlin eingesetzt
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