Die
Baulehr-Kompanien
Brandenburg z.b.V. 800
die Idee zum Aufbau einer
deutschen Kommandotruppe kam von Hauptmann Dr. von
Hippel, dieser erwirkte am 27.
September 1939 von seinem Chef den Befehl zur
Aufstellung einer Kompanie, am 15. Oktober 1939
befahl Canaris, Dr.
Hippel direkt den Aufbau einer solchen Truppe
"...handstreichartige Besetzung kriegswichtiger Objekte, wie Brücken, Tunnels, Straßenkreuzungen,
Rüstungsbetriebe, und ihr Halten bis zum Eintreffen der Spitzenverbände der
deutschen Wehrmacht. ..."
Ausbilder waren die Leutnants Dr. Kniesche und Grabert (
Deutsche Kompanie z.b.V. aus
Silac, Slowakei, im November 1939
mit 11 Soldaten, eingetroffen), zur Verfügung standen
handverlesene Unteroffiziere und Mannschaften, sie waren Freiwillige des
sudetendeutschen Freiwilligen-Korps, Ex-Soldaten der tschechischen Armee und
weitere geeignete Männer, die ersten Freiwilligen kamen jedoch aus der
Abwehr selbst, der Aufstellungsort der Kompanie war Brandenburg a. d. Havel,
Ausbildungsstätte war ein kleines Gut am Quenzsee, dort gab es bereits ein Ausbildungslager
für Leute der Abwehr, diese wurden auf dem Gut meistens zu Funkern,
V-Leuten und auch Sprengmittelexperten ausgebildet, für die Bereitstellung
sämtlicher Uniformen, Ausrüstung, Waffen, Funkgeräte und Sprengmittel war
Major Marguerre zuständig, zuständig für die
Zuweisungen war der Wehrkreis III, Berlin, da man auf Sabotageakte
hinauszielte, wurde gerade die pioniertechnische Ausbildung forciert, dies
übernahm der Technische Inspektor Kutschke

Canaris bei Besuch in Brandenburg, links Oberst Dr. Hippel, rechts Major
Kewisch
mit den Soldaten mit denen Leutnant Grabert kam, sowie weiteren Freiwilligen wurde
schnell die 2. Baulehr-Kompanie gebildet, die von Hauptmann Fabian
(Artillerie) übernommen wurde, während der Aufstellung der beiden Kompanien,
wurde Hauptmann Rudloff aus dem Pionierstab des
X. Armeekorps zur Abwehr-Abteilung II versetzt,
dort erhielt der den Auftrag mit 12 Soldaten nach Münstereifel zu verlegen
und sich dort z.V. der 4. Armee zu halten, dort eingetroffen wurde Rudloff
von Major i. G. Schwatlo-Gesterding empfangen,
der ihn in seine kommenden Aufgaben einwies, die Einheit vergrößerte sich
ständig durch weitere Neuzugänge, als am 23.
November 1939 weitere 70 Soldaten und 3 Offiziere meldeten, bekam die
Truppe die Bezeichnung 3. Baulehr-Kompanie z.b.V. 800
"Brandenburg", die wachsende Personalzahl machte die Aufstellung
eines Bataillons am 15. Dezember 1939 notwendig
Baulehr-Bataillon z.b.V.
800
Hauptmann
Hippel
Brandenburg/Havel
Stabskompanie Oberleutnant
Kutschke
Brandenburg/Havel
1.
Baulehr-Kompanie
Oberleutnant Dr. Kniesche
Innermanzing/Wienerwald
2.
Baulehr-Kompanie
Hauptmann
Fabian
Brandenburg/Havel
(Oberleutnant Dr. Hartmann)
3.
Baulehr-Kompanie
Hauptmann
Rudloff
Münstereifel
4.
Baulehr-Kompanie
Oberleutnant
Walther
Brandenburg/Havel
weiterhin wurden innerhalb
des Bataillons folgende Einheiten aufgestellt und später in den Verband
übernommen:
Fallschirmjägerzug Leutnant Dlab
Kradzug
Oberleutnant Erwin Graf
Thun
"Nordzug"
(Bergezug) Leutnant Zülch
"Westzug" Feldwebel Hermann Kürschner
"Südostkompanie"
im "Fall Gelb",
Angriff gegen Frankreich, sollten die Männer der 3. Kompanie Objektschutz betreiben
und Grenznahe Brücken und Kreuzungen erobern und halten, im Bereich der 6.
Armee war dafür (Sichern der Maasübergänge) das Bataillon
z.b.V. 100 unter Hauptmann Fleck der
Abwehrstelle Oppeln zuständig
Ende Januar erhielt Kürschner
(OA) von Hippel den Befehl, einen Trupp
aufzustellen zum Einsatz im Westen, Kürschner sammelte
Freiwillige vom "Jungdeutschen Bund", sowie Bergleute aus der Gegend,
da die sich besonders gut im Gebiet auskannten, der Stosstrupp wurde unter
der Stabskompanie geführt, Ende Februar 1940
meldete sich Kürschner bei der
Abwehr-Abteilung II und erheilt von Oberstleutnant Lahousen
und Major Stolze eine detaillierte Einweisung,
mit der Tarnbezeichnung Baulehrzug z.b.V. verlegte der Trupp nach Erkelenz,
im Bereich der 7. Infanterie-Division, in deren Stab erheilt er nochmals
eine genaue Einweisung, der Zug Kürschner
sollte 3- 4 Stunden vor Angriff die Juliana-Brücken handstreichartig in
besitz nehmen und halten, Übergangsstellen waren, Olbricht-Brücke,
Brücke beim Ort Berg, Brücken von Urmond und Stein, bis zum Einsatz wurde
Tag und Nacht geübt und trainiert, man wollte holländische Uniformen
benutzen unter denen die deutsche getragen wurde, um sie im Gefecht sichtbar
zu machen, wenige Wochen vor Angriffs-Beginn wurde Kürschner
zum Leutnant befördert, zusätzlich zu diesem Verband wurde der 1.
Zug/4. Kompanie/Baulehr-Bataillon z.b.V. 800 "Brandenburg"
unter Leutnant Witzel und Feldwebel Stöhr
mit 60 Mann in den Reichswald verlegt (zischen Goch und Asperden)
unterstellt wurde der Zug dem XXVI. Armeekorps, der 2.
Zug/4.Kp/Bat.z.b.V.800 unter Leutnant Grabert
verlegte nach Arsbeck (westl. Rheydt) mit 40 Mann
unterstellt dem XI. Armeekorps, beide Züge hatten die gleichen Aufträge,
einnehmen und sichern, Tarnname war "Operation Morgenröte", jeder
Zug hatte 4 Brücken ( über die Maas und dem Maas-Waal-Kanal) einzunehmen
und zu halten
für die sprachkundigen
Führer sorgte Oberst Erwin Edler von
Lahousen-Vivremont, indem er den Führer der niederländischen
Nationalisten Julius Heerdtmann zur Mitarbeit
einlud, dieser stellte umgehend 200 Mitarbeiter zur Verfügung
für den Kampftrupp der gegen
Luxemburg einsetzt werden sollte erhielt Oberleutnant Eckart
Schoeler das Kommando, ein Zug unter Feldwebel Eggers
der 2.Kp/Bat.800 wurde im März 1940 in St.
Thomas stationiert, später dann nach Ammeldingen (Westwall)
da die Aufgaben die die
Abwehr zu erfüllen hatte wurde in Berlin eine "Brandenburger"-
Kommandostelle eingerichtet, sie entsprach dem Führungsstab eines
Regiments, Kommandeur wurde Major Kewisch, er
kam von der Aufklärungs-Abteilung 8 und entwickelte sich zu einer wahren
Führerpersönlichkeit der "Brandenburger"