Einsätze der Brandenburger in Russland

Einsätze der Brandenburger in Russland

Standorte der Einheiten für den Ostfeldzug:

I. Bataillon, Standort Brandenburg/Havel, mit

1. Kompanie            einschließlich Stabskompanie, zur 5. Kompanie zusammengefasst, bleibt in Brandenburg

2. Kompanie            Bereitstellung für den Einsatz "Barbarossa"

3. Kompanie            Bereitstellung für den Einsatz "Barbarossa"

4. Kompanie            Bereitstellung für den Einsatz "Barbarossa"

 

II. Bataillon, Standort Baden bei Wien, mit

5. Kompanie            davon teile bereits im Einsatz zum Schutz der Wasserwege der Donau, Rest in Baden bei Wien

6. Kompanie            Rumänien - Schutz der Ölfelder von Ploesti, Bereitstellung zum Einsatz im Verband der 22. Infanterie-Division nach Südosten

7. Kompanie            Verlegung mit dem Gros nach Nordostpreußen

8. Kompanie            Verlegung mit dem Gros nach Nordostpreußen

 

III. Bataillon, Standort Düren, mit

9. Kompanie            in der Aufstellung begriffen, steht erst am 01.09.1941 für den Osteinsatz zur Verfügung

10. Kompanie          Bereitstellung zu Kommandounternehmen in Ostpreußen

11. Kompanie          Ausgegliedert und unter Oberleutnant Fendt als Keimzelle des Sonderverbandes Felmy (288) vorgesehen

12. Kompanie           Rückverlegung von Baden bei Wien nach Düren, vorgesehener Einsatz im Ostfeldzug

Regimentseinheiten:

13. Kompanie          Umgliederung zur Tropenkompanie "Afrika"

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Wimpel der Tropenabteilung

14. Kompanie          (Ergänzungseinheit) als Ausbildungskompanie für das II. Bataillon vorgesehen

15. Kompanie          (Leichte) Umgliederung als "Finnland-Kompanie"

16. Kompanie          Aufstellung in Düren, vorgesehen zum kombinierten Luft-See-Einsatz gegen die Insel Ösel

17. Kompanie          befindet sich in Aufstellung, anschließend Umbenennung in 1. Kompanie/Lehrregiment "Brandenburg" z.b.V. 800

Neugestaltung des Regiments

als die deutschen Truppen vor Moskau zum Stehen kamen, verzeichneten auch die "Brandenburger" - Kompanien schwere Verluste, so wurden alle Kompanien in ihre Heimatstandorte befördert um die Sollstärke zu erreichen, einzig die "Tropenkompanie" unter Oberleutnant von Koeven in Afrika, die 9. Kompanie unter Oberleutnant Dr. Kniesche im Raum nordwestlich von Moskau und die 6. Kompanie unter Oberleutnant Bansen auf der Krim, standen noch im Einsatz, die Truppen in den Heimatstandorten wurden aufgrund eines Befehls vom Kommandeur Oberst Haehling neugestaltet, bzw. neuen Richtlinien ausgesetzt, dies basierte auf den bis zu diesem Zeitpunkt gemachten Erfahrungen:

" Chef der Abwehr II: Bericht Nr. 1509/42 gKdos vom 26.06.1942

Allgemeine Aufgaben:

Aufgabe des Lehrregiments "Brandenburg" z.b.V. 800 ist der kampfmäßige getarnte Einsatz gegen taktisch, operativ oder kriegswirtschaftlich wichtige Objekte. Er erfolgt dort, wo andere Einheiten der kämpfenden Truppe noch nicht oder nicht mehr kämpfen können.
Im Hinblick auf die Bedeutung rascher Bewegungen im modernen Krieg besteht die Inbesitznahme von Verkehrsanlagen, insbesondere von Brücken, im Vordergrund aller Einsätze. Der Sondereinsatz von Einheiten des Lehrregiments "Brandenburg" z.b.V. 800 soll den Gegner durch Anwendung von Kriegslisten aller Art täuschen und ihm solcherart kriegswichtige Objekte im Handstreich entreißen. Den Erfolg dieses Sondereinsatzes taktisch und operativ auszunutzen, ist Aufgabe der Führung der nachfolgenden Truppe:

       Die Richtlinien für den Einsatz:

  1. Die Einheiten des Lehrregiments "Brandenburg" z.b.V. 800 sind ausschließlich Kampfinstrumente des Bewegungskrieges. Ihr Einsatz bei motorisierten- und Panzerverbänden im Rahmen von Vorausabteilungen bildet daher die Regel.
    Der Einsatz im Rahmen von Nachhuten kann in besonderen Fällen zweckmäßig und notwendig sein.

  2. Mit Übergang zum Stellungskrieg sind die Einheiten des Lehrregiments "Brandenburg" z.b.V. 800 aus der Front herauszuziehen
    Zeiten längerer Defensivkämpfe und des Stellungskrieges sind von de Einheiten des Lehrregiments "Brandenburg" z.b.V. 800 beschleunigt zur Erprobung und Umstellung auf neue Kampfverfahren auszunutzen. Nur so werden einem "gewecktem" Gegner gegenüber auch künftig Überraschungserfolge gewährleistet.

  3. Der infanteristische Einsatz des gesamtem Lehrregiments oder deren Einheiten ist mit Rücksicht auf die für Sondereinsätze ausgesuchte und besonders ausgebildete und schwer zu ersetzende Truppe nur in ausgesprochenen Notlagen und nur vorübergehend gerechtfertigt.

  4. Die Kampfeinheit für den Sondereinsatz des Lehrregiments "Brandenburg" z.b.V. 800 ist die Kompanie. Sie gliedert sich in zwei Halbkompanien zu jeweils zwei Einsatzzügen und einem schweren Zug. Die Gesamtstärke jeder Kompanie beträgt 300 Mann.

  5. Die Kompanien des Lehrregiments "Brandenburg" werden den Heeresgruppen bzw. den Armeen zur Verfügung gestellt. Ihr Einsatz hängt vom Schwerpunkt der Kampfhandlungen ab und wechselt dementsprechend.

  6. Eine Kompanie des Lehrregiments ist möglichst nur einer Division zuzuteilen. Eine Verteilung der Kompanie auf mehr als 2 Divisionen gefährdet die Schlagkraft und ist kategorisch abzulehnen.

  7. Stärke und Zusammensetzung der Einsätze für die jeweiligen Kampfaufgaben richten sich nach Lage und Auftrag.

  8. Mit dem Zeitpunkt, in dem die zur Verfügung gestellten Kompanien des Lehrregiments "Brandenburg" in den Bereich der Armeen treten, sind sie diesen taktisch und - soweit es sich um den Einsatz handelt - auch disziplinarisch unterstellt. Im übrigen verbleibt die personelle Fürsorge und Betreuung auch während des Einsatzes beim Regiment.

  9. Der Ei8nsatz von Einheiten der "Brandenburger" erfolgt ausschließlich und verantwortlich nach den Weisungen der kämpfenden Truppe.

  10. Das Lehrregiment "Brandenburg" z.b.V. 800 stellt in der Regel bei jedem Einsatz von Kompanie-Stärke an einen Verbindungsoffizier (V.O.) zu der im Einsatz stehenden befehlsführenden Kommandostelle ab. Der Verbindungsoffizier unterrichtet die für den Einsatz verantwortliche Truppenführung über Stärke, Gliederung und Kampfverfahren der unterstellten Regimentseinheiten."

gleichzeitig wurde die Bewaffnung und Ausrüstung an die des Heeres angeglichen, weiterhin wurde das Gut Quentz aus dem Befehlsbereich ausgegliedert und einem andern zugeordnet

die in Brandenburg/Havel liegende 1. Kompanie (bisher Sammel- und Einsatzstelle für V-Männer und Spezialeinsätze) wurde in eine V-Abteilung übernommen und bildete dort die A-Kompanie, ebenfalls Bestandteil dieser V-Abteilung wurde die Kompanie unter Oberleutnant Johannes, der Kommandeur des 1. Bataillons "Brandenburg", Major Heinz, wurde mit dem Aufbau einer Abwehrschule beauftragt und ab Dezember 1941 mit der Führung der V-Abteilung, Nachfolger wurde Hauptmann Walther, die V-Abteilung unter Major Heinz wurde bis zum 19. November 1941 aufgestellt, die Unterkunft dieser Abteilung befand sich auf dem Truppenübungsplatz bei Meseritz, die dort stationierte Lehr- und Ausbildungskompanie unter Rittmeister Dr. Harbich wurde ebenfalls der V-Abteilung unterstellt

  • Ende Dezember 1941 war das Regiment folgendermaßen gegliedert:

Regimentskommandeur              Oberst Haehling

I. Bataillon                                  Hauptmann Walther
1. Kompanie                               Oberleutnant Babuke
2. Kompanie                               Hauptmann Dr. Hartmann
                                                  Oberleutnant Pinkert
3. Kompanie                               Oberleutnant ( ab 1942 Hauptmann) John
4. Kompanie (le. Kp)                   Oberleutnant Kürschner

II. Bataillon                                 Major Dr. Paul Jacobi
5. Kompanie                               Oberleutnant Zülch
6. Kompanie                               Oberleutnant Bausen (Krim)
7. Kompanie                               Oberleutnant Kutschke (ab 1942)
                                                  Oberleutnant Osterwitz
8. Kompanie                               Oberleutnant Grabert

III. Bataillon                              Hauptmann Jacobi
9. Kompanie                            Oberleutnant Kniesche (Moskau)
10. Kompanie                          Leutnant Kriegsheim (verwundet)
                                                    Hauptmann Auch
11. Kompanie                          noch unbesetzt
12. Kompanie                          Oberleutnant Schader
15. Kompanie (le. Kp.)           Leutnant Trommsdorf
                                                    (auch Kompanie Trommsdorf)

 Buchhinweise: